Verlängerung mit der Eintracht auf der Kippe: Was wird aus Kamada?

Frankfurt am Main - In einer Bundesliga-Saison mit vielen Höhen und Tiefen war er wohl der "Adlerträger", der den signifikantesten Leistungssprung bei Eintracht Frankfurt verbuchen konnte - Jung-Japaner Daichi Kamada (23). Doch was längst in trockenen Tüchern schien, droht zu einer äußerst diffizilen Angelegenheit zu verkommen.

Nahm in dieser Saison eine rasante Entwicklung bei der Eintracht: Japan-Kreativ-Künstler Daichi Kamada (r./23).
Nahm in dieser Saison eine rasante Entwicklung bei der Eintracht: Japan-Kreativ-Künstler Daichi Kamada (r./23).  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Offensiv-Trickser Kamada kam im Sommer 2019 nach einer Leihe vom VV St. Truiden (Belgien) zurück an den Stadtwald. Dass er dort lange verweilen würde, davon ging vor dem Saisonstart nur die wenigsten aus. Doch Chef-Coach Adi Hütter (50) vertraute auf den 23-Jährigen. Wohl auch, weil ihm im Mittelfeld - wie sich später herausstellen sollte - die Alternativen fehlten.

Doch diese Chance ergriff der Nippon-Kicker ergriff die Gelegenheit und mauserte sich immer mehr zum unverzichtbaren Stammspieler, der hinter den Spitzen die kreativen Fäden zog.

Lediglich seine Abschlussqualitäten ließen bis zum Saisonende trotz insgesamt zehn Saisontoren in allen Wettbewerben zu wünschen übrig.

Auch oder vor allem aufgrund der Corona-Krise fehlt der Eintracht nun Geld, um auf große Spieler-Shopping-Tour zu gehen, weshalb eine langfristige Bindung Kamadas vonseiten der Hessen durchaus wünschenswert gewesen wäre. 

Diese schien auch so gut wie in trockenen Tüchern gewesen zu sein - bis der japanische Berater des jungen Mittelfeld-Akteurs ins Spiel kam. Während Kamadas deutscher Spielerberater durchaus positiv gegenüber einer Verlängerung des bis Sommer 2021 laufenden Kontraktes gestimmt war, scheint Berater Nummer zwei, Roberto Tukada, andere Pläne zu haben. 

Tukada, der unter anderem Top-Talent Takefusa Kubo (19) von Real Madrid (Anm. d. Red.: momentan ausgeliehen an RCD Mallorca) und Routinier Yuto Nagatomo (33) betreut, wolle angeblich den "Markt sondieren". 

Könnten seine guten Beziehungen letztlich dafür sorgen, dass Kamada der SGE davondribbelt? Falls ja, müssten die Hessen schnell sein, da sie nur noch in diesem Transfer-Sommer eine Ablöse erzielen könnten.

Titelfoto: John Macdougall/AFP-Pool/dpa

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