Finale gegen Dynamo oder Lok? CFC-Kapitän Müller: "Damit beschäftigen wir uns nicht!"

Chemnitz - Immer wieder zeigte CFC-Mittelfeldmann Tobias Müller (27) nach dem Ausgleich im Landespokal-Halbfinale gegen den FSV Zwickau (3:2) auf seinen Kopf.

Tobias Müller (27,l., am Boden) köpfte am Mittwoch das 2:2 für den Chemnitzer FC. Mal wieder knipste er dem FSV Zwickau das Licht aus.
Tobias Müller (27,l., am Boden) köpfte am Mittwoch das 2:2 für den Chemnitzer FC. Mal wieder knipste er dem FSV Zwickau das Licht aus.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mit dem hatte er nach perfektem Freistoß von Riccardo Grym (21) das 2:2 erzielt. Nach Spielende klärte erst Innenverteidiger Jovan Vidovic (32, "Mit diesem Pflaster hat Tobi das Tor gemacht!") und dann der Torschütze auf:

"Ich hatte einen kleinen Trainingsunfall. Die Platzwunde auf meiner Stirn musste genäht werden. Glücklicherweise ist es gut gegangen. Ich konnte spielen und mit einem guten Gefühl in die Kopfballduelle gehen."

2019 im Finale gegen Zwickau erzielte Müller beide Tore - erst mit dem linken, dann mit dem stärkeren rechten Fuß. Dieses Mal musste der Kopf herhalten - auch dieser Ball passte perfekt, schlug unhaltbar hinter Schlussmann Johannes Brinkies (28) ein.

CFC: Erster Test in Klaffenbach mit 500 Fans
Chemnitzer FC CFC: Erster Test in Klaffenbach mit 500 Fans

Müller: "Zwickau hat es in der ersten Halbzeit sehr abgeklärt gemacht. Wir haben uns in der Pause eingeschworen, wollten alles rausfeuern und auf ein schnelles Anschlusstor gehen."

Tobias Müller: "In der Pause waren wir schon totgesagt"

Nicht nur gefährlich vor dem Tor, sondern auch hart am Mann: Tobias Müller (27, l.) gegen FSV-Verteidiger Marco Schikora (26).
Nicht nur gefährlich vor dem Tor, sondern auch hart am Mann: Tobias Müller (27, l.) gegen FSV-Verteidiger Marco Schikora (26).  © Picture Point/Gabor Krieg

Das glückte. Danach entwickelte sich ein echter Pokalfight, in dem die Chemnitzer in den letzten 20 Minuten mehr entgegenzusetzen hatten und die Westsachsen förmlich überrannten.

"Zur Pause waren wir schon totgesagt. Was wir dann in der zweiten Halbzeit abgefeuert haben, war schon Wahnsinn. Und wenn du einmal in diesen Flow kommst, dann schießt du auch mal einen Drittligisten aus dem Wettbewerb", strahlte Müller.

Ob die Himmelblauen im Endspiel auf seinen Ex-Verein Dynamo Dresden oder auf den 1. FC Lok Leipzig treffen - darüber wollte der CFC-Kapitän nicht spekulieren:

Zu heiß? CFC-Trainer Berlinski kennt keine Gnade!
Chemnitzer FC Zu heiß? CFC-Trainer Berlinski kennt keine Gnade!

"Wir beschäftigen uns nicht damit, was die anderen machen. Wir sind im Finale. Das ist das, was zählt!"

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema Chemnitzer FC: