Aluminium und Trapp: RB Leipzig vergibt gegen Eintracht Frankfurt zu viele Chancen!

Leipzig - Chancenwucher der Roten Bullen! RB Leipzig kam am 27. Bundesliga-Spieltag nicht über ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt hinaus. Die SGE durfte sich nach dem anstrengenden Sevilla-Spiel glücklich mit dem Unentschieden schätzen.

Benjamin Henrichs konnte es nicht fassen: RB Leipzig vergab zahlreiche hochkarätige Chancen und spielte am Ende 0:0 gegen Eintracht Frankfurt.
Benjamin Henrichs konnte es nicht fassen: RB Leipzig vergab zahlreiche hochkarätige Chancen und spielte am Ende 0:0 gegen Eintracht Frankfurt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die 47.069 Zuschauer in der ausverkauften Red Bull Arena bekamen also keine Tore zu sehen.

Vor dem Anpfiff nahm RB-Trainer Domenico Tedesco nach dem 6:1-Kantersieg gegen die SpVgg Greuther Fürth zwei Änderungen vor: Kevin Kampl und Dani Olmo begannen in der Zentrale für Amadou Haidara und Emil Forsberg (beide Bank).

Sein Gegenüber Oliver Glasner brachte im Vergleich zum grandiosen Weiterkommen in der Europa League gegen Betis Sevilla (1:1) nur einen Neuen. Sebastian Rode ersetzte den gelbgesperrten Djibril Sow.

Eintracht-Fan mit Hitlergruß vor Champions-League-Horrorkick: Reaktion des Klubs schockiert
Eintracht Frankfurt Eintracht-Fan mit Hitlergruß vor Champions-League-Horrorkick: Reaktion des Klubs schockiert

Kurz vor dem Beginn gab es zunächst eine Schweigeminute für die kürzlich verstorbenen Fußball-Größen Egidius Braun (†97) und Jürgen Grabowski (†77). Dann konnte es losgehen, dachte man.

Kaum lief die Partie, wurde sie auch schon wieder unterbrochen. Aus dem Fanblock der Eintracht-Anhänger kamen rot-schwarze Rauchschwaden, die die Sicht auf dem Feld zu sehr beeinträchtigten. Zwei Zeigerumdrehungen später konnte die Partie dann endlich so richtig starten.

Beide Teams begannen die Anfangsphase sehr aktiv in einer 3-4-3-Formation.

Kevin Trapp sah genauso wenig auf dem Feld wie das Schiedsrichtergespann. Nach den Rauchschwaden aus dem Eintracht-Block wurde das Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt kurzzeitig unterbrochen.
Kevin Trapp sah genauso wenig auf dem Feld wie das Schiedsrichtergespann. Nach den Rauchschwaden aus dem Eintracht-Block wurde das Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt kurzzeitig unterbrochen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Anfangsformation von RB Leipzig für das Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Die Startelf von Eintracht Frankfurt für das Auswärtsspiel gegen RB Leipzig

Martin Hinteregger auf der Linie, doppeltes Alu-Pech - RB Leipzig erhöht Druck auf Kevin Trapp

RB-Trainer Domenico Tedesco zeigte sich ratlos. Leipzig kam zu einigen guten Chancen, hatte aber doppeltes Alu-Pech.
RB-Trainer Domenico Tedesco zeigte sich ratlos. Leipzig kam zu einigen guten Chancen, hatte aber doppeltes Alu-Pech.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Adlerträger pressten die Leipziger zunächst hoch und versuchten so frühe Ballgewinne zu erzwingen. Dies führte in der 9. Minute aber zu ersten Torannäherung für die Sachsen, die sich gut aus dem Frankfurter Anlaufen befreien konnten und einen schnellen Gegenstoß über Olmo ausspielten, der auf den links im Strafraum postierten Nkunku ablegte.

Der Franzose versuchte die Kugel ins rechte Toreck zu schlenzen, sein abgefälschter Versuch landete allerdings nur auf dem Kasten.

Ansonsten verlief die erste Viertelstunde eher ruhig, beide Teams waren um Kontrolle bemüht.

Kontaktaufnahme zu Beratern: Eintracht-Star schon im Winter zu London-Klub?
Eintracht Frankfurt Kontaktaufnahme zu Beratern: Eintracht-Star schon im Winter zu London-Klub?

In der 22. Minute fiel dann fast das 1:0 für RB. Kampl flankte das Leder in den Strafraum, wo Andre Silva am höchsten stieg und gegen die Laufrichtung von Kevin Trapp köpfte, doch Hinteregger konnte noch auf der Linie klären.

Die Bullen erhöhten jetzt die Frequenz und hatten mehr vom Spiel. Abwehrspieler Simakan (26.) haute nach Wirrwarr im Frankfurter Strafraum aus der Distanz drauf, Trapp konnte den Strahl gerade noch so an den Pfosten lenken.

Erst ab der 30. Minute schaffte es die SGE dann mit ihren Angriffen wieder für ein wenig Entlastung zu sorgen. Nur zwingend wurden die Hessen nicht vorm Tor von RB-Keeper Gulácsi. Kurz vor der Halbzeit gab es dann einen weiteren RB-Distanzkracher. Konrad Laimer bekam die Kugel 20 Meter vor dem Tor, drehte auf und wuchtete den Ball an die Querlatte.

SGE-Keeper Kevin Trapp überragend, RB Leipzig mit Chancenwucher

An Kevin Trapp (v.) war für RB Leipzig am Sonntag kein Vorbeikommen.
An Kevin Trapp (v.) war für RB Leipzig am Sonntag kein Vorbeikommen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In der Nachspielzeit dann das erste Tor der Begegnung. Nach einem Ballverlust von Rode kam die Kugel raus auf Angelino, der quer in die Mitte zu Nkunku legte (47.) und drin war das Ding. Aber zu früh gefreut, der für die französische Nationalmannschaft berufene Wirbler stand bei Angelinos Hereingabe klar im Abseits.

Frankfurt rettete sich ohne Gegentor gerade noch so in die Halbzeitpause. Der zweite Abschnitt begann wie die erste endete: RB im Angriff und mit viel Schwung.

Nkunku hatte in der 52. Minute die nächste Chance nach einer Flanke von Henrichs. Doch der sonst so treffsichere Franzose zögerte zu lange, dass Trapp seinen späten Schuss blocken konnte.

Wenig später kam es zum nächsten Bullen-Angriff, der wieder nicht zu einem Treffer führte. Nkunku schickte Laimer (62.) mit einem Steckpass auf die Reise, der frei vorm SGE-Gehäuse wiederum am glänzend reagierenden Trapp scheiterte.

Nach einer kurzen Ruhepause entwickelte sich dann die spannendste Phase des Spiels, weil die Hessen mutiger wurden und Leipzig gleichzeitig gefährlich blieb. In der 81. Minute tauchte dann plötzlich der eingewechselte Poulsen frei vor Trapp auf. Der dänische Nationalstürmer umkurvte zunächst den SGE-Keeper, verzögerte im Anschluss aber so lange seinen Abschluss, bis der Winkel zu spitz wurde.

So blieb es am Ende bei einem glücklichen Unentschieden für die Adlerträger und einem ärgerlichen Endergebnis für die Leipziger, nachdem sie Chance um Chance vergeben hatten.

Christopher Nkunku (l.) und Mohamed Simakan (M.) haderten nach dem Schlusspfiff mit dem aus Leipziger Sicht enttäuschenden Endergebnis.
Christopher Nkunku (l.) und Mohamed Simakan (M.) haderten nach dem Schlusspfiff mit dem aus Leipziger Sicht enttäuschenden Endergebnis.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach der Länderspielpause nächste Woche trifft RB Leipzig im Topspiel (2. April, 18.30 Uhr) auswärts auf Borussia Dortmund, während Eintracht Frankfurt zu Hause (2. April, 15.30 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth empfängt.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt: