Für Ex-Lok-Kapitän Zickert kommt das Finale zu früh: "Erwarte ein enges Spiel!"

Chemnitz - Zweimal trafen der CFC und Lok Leipzig in den vergangenen vier Jahren im Landespokal aufeinander. In beiden Spielen dabei: Robert Zickert (31). In seiner Funktion als Lok-Kapitän kassierte er zwei Niederlagen: 2017 im Finale (1:2), 2019 im Halbfinale nach einem unvergesslichen Elfmeterkrimi (12:13).

Robert Zickert (l., hier beim Kopfballduell mit Auerbachs Marcin Sieber) kann am Samstag im Finale leider nicht dabei sein.
Robert Zickert (l., hier beim Kopfballduell mit Auerbachs Marcin Sieber) kann am Samstag im Finale leider nicht dabei sein.  © picture point/Sven Sonntag

"Meiner war damals drin", lacht Zickert: "Ein Wahnsinnsspiel vor einer Riesenkulisse." Insgesamt 22 Elfmeterschützen mussten an diesem denkwürdigen Abend ran. Zum Helden wurde CFC-Schlussmann Jakub Jakubov, der seinen Elfer erst verwandelte und den letzten Schuss von Paul Schinke parierte.

"Lok gegen Chemnitz - das Duell elektrisiert die Fans. Das Finale hätte auch dieses Mal einen würdigen Rahmen verdient gehabt", bedauert Zickert den Corona-bedingten Zuschauer-Ausschluss auf der Anlage der DFB-Sportschule in Abtnaundorf.

Der Innenverteidiger steht dieses Mal auf der anderen Seite, aber nicht auf dem Platz! Es wäre Zickerts erstes Pflichtspiel für die Himmelblauen gewesen. Doch der Trainingsrückstand ist zu groß.

"Ich taste mich langsam wieder heran, konnte in den vergangenen Tagen auch schon einige Dinge im Mannschaftstraining mitmachen", verriet der 31-Jährige, der in der zu Ende gehenden Saison viel Verletzungspech hatte.

CFC-Profi Robert Zickert erwartet ein enges Spiel am Samstag

In der Sommervorbereitung 2020 zog sich der Neuzugang eine schwere Knieverletzung zu, im März eine Teilfraktur im rechten Mittelfuß.

"OP und Reha sind planmäßig verlaufen. Wenn Mitte Juni die Vorbereitung startet, steige ich komplett ein und halte hoffentlich länger als drei, vier Wochen durch", sagt Zickert mit einem Augenzwinkern.

Zunächst ist Daumendrücken angesagt. "Ich erwarte ein enges Spiel. Unsere Mannschaft hat sich seit dem 1:1 gegen Lok in der Liga sehr gut entwickelt. Sie zeigt Mentalität. Jetzt müssen wir es im Finale auf den Platz bringen", hofft Zickert morgen auf den Finalsieg gegen seinen Ex-Verein.

Verteidigen die Chemnitzer den Landespokal und Zickert bleibt verletzungsfrei, könnte er endlich einmal im DFB-Pokal spielen. Das schaffte er mit Lok Leipzig nie.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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