Bald geht's bei der Eintracht richtig los: Darauf brennt Neu-Coach Oliver Glasner

Von Eric Dobias

Frankfurt am Main - Oliver Glasner (46) geht sein Engagement bei Eintracht Frankfurt mit großem Enthusiasmus an.

Am Dienstag wurde Oliver Glasner (46) offiziell als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt.
Am Dienstag wurde Oliver Glasner (46) offiziell als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt.  © dpa/Sebastian Gollnow

"Es freut mich, dass es endlich losgeht", sagte der neue Trainer des hessischen Bundesligisten am Dienstag bei seiner offiziellen Vorstellung. "Ich habe Bock darauf, hier etwas auf die Beine zu stellen und erfolgreich Fußball spielen zu lassen."

Am Donnerstag bittet der 46 Jahre alte Österreicher die Eintracht-Profis zum Trainingsauftakt. Fehlen werden dabei noch alle EM-Fahrer, die entweder im Urlaub oder - wie der Schweizer Steven Zuber (29) - noch im Turnier dabei sind.

"Wir legen jetzt mit hoher Intensität los", kündigte Glasner an. "Ich freue mich, die Spieler nach und nach kennenzulernen." Einen großen Umbruch in der Mannschaft des Europa-League-Starters erwartet er nicht.

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"Der Kader sieht sehr gut aus. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern. Da werden wir nicht allzu viel ändern", sagte der Eintracht-Trainer. Er hofft dabei auf den Verbleib von Leistungsträgern wie Filip Kostic (28) oder André Silva (25).

Inhaltlich will Glasner an die Arbeit seines zu Borussia Mönchengladbach gewechselten Vorgängers Adi Hütter (51) anknüpfen.

Oliver Glasner sieht die Teilnahme von Eintracht Frankfurt an drei Wettbewerben als Belohnung

Ebenfalls neu im Amt ist Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (40, r.).
Ebenfalls neu im Amt ist Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (40, r.).  © dpa/Sebastian Gollnow

"Wir wollen die Kreativität und Unberechenbarkeit beibehalten, aber mehr Balance in die Defensivabsicherung hereinbringen und den Laden öfter mal dicht halten", verkündete er die Marschroute für die kommende Saison. Konkrete sportliche Ziele nannte er nicht.

Indessen legte der ebenfalls neue SGE-Sportvorstand Markus Krösche (40) dar, dass er Aktionen für Toleranz und Gleichbehandlung sowie gegen Rassismus wie bei der Fußball-EM auch in der Bundesliga für denkbar halte.

"Die Spieler sind sich heutzutage ihrer Verantwortung deutlich bewusster. Die Zeichen, die von ihnen oder den Mannschaften kommen, zeigen, wie sehr sie sich mit diesen Themen beschäftigen. Von daher glaube ich, dass solche Aktionen auch in der Bundesliga immer wieder Einzug halten werden. Wir von Eintracht Frankfurt finden das gut und unterstützen das", sagte Krösche am Dienstag im Verlaufe der Trainer-Vorstellung.

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Der 46 Jahre alte Österreicher teilt die Ansicht Krösches. "Mein Standpunkt ist für Toleranz und Offenheit. Wir im Fußball leben das tagtäglich. Wenn wir in die Kabine gehen, haben wir dort sämtliche Kulturen und Hautfarben und unterschiedlichste Religionen. Das ist befruchtend und gut so", sagte Glasner und fügte hinzu:

"Wenn man sieht, wie die Spieler miteinander umgehen, dann ist das die gelebte Vorbildfunktion und ein positives Beispiel für die gesamte Gesellschaft, wie der Fußball hier funktioniert."

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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