Einer der besten Torjäger der Bundesliga: Eintracht-Gemeinde trauert um Bernd Nickel (†72)

Frankfurt am Main - Der frühere Nationalspieler Bernd Nickel ist tot.

In der Saison 1979/80 gewann Bernd Nickel (2.v.l.) mit weiteren Eintracht-Frankfurt-Legenden wie Bernd Hölzenbein (75, 3.v.l.) und Bum-kun Cha (68, r.) den UEFA-Cup. (Archivfoto)
In der Saison 1979/80 gewann Bernd Nickel (2.v.l.) mit weiteren Eintracht-Frankfurt-Legenden wie Bernd Hölzenbein (75, 3.v.l.) und Bum-kun Cha (68, r.) den UEFA-Cup. (Archivfoto)  © Roland Witschel/dpa

Dies teilte sein ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt unter Berufung auf den Sohn des 72-Jährigen am Mittwoch mit.

Die Vereinslegende des hessischen Bundesligisten erzielte in insgesamt 481 Spielen 163 Tore und ist mit 141 Treffern der zweitbeste Bundesliga-Torschütze der Eintracht.

Der frühere Mittelfeldspieler liegt damit noch immer unter den besten 20 Torjägern der Bundesliga-Historie - noch vor Idolen wie Uwe Seeler (84) oder Horst Hrubesch (70). Zuerst hatte die "Bild-Zeitung" über den Tod des früheren Profis berichtet. Nickel starb nach langer Krankheit.

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Gemeinsam mit Bernd Hölzenbein (75) und Jürgen Grabowski (77) hatte Nickel in den 1970er-Jahren ein extrem erfolgreiches Offensivtrio für die Eintracht gebildet. Nickel gewann mit seinem Herzensclub unter anderem den UEFA-Cup und den DFB-Pokal.

In der A-Nationalmannschaft kam der Hesse zwar nur auf einen Einsatz. Er bestritt aber weitere Spiele für die Nationalmannschaft der Amateure und die B-Nationalmannschaft und war beim olympischen Fußballturnier 1972 in München für das deutsche Team am Ball.

"Mit Bernd Nickel verlieren wir eine der ganz großen Identifikationsfiguren des Vereins. 'Dr. Hammer' war ein Markenbegriff für die Eintracht", sagte Vereinspräsident Peter Fischer (65) laut Vereinsmitteilung.

Bernd Nickel bildete mit Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabwoski magisches Eintracht-Trio der 70er Jahre

Bernd Nickel (M.) absolvierte für Eintracht Frankfurt 481 Partien und erzielte 163 Tore. (Archivfoto)
Bernd Nickel (M.) absolvierte für Eintracht Frankfurt 481 Partien und erzielte 163 Tore. (Archivfoto)  © Roland Witschel/dpa

"Auf dem Platz hat er mit vielen tollen Toren für große Erfolge gesorgt, aber auch nach seiner Karriere war er ein wichtiger Repräsentant des Vereins. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie."

Der langjährige Freund Grabowski hob hervor, dass er die ganze Zeit mit Nickels Familie "in enger Verbindung" gewesen sei. Auch für den 77-Jährigen bleiben tolle Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Nickel beim hessischen Traditionsclub.

"Bernd Nickel, den wir immer 'Nackel' nannten, war ganz wichtig für unser Spiel bei der Eintracht. Seine Freistöße waren einmalig, er war ein begnadeter Fußballer", sagte Grabowski. Auch nach der aktiven Zeit sei man eng befreundet geblieben und häufig gemeinsam auf den Golfplatz gegangen.

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Den Spitznamen "Dr. Hammer" hatte Nickel wegen seiner extrem guten Schusstechnik erhalten.

Gleich viermal im Lauf seiner Karriere konnte er einen Eckball direkt verwandeln - gegen Bayern München, den 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf gelang ihm dieses Kunststück.

Titelfoto: Roland Witschel/dpa

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