Roscher schmort gegen TeBe auf der Bank! CFC-Coach Tiffert: "Ein schmaler Grat"

Chemnitz - Der souveräne 3:0-Heimsieg zum Regionalliga-Auftakt gegen Tennis Borussia Berlin sorgte beim CFC für himmelblaue Glückseligkeit. Zwei Spieler waren nach dem Abpfiff jedoch alles andere als happy!

Gegen Union Berlin noch stark unterwegs, musste Max Roscher (19, l.) nur fünf Tage später auf die Bank.
Gegen Union Berlin noch stark unterwegs, musste Max Roscher (19, l.) nur fünf Tage später auf die Bank.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Max Roscher (19), wenige Tage zuvor im packenden Pokalduell mit Union Berlin (1:2 n. V.) in der Startelf und einer der Besten im Team von Trainer Christian Tiffert (40), schmorte gegen TeBe die komplette Spielzeit auf der Bank. Auch Furkan Kircicek (25) kam am 1. Spieltag nicht über die Zuschauerrolle hinaus.

TAG24 fragte bei Tiffert nach den Gründen. "Das war eine Trainerentscheidung", stellte der 40-Jährige klar: "Ich habe mich für Michel Ulrich (22) entschieden. Wenn er die eine oder andere Torchance nutzt, hätte ich wahrscheinlich alles richtig gemacht."

Hatte der Chefcoach auch ohne Ulrich-Tor. Denn die Chemnitzer legten einen überzeugenden Auftritt hin - und das fünf Tage nach dem kräftezehrenden 120-Minuten-Ritt gegen die "Eisernen". Dass es bereits am 1. Spieltag die ersten Härtefälle gibt, liegt an der gut besetzten Offensivreihe. Gesetzt ist einzig und allein Top-Torjäger Felix Brügmann (29). Dahinter herrscht ein großer Konkurrenzkampf.

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"Furkan, Max, Michel oder Stephan Mensah (22) - sie alle hatten eine sehr gute Vorbereitung", erklärt Tiffert: "Michel war schon vor dem Union-Spiel ganz nah dran. Da habe ich mich für Max entschieden. Gegen TeBe war Michel unser zweiter Stürmer. Für einen Trainer ist es ein schmaler Grat. Wir wollen alle irgendwo mitnehmen."

Tiffert konnte die hängenden Köpfe bei Roscher und Kiricek "absolut verstehen. Das sind Sportler, die wollen jede Woche spielen. Am Ende muss ich es entscheiden und meinen Jungs gegenüber kommunizieren und moderieren."

Christian Tiffert (40) muss als Trainer auch viel moderieren.
Christian Tiffert (40) muss als Trainer auch viel moderieren.  © dpa/Hendrik Schmidt

Der Chefcoach betonte: "Alle Spieler sind irgendwo nah dran an der ersten Elf. Wir müssen das gemeinsam regeln. Enttäuschungen werden Spieltag für Spieltag da sein."

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt

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