1:6 bei Bayer als Mahnung: "Darf nicht wieder passieren"

Frankfurt am Main/Leverkusen - Die Erinnerung an die 1:6-Pleite bei Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison graust Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter zehn Monate danach immer noch.

Das 1:6 bei Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison ist für Adi Hütter als Spieler und Trainer "die schlimmste Niederlage gewesen (Archivbild).
Das 1:6 bei Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison ist für Adi Hütter als Spieler und Trainer "die schlimmste Niederlage gewesen (Archivbild).  © dpa/Friso Gentsch

"Für mich ist es als Spieler und Trainer die schlimmste Niederlage gewesen", sagte der 50-jährige Österreicher einen Tag vor dem Fußball-Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellenfünften.

Zumal das Ergebnis damals schon nach 36 Minuten feststand. Das darf uns nicht noch einmal passieren. Wir müssen weit besser spielen als beim Auswärtsspiel im vergangenen Jahr, betonte er.

Schließlich traut Hütter dem Werksclub in dieser Bundesligasaison noch Großes zu. "In ihrer derzeitigen Verfassung ist Bayer für mich auch ein Titelkandidat. Wir wissen also, was uns erwartet", sagte der Coach. "Leverkusen ist sehr gut drauf, sie haben einen Lauf."

Dennoch erhofft sich die Eintracht, die in dieser Saison gegen Topclubs wie RB Leipzig (2:0) oder Bayern München (5:1) oft bessere Leistungen zeigte, etwas aus der BayArena mitnehmen zu können.

 "Für uns ist jedes Spiel in der Liga sehr wichtig. Wir wollen nicht unten reinrutschen und brauchen jeden Zähler", betonte der Coach des Liga-Zwölften.

Eintracht Frankfurt erwartet in den kommenden Wochen hochkarätige Gegner

Der Abstand zum Relegations-Rang beträgt sieben Punkte. Ein Polster, das angesichts der Serie hochkarätiger Gegner schnell schmelzen kann. Nach dem Spiel in Leverkusen folgen die Partien gegen Borussia Mönchengladbach und beim Rekordmeister Bayern München.

Das anspruchsvolle Programm der nächsten Wochen wird noch durch die zwei Achtelfinalspiele in der Europa League gegen den FC Basel (12. und 19. März) ergänzt.

"Gegen die Großen haben wir viele Punkte geholt", befand Hütter. Zunächst wolle man aber die schlechte Bilanz gegen die Leverkusener, zu der ein 2:16-Torverhältnis aus jüngster Zeit gehört, aufbessern. Dazu werde man aber "eine gute Stabilität und Balance" brauchen, so Hütter.

Stefan Ilsanker wird spielen - mit Turban

Stefan Ilsanker sah nach dem Pokal-Fight gegen Werder Bremen schwer angeschlagen aus.
Stefan Ilsanker sah nach dem Pokal-Fight gegen Werder Bremen schwer angeschlagen aus.  © 1:6 bei Bayer als Mahnung: "Darf nicht wieder passieren"

Drei Tage nach dem Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen (2:0) kündigte er angesichts des herausfordernden Spielplans wieder eine Rotation an.

Nachdem Mittelfeldspieler Sebastian Rode wegen einer leichten Magen-Darm-Verstimmung gegen Bremen pausieren musste, wurde er am Freitag im Training zurück erwartet und dürfte damit wieder ein Kandidat für die Startelf sein.

Auch Stefan Ilsanker, der im Pokalspiel einen Cut über dem linken Auge erlitt, dürfte wieder von Anfang an als "Sechser" dabei sein. "Ich erwarte, dass er mit einem Turban spielt", sagte Hütter und fügte scherzhaft hinzu: "Er sah mit seiner Wunde am Auge etwas wild aus. Davon hat er noch länger etwas. Männer mit Narben im Gesicht sollen ja interessant sein."

Die am Freitag vom DFB-Sportgericht gegen Flügelspieler Filip Kostic verhängte Sperre von vier Pokalspielen trifft die Eintracht schwer, wirkt sich aber nicht auf die Bundesliga aus. Der Serbe hatte den Bremer Ömer Toprak grob gefoult und dafür die Rote Karte bekommen.

Eine Rückkehr von Bas Dost ist dagegen in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. "Es ist momentan schwer abzusehen, wann Bas wieder einsteigt", sagte Hütter. "Mein Wunsch wäre, dass er nach der Länderspiel-Pause wieder dabei sein könnte." Der niederländische Stürmer laboriert an Adduktoren-Problemen.

Titelfoto: DPA / Friso Gentsch

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