Noble Geste! CFC verzichtet zum zweiten Mal auf seine Pokal-Kohle

Chemnitz - Nach den Schützenfesten gegen Grimma (Oberliga/9:1) und beim SV Liebertwolkwitz (Landesklasse/7:0) reichte es gegen den Leipziger Stadtliga-Spitzenreiter SV Panitzsch/Borsdorf am Buß- und Bettag für den CFC "nur" zum 3:0 (1:0).

Auch finanziell eisige Zeiten: CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold (51) überließ die Zuschauereinnahmen den Amateurvereinen.
Auch finanziell eisige Zeiten: CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold (51) überließ die Zuschauereinnahmen den Amateurvereinen.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Der Gegner hatte ganz viel Selbstvertrauen. Er hat von der ersten Minute weg gefightet und tief verteidigt. Für meine Elf war es schwierig, Chancen zu kreieren", analysierte CFC-Coach Daniel Berlinski (35).

Für den 35-Jährigen war das zweite Pokalduell innerhalb weniger Tage eine Zwischenstation in Richtung Auerbach-Heimspiel. "Wir hatten bei der Aufstellung nur die Belastungssteuerung im Hinterkopf. Es ging darum, denjenigen Einsatzzeiten und Spielpraxis zu geben, die zuletzt kaum dabei waren", so Berlinski.

Fünf Akteure aus seiner Startelf waren in der vergangenen Saison noch für die A-Jugend spielberechtigt. Der eine oder andere Youngster zeigte sich von der robusten Gangart des Achtligisten sichtlich beeindruckt.

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Deutlich besser, strukturierter und zielstrebiger wurde das Spiel erst, als nach einer Stunde Spielzeit Kapitän Tobias Müller den Rasen betrat. Berlinski: "Nach seiner Einwechslung haben wir im Mittelfeld endlich die Zweikämpfe gewonnen!"

Nicht nur das. Müllers Steilpass auf Torschütze Stanley Keller führte zum vorentscheidenden 2:0.

Mit Felix Schimmel sorgte ein weiterer Stammspieler für den Endstand. Auch er war erst ab der 60. Minute dabei. Für PaBo hat sich der Ausflug ins Achtelfinale dennoch gelohnt. Die rund 800 Zuschauer ließen die Vereinskasse klingeln. Und der CFC verzichtete wie beim SV Liebertwolkwitz auf die ihm zustehenden Pokaleinnahmen.

"In diesen Pandemie-Zeiten sitzen wir alle im selben Boot. Wir wollten von unserer Seite aus ein Zeichen setzen und die Vereine im Amateurbereich unterstützen", erklärte CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold (51) im "MDR".

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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