Fragezeichen statt Formalität: Darum ist Hütters Verlängerung bei Eintracht gefährdet

Frankfurt am Main - Was zunächst reine Formsache schien, könnte im Laufe der Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben in Europa League und Bundesliga doch noch zum Fragezeichen werden. Die Vertragsverlängerung von Adi Hütter (50) bei Eintracht Frankfurt ist keinesfalls eine sichere Sache.

Noch ist Adi Hütter (50) Trainer der Eintracht. Doch wird er seinen Kontrakt auch verlängern?
Noch ist Adi Hütter (50) Trainer der Eintracht. Doch wird er seinen Kontrakt auch verlängern?  © DPA/Arne Dedert

Müssen die Fans der "Adlerträger" nun darum bangen, dass der Österreicher schon bald nicht mehr auf der Trainerbank des hessischen Bundesligisten sitzen wird? Zunächst einmal sei gesagt, dass Hütter in Frankfurt noch ein für die kommende Saison gültiges Arbeitspapier besitzt, das erst am 30. Juni 2021 ausläuft.

Wie die Hessenschau berichtet, habe Sportvorstand Fredi Bobic (48) bereits vor der kurzen Sommerpause angekündigt, dass Hütter spätestens nach den vier Wochen Urlaub einen neuen Kontrakt unterzeichnen würde. Doch dem war nun nicht so. Der 50-jährige Fußballlehrer lässt sich stattdessen Zeit und übt Druck aus.

Hintergrund dieser vermeintlichen Hinhalte-Taktik - Der Kader der Eintracht! Denn diesen musste Hütter in seinen beiden bislang absolvierten Saisons als Coach stets der zuvor als Leistungsträger deklarierten Akteure beraubt umstrukturieren. Eine Herkules-Aufgabe, die Hütter meist bravurös meisterte - jeweils ein Europa-League- und DFB-Pokal-Halbfinale sowie zwei einstellige Tabellenplätze sprechen klar dafür.

Nun will Hütter aber nicht wieder "von Null" anfangen und eine möglichst schlagfertige Truppe formen, die auf dem bislang gebildeten Grundgerüst aufbaut. Jedoch sorgt die Corona-Krise für Ebbe in den Kassen der SGE, Verkäufe hochrangiger Namen scheinen also kaum vermeidbar.

Verlängert Hütter auch trotz namhafter Abgänge?

Allen voran werden die Namen Filip Kostic (27), Evan N'dicka (20), Martin Hinteregger (27) und Kevin Trapp (30) als mögliche Geldbringer gehandelt. Ob Hütter trotz der Möglichkeit all diese Leistungsträger zu verlieren bei der Eintracht verlängert, wird die Zeit zeigen. 

Fest steht, dass er "wieder eine Mannschaft haben möchte, die versucht, die Art und Weise von Fußball aus dem ersten Jahr zu spielen." Ob er diese letztlich bekommen wird und die Eintracht somit weiter sicher mit Hütter als Coach planen kann, wird die Zeit zeigen.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0