Fällt das CFC-Team nach dem direkten Wiederabstieg auseinander?

Chemnitz - "Dieses Spiel muss weh tun", hatte CFC-Trainer Patrick Glöckner vor dem Heimduell mit Rostock von seinen Jungs gefordert. Das Spiel tat weh. Verdammt weh. Und der Schmerz wird lange anhalten.

CFC-Fans zündeten vor dem Stadion Pyrotechnik.
CFC-Fans zündeten vor dem Stadion Pyrotechnik.  © Picture Point/Gabor Krieg

Chemnitz und die 3. Liga - dieses Kapitel wurde am Sonnabend beendet. Um 15.55 Uhr ertönte der Abpfiff. Die Himmelblauen, die noch einmal alles investiert hatten, gingen zu Boden. 

Leere spiegelte sich in den Gesichtern der Spieler, einige vergossen Tränen der Enttäuschung.

Vier Tore musste der CFC schießen, falls Zwickau in Mannheim nur einen Punkt holt. Die Glöckner-Elf erzielte vier Tore, drei allein in der Schlussviertelstunde. Es reichte nicht.

Am Ende stand ein 4:2 auf der Anzeigetafel. Zwei Gegentore, die schmerzten, weil sie letztlich über Abstieg oder Klassenerhalt entschieden.

Mit drei Toren verabschiedete sich Torjäger Philipp Hosiner. Der Österreicher steht sinnbildlich für den bitteren Abstieg. 

Bis auf Platz 13 hatte sich der Aufsteiger Anfang März empor gearbeitet, Hosiner war mit 16 Toren der Garant für viele Siege.

Dann kam die Covid-19-Pause. Als die Mannschaft wieder ins Training starten durfte, musste Hosiner 14 Tage in häusliche Quarantäne. Nach der Rückkehr lief er seiner Form hinterher. Gegen Rostock traf er wieder - das Ende der Torflaute kam zu spät.

CFC-Mittelfeldmann Tobias Müller saß nach dem Abpfiff konsterniert auf dem Rasen.
CFC-Mittelfeldmann Tobias Müller saß nach dem Abpfiff konsterniert auf dem Rasen.  © Picture Point/Gabor Krieg
Drei Tore schoss Philipp Hosiner gegen Hansa. Trotzdem gelang dem CFC der Klassenerhalt nicht.
Drei Tore schoss Philipp Hosiner gegen Hansa. Trotzdem gelang dem CFC der Klassenerhalt nicht.  © Picture Point/Gabor Krieg
Dejan Bozic war bitter enttäuscht.
Dejan Bozic war bitter enttäuscht.  © Picture Point/Gabor Krieg

CFC steht großer Umbruch bevor

CFC-Kicker Rafael Garcia lag auf dem Rasen und verbarg sein Gesicht.
CFC-Kicker Rafael Garcia lag auf dem Rasen und verbarg sein Gesicht.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der zweite Abstieg innerhalb von zwei Jahren trifft den nach wie vor im Insolvenzverfahren befindlichen Verein hart. 

Das Profiteam ist ausgegliedert in eine GmbH. Daran ändert sich eine Klasse tiefer nichts. Die Gesellschafter, die am Mittwoch beraten, werden darüber befinden, was in der 4. Liga machbar ist.

Sportdirektor Armin Causevic hofft, dass er eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen kann. Am liebsten mit Glöckner auf der Trainerbank. Der 43-Jährige ließ seine Zukunft offen.

Sollte er am Ende des Monats zurückkehren, wird Glöckner viele seiner Spieler nicht wiedersehen. 

Laut Causevic haben für die Regionalliga nur drei Akteure einen gültigen Vertrag. 

Wie beim Abstieg 2018 steht dem Chemnitzer FC erneut ein großer Umbruch bevor.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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