Trotz Abstieg & Corona: CFC geht mit Gewinn aus der letzten Drittliga-Saison

Chemnitz - Gute Nachrichten aus dem Lager des Chemnitzer FC: Der Regionalligist hat das vergangene Geschäftsjahr 2019/2020 mit einem Überschuss abgeschlossen - und das trotz Drittliga-Abstiegs, wochenlanger Corona-Pause und Geisterspielen!

Die CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster will den positiven Trend sportlich und wirtschaftlich stabilisieren.
Die CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster will den positiven Trend sportlich und wirtschaftlich stabilisieren.  © Picture Point / Roger Petzsche

"In der Bilanz schließt die CFC Fußball GmbH bei einem Jahresumsatz von ca. 5,5 Millionen Euro die Saison 2019/2020 mit einem Überschuss von knapp 200.000 Euro ab", teilte der Verein am Montag mit.

"Das Ergebnis ist das Resultat aus gemeinsamer, seriöser Arbeit zwischen Gremienvertretern, Gesellschaftern und dem Team der Geschäftsstelle. Die Bereitschaft der Spieler, des Trainer- und Betreuerteams auf Gehälter zu verzichten, und dass alle Mitarbeiter der Kurzarbeiter-Regelung zustimmten, waren bedeutende Signale an den Gesellschafterkreis, nochmals zu unterstützen", erklärte Michael Reichardt, Geschäftsführer der CFC Fußball GmbH.

Er führte fort: "Sie (die Gesellschafter, d. R.) haben in der äußert schwierigen Zeit während der Spielunterbrechung im Frühjahr 2020 und der anschließenden Geisterspiele dem CFC erneut zuverlässig zur Seite gestanden und finanziellen Rückhalt gegeben."

Mit anderen Worten: Die Corona-Pandemie und fehlenden Zuschauer-Einnahmen bei gleichbleibender Kostenstruktur im laufenden Geschäftsbetrieb führten auch in Chemnitz zu erheblichen Verlusten.

CFC-Vorstandsvorsitzende Polster: "Wir haben gut gearbeitet..."

Doch die Gesellschafter, aktuell 13 an der Zahl, sprangen ein und halfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken.

"Das erwirtschaftete Plus aus der vergangenen Saison und die staatlichen Soforthilfen und -programme helfen uns jetzt ein Stück weit durch die weitergehende schwierige Situation", erklärte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des CFC e. V.: "Unser Ziel muss es jedoch sein, solche positiven Zahlen künftig auch ohne das Zutun unserer vielen engagierten Gesellschafter nachhaltig selbst zu erwirtschaften."

Hierfür benötigen die Himmelblauen auch weiterhin die Unterstützung ihrer Partner, Sponsoren und der Unternehmen aus der Region. Auch neue Gesellschafter sind jederzeit willkommen.

Polster: "Wir haben gut gearbeitet und die Insolvenz des CFC e.V. in Kürze beendet. Jetzt gilt es, diesen positiven Trend sportlich und wirtschaftlich gemeinsam zu stabilisieren."

Das positive Ergebnis des CFC steht übrigens dem Trend der 3. Liga entgegen. Von den 20 Vereinen erzielten 13 einen Fehlbetrag von durchschnittlich von 1,61 Millionen Euro. Das geht aus dem vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Saisonreport hervor.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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