"Kaltstart" für CFC-Ex-Kapitän Hoheneder nach Wechsel: "Es gibt keinen Weg zurück!"

Chemnitz - Mit Niklas Hoheneder (34) in der Innenverteidigung wäre die 1:2-Niederlage des Chemnitzer FC im Test gegen den ZFC Meuselwitz vielleicht vermeidbar gewesen. Benjamin Förster (31) und Alexander Dartsch (26) standen bei beiden Gegentreffern sträflich frei - Abstimmungsprobleme in der neu formierten Hintermannschaft!?

Auf seinen Kapitän Niklas Hoheneder (34, l.) konnte sich CFC-Trainer Daniel Berlinski (35) immer verlassen.
Auf seinen Kapitän Niklas Hoheneder (34, l.) konnte sich CFC-Trainer Daniel Berlinski (35) immer verlassen.  © Härtelpress/Harry Härtel

Der jahrelange Abwehrchef Hoheneder verfolgte das Geschehen erstmals in seiner neuen Rolle von der Seitenlinie aus. Zu Wochenbeginn war der Kapitän von der Spieler- in die Trainerkabine umgezogen. Der plötzliche Wechsel überraschte viele Teamkollegen - auch Robert Zickert (31).

"Wir beide bilden ja eine Fahrgemeinschaft von Leipzig nach Chemnitz. Natürlich haben wir uns da hin und wieder auch darüber unterhalten, wie es nach der Karriere weitergehen könnte", verriet Zickert, der momentan verletzt und in der Reha ist: "Niklas wird im Sommer 35. Ich hätte ihm einen glorreicheren Abgang in einem vollen Stadion gewünscht. Das war durch Corona leider nicht möglich. Jetzt hat er diese neue Chance. Wie ich ihn kenne, wird er die nutzen."

Hoheneders Erfahrungsschatz ist riesig. Bei seinem Heimatverein, dem Linzer ASK, reifte der heute 34-Jährige zum österreichischen Nachwuchs-Nationalspieler und Erstliga-Profi.

Als junger Mann wechselte er zu Sparta Prag und wurde Tschechischer Meister. Es folgten Stationen bei Austria Wien, dem Karlsruher SC, RB Leipzig, in Paderborn und Kiel. Im Juli 2018 kam er zum CFC.

Erstmals verfolgte Niklas Hoheneder das Geschehen von der Seitenlinie aus.
Erstmals verfolgte Niklas Hoheneder das Geschehen von der Seitenlinie aus.  © Härtelpress/Harry Härtel

Niklas Hoheneder über neuen Co-Trainer-Posten: "Völlig neues Gefühl"

Niklas Hoheneder (r.) gehört jetzt zum Trainerteam um Chef Daniel Berlinski (2.v.l.), Torwarttainer Marcel Höttecke (33, l.) und Co Christian Tiffert (39).
Niklas Hoheneder (r.) gehört jetzt zum Trainerteam um Chef Daniel Berlinski (2.v.l.), Torwarttainer Marcel Höttecke (33, l.) und Co Christian Tiffert (39).  © Härtelpress/Harry Härtel

"Schade, dass mein Debüt als Co-Trainer nicht mit einem Sieg geendet hat. Es war trotzdem ein ordentlicher Auftritt von uns. Meuselwitz hat aus den wenigen Chancen zwei Tore gemacht, wir aus der Vielzahl von Möglichkeiten leider nur eins. Das ist ärgerlich", analysierte Hoheneder.

Er sprach von einem "völlig neuen Gefühl. Und mir war furchtbar kalt. Als Spieler ist man während der 90 Minuten ständig unterwegs. Da passiert dir das nicht." Die Entscheidung, die Töppen an den Nagel zu hängen, ist unwiderruflich, stellte er klar: "Wenn das nicht so wäre, hätte ich mir das Meuselwitz-Spiel nicht nehmen lassen."

Hoheneder ist dem CFC für den fliegenden Wechsel dankbar: "Dass mir der Verein diese Chance gleich im Männerbereich gegeben hat, ist nicht selbstverständlich."

"Ich kann mit den Jungs, mit denen ich vor einigen Tagen noch auf dem Platz stand, weiter zusammenarbeiten."

Titelfoto: Härtelpress/Harry Härtel

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