Eintracht-Coach Hütter nach erstem Training: "Eine Freude, auf dem Platz zu stehen"

Frankfurt am Main - Die ersten Laufrunden an der Commerzbank-Arena empfanden die Profis von Eintracht Frankfurt nach zweiwöchiger Quarantäne wie eine Befreiung - und auch Trainer Adi Hütter atmete erleichtert auf.

Trainer Adi Hütter und die Kicker von Eintracht Frankfurt haben das erste Training nach der Quarantäne genossen (Archivbild).
Trainer Adi Hütter und die Kicker von Eintracht Frankfurt haben das erste Training nach der Quarantäne genossen (Archivbild).  © dpa/Uwe Anspach

"Es ist einfach eine Freude, auf dem Platz zu stehen, den frischen Rasen zu riechen und gegen den Ball zu treten", sagte der 50 Jahre alte Österreicher am Freitag nach der Rückkehr in den Trainings-Betrieb in einem Interview auf der Vereins-Homepage.

Bei den Hessen waren zwei Spieler und zwei Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Der Pokal-Halbfinalist hatte daher alle Spieler, Trainer, Funktionäre und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt (TAG24 berichtete).

Nun dürfen sie endlich wieder raus aus den eigenen vier Wänden. "Wenn man in Quarantäne ist, dann kann man das Haus nicht wirklich verlassen. Von daher ist es sehr schön, mal wieder an die frische Luft zu kommen. Wir sehen gerade ein kleines Licht am Ende des Tunnels", sagte Hütter.

Ein normales Training ist wegen der behördlichen Einschränkungen zwar weiter nicht möglich, doch das stört den Eintracht-Coach erst einmal nicht.

"Wir müssen uns an die Vorgaben halten, weshalb wir nur in ganz kleinen Gruppen mit maximal drei Spielern trainieren. Wir sollten das aber positiv sehen. Ich freue mich, dass wir die Zeit und die Möglichkeit haben, ganz individuell mit den Jungs zu reden und zu trainieren", sagte Hütter.

Immerhin ist der Spielbetrieb in der Bundesliga noch mindestens bis zum 30. April ausgesetzt. Es bleibt also genügend Zeit, die Mannschaft auf den erhofften Neustart vorzubereiten. Die Hessen belegen nach 25 Saisonspielen mit 28 Punkten den zwölften Platz.

"Wir müssen abwarten, wie es weitergeht. Das entscheiden die DFL und die Politik, und daran halten wir uns", sagte Hütter zu der ungewissen Situation im deutschen Profi-Fußball. "Trotzdem ist es ein Anfang, und wir können deutlich intensivere Gespräche mit den Spielern führen. Dadurch werde ich den einen oder anderen vielleicht noch mehr motivieren können."

In der Quarantäne stand Adi Hütter öfter auch mal am Herd

Adi Hütter hat in den vergangenen zwei Wochen das Kochen für sich entdeckt (Archivbild).
Adi Hütter hat in den vergangenen zwei Wochen das Kochen für sich entdeckt (Archivbild).  © DPA/Arne Dedert

In der 14-tägigen Isolation hatte Hütter ganz viel Zeit, sich Gedanken über die bisherige Saison zu machen - zumal er die Quarantäne von der Familie getrennt in Frankfurt verbrachte.

"Ich habe sehr viel nachgedacht, denn ich bin auch ein Mensch, der immer wieder versucht, sich zu reflektieren. Aufgrund unseres tollen Analyse-Teams, das uns die ganzen Spiele zur Verfügung gestellt hat, konnte ich mich viel damit beschäftigen", berichtete Hütter. Er fühle sich gut vorbereitet auf den Tag, an dem es wieder losgeht.

Neben der Arbeit und dem regelmäßigen Austausch mit der Vereinsführung um Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner habe er viel mit der Familie und Freunden telefoniert.

"Außerdem hatte ich die Möglichkeit, ein Buch zu lesen und abzuschalten", so Hütter. Und nicht zuletzt hat er sich öfter mal wieder in die Küche gestellt.

"Ich würde jetzt nicht sagen, dass das mein Hobby ist", erzählte der Eintracht-Trainer. Aber: "Es hat Spaß gemacht, am Herd zu stehen, auch wenn es schöner ist, für mehrere Personen zu kochen."

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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