Amin Younes und Eintracht Frankfurt: Sorgt Kohle-Zoff für vorzeitigen Abschied?

Frankfurt am Main - Nach einem extremen Karriereknick kam Amin Younes (27) bei Eintracht Frankfurt zuletzt wieder so richtig in Fahrt. Doch sorgt der Zoff um den schnöden Mammon nun dafür, dass die so wunderschön begonnene Fußball-Liebesgeschichte ein jähes Ende findet?

Wie lange werden wir Amin Younes (27) noch im Dress von Eintracht Frankfurt sehen?
Wie lange werden wir Amin Younes (27) noch im Dress von Eintracht Frankfurt sehen?  © DPA/Arne Dedert

Wie die Bild-Zeitung berichtete, sei der bereits Anfang des Jahres geäußerte Wunsch des achtfachen deutschen Nationalspielers, nach Dubai wechseln zu wollen, nun so richtig konkret geworden. Grund dafür sollen Querelen um das Gehalt des 27-Jährigen sein.

Im Sommer 2020 wechselte Younes auf Leihbasis von der SSC Neapel nach Frankfurt, nachdem er in Süditalien nie so richtig Fuß fassen konnte. Bei den Adlerträgern kam er nach holprigem Start immer besser in Fahrt, avancierte zum Leistungsträger und steuerte sieben Torbeteiligungen in seinen 27 Pflichtspieleinsätzen bei.

Erst mutmaßliche Streitigkeiten mit Ex-Coach Adi Hütter (51) und immer wieder auftretende Blessuren läuteten zum Saisonende hin ein leichtes Abflauen seiner Leistungskurve und Einsatzzeiten ein.

Erster Eintracht-Sieg unter Glasner weiter ersehnt: Trapps Moment als "Wende"?
Eintracht Frankfurt Erster Eintracht-Sieg unter Glasner weiter ersehnt: Trapps Moment als "Wende"?

Das Leihgeschäft mit Neapel hätte auch über die kommende Bundesliga-Saison hinaus bestand, bei der SGE rund um den neuen Sportvorstand Markus Krösche (40) arbeitet man im stillen Kämmerlein aber bereits an der Möglichkeit, den gläubigen Moslem fest an die Eintracht zu binden.

Die Modalitäten, die sich die Eintracht dabei jedoch vorstellt, scheinen dem kleinen Dribbelkünstler aber scheinbar nicht so wirklich zu schmecken. Um den Wechsel an den Stadtwald möglich zu machen, verzichtete Younes angeblich auf die Hälfte seines bei rund vier Millionen Euro liegenden Gehaltes - eine Geste, die er scheinbar nun vergolten haben möchte.

In Dubai könnte der 27-Jährige, der bei der Eintracht den Weg zurück in den Dress der Nationalmannschaft gefunden hatte, weitaus mehr verdienen.

Wechselt Amin Younes vor Ende der Leihfrist nach Dubai?

Dass er dann aber noch große Beachtung im Fußballgeschäft erfahren würde, darf bezweifelt werden. Um einen Transfer dorthin überhaupt zu ermöglichen, müsste die SGE jedoch das Leihgeschäft mit den Neapolitanern vorzeitig auflösen, was derzeit aber nicht im Interesse der Hessen zu liegen scheint.

Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID) schlug Younes-Berater Marijo Knez hingegen versöhnlichere Töne an und sprach davon, dass die Eintracht immer noch die oberste Priorität seines Schützlings sei. Dass da etwas dran ist, zeigte auch der jüngste Testspiel-Auftritt der Eintracht gegen den FC Gießen (6:1).

Da absolvierte ein durchaus energisch und engagiert auftretender Younes nach Hüftproblemen die erste Halbzeit - von Wechselwille und Lustlosigkeit war zumindest hier keine Spur.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt: