Silva und Durm fit für Bremen: Kann die Eintracht jetzt die Meisterschaft anpeilen?

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (51) ist keiner, der angesichts der großartigen Erfolgsserie auf die Pauke haut.

Eintracht Frankfurts Topstürmer André Silva (25) wird am Freitag beim SV Werder Bremen wieder verfügbar sein.
Eintracht Frankfurts Topstürmer André Silva (25) wird am Freitag beim SV Werder Bremen wieder verfügbar sein.  © dpa/Thomas Frey

"Ich bin nicht der derjenige, der nach außen posaunt, sondern versucht, in Ruhe im Inneren die Mannschaft dafür vorbereiten, dass wir etwas Großartiges erreichen", sagte er vor dem Bundesligaspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim SV Werder Bremen.

Falls es gelingen sollte, in den restlichen zwölf Spielen auf dem vierten Champions League-Platz zu bleiben, wäre es für ihn jedoch "der absolute Wahnsinn". Die Hessen liegen fünf Punkte vor dem Liga-Fünften Bayer 04 Leverkusen.

Keine Frage ist mehr, dass die Eintracht nach dem fünften Sieg in Serie und neun Erfolgen aus den vergangenen zehn Partien die Favoritenrolle in der Hansestadt übernehmen muss. "Als punktbeste Mannschaft 2021 müssen wir diese Rolle annehmen. Es ist spannend, wie wir damit umgehen", sagte Hütter und ist zuversichtlich: "Zuletzt haben wir das immer gemeistert."

Zurückhaltend äußerte sich der 51-Jährige trotz des hervorragenden Laufs zur Titelfrage. "Ich weiß nicht, ob das einen Vierkampf geben wird", meinte der Österreicher.

"Dort, wo wir stehen, ist es schon hervorragend." Vielsagend fügte Hütter aber hinzu: "Ich glaube, dass der Titelkampf noch sehr spannend werden kann." Dass nach dem 2:1 gegen den Rekordmeister FC Bayern München am vergangenen Samstag zu viel Übermut die Erfolgsserie gefährden könnte, erwartet der Coach nicht.

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter kann bei Werder Bremen wieder auf André Silva und Erik Durm zählen

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (51) will vom Thema Meisterschaft derzeit nichts wissen.
Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (51) will vom Thema Meisterschaft derzeit nichts wissen.  © dpa/Sebastian Gollnow

"Ich werde keine Euphorie bremsen und achte immer darauf, dass die Mannschaft konzentriert trainiert. Wenn wir so spielen wie zuletzt, bin ich überzeugt, dass wir erneut gewinnen", sagte er, warnte aber auch: "Wir wissen, dass die Bremer nach dem 0:4 gegen Hoffenheim angefressen waren und eine Reaktion zeigen möchten. Wir bekommen nichts geschenkt."

Allerdings kann Hütter in Bremen wieder auf Torjäger André Silva (25) bauen. Dies gilt auch für den zuletzt ebenfalls angeschlagenen Mittelfeldspieler Erik Durm (28). "Erfreuliche Nachricht: Sie haben gut trainiert und sind mehr als eine Alternative", betonte er.

Der 25-jährige Portugiese Silva hatte im Topspiel gegen die Münchner am vergangenen Samstag wegen Rückenproblemen gefehlt. Mit 18 Treffern ist er hinter Robert Lewandowski (32, 26 Treffer) vom FC Bayern der zweitbeste Torschütze der Liga.

Wenig Hoffnung kann sich der von Real Madrid ausgeliehene Luca Jovic (23) nach seinem ersten Startelf-Einsatz gegen München machen, als zweite Sturmspitze mit Silva zum Zuge zu kommen. "Wir haben in der aktuellen Grundordnung 28 von 30 Punkten geholt", sagte Hütter mit Bezug auf seine Aufstellungstaktik mit einem Angreifer und zwei "Zehnern" im offensiven Mittelfeld. "Das auf einmal umzukehren, kann gut gehen, muss es aber nicht."

Für den gesperrten Linksverteidiger Evan N'Dicka (21) könnte der Japaner Makoto Hasebe (37) zurück in die Dreierkette kommen und Martin Hinteregger (28) die Außenposition übernehmen.

"Es gibt mehrere Optionen, um N'Dicka zu ersetzen", sagte Hütter. "Hasebe in die Verteidigung zu ziehen, wäre naheliegend."

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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