Dank Hinteregger und Silva: Eintracht Frankfurt dreht Spiel gegen Hertha BSC!

Frankfurt am Main - Es war ein hartes Stück Arbeit: Im Deutsche Bank Park rang Eintracht Frankfurt am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga Hertha BSC mit 3:1 (0:0) nieder.

Harter Zweikampf im Schneeregen: Herthas Krzysztof Piatek (M.) gegen den Frankfurter Evan N'Dicka.
Harter Zweikampf im Schneeregen: Herthas Krzysztof Piatek (M.) gegen den Frankfurter Evan N'Dicka.  © dpa/Thomas Frey

Krzystof Piatek brachte die Berliner mit 1:0 in Führung, SGE-Stürmer André Silva sorgte für den 1:1-Ausgleich (67.), ehe Martin Hinteregger zum 2:1 (85.) und erneut Silva per Elfmeter (90.+5) für den 3:1-Endstand sorgten.

Adi Hütter musste Erik Durm (Knieprobleme) kurzfristig ersetzen. Für ihn lief Aymen Barkok auf. Ansonsten vertraute der Coach der Hessen der Elf, die auch beim 5:1 bei Arminia Bielefeld begann. Luka Jovic saß also zunächst wieder nur auf der Bank.

Dagegen setzteHertha BSC nach der Rückkehr von Pál Dárdai auf die Trainerbank auf die große Rotation: Für den angeschlagenen Jhon Cordoba sowie Alexander Schwolow, Omar Alderete, Vladimir Darida, Peter Pekarik und Maximilian Mittelstädt (alle Bank) begannen Rune Jarstein, Jordan Torunarigha, Lukas Klünter, Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek und Dodi Lukebakio.

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Und die Gäste begannen durchaus selbstbewusst, pressten hoch und spielten sich schnell zwei Ecken heraus. Dennoch hatte der Tabellensechste vom Main mehr von der Partie und kombinierte gefällig.

Strafraumszenen blieben aber zunächst Mangelware. So musste Hertha-Keeper Jarstein zum ersten Mal nach 20 Minuten eingreifen, als Amin Younes den durchgelaufenen Evan N'Dicka klug anspielte. Dessen Schuss fischte der 36-jährige Norweger aber gekonnt aus dem langen Eck.

Keine Veränderungen in der Startelf von Eintracht Frankfurt

So stellte Pál Dárdai die Anfangsformation von Hertha BSC um

Rune Jarstein hält das 0:0 von Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt fest

Die Berliner um Torhüter Rune Jarstein (l.) verteidigen kollektiv gegen Eintracht-Torjäger André Silva (2.v.l.).
Die Berliner um Torhüter Rune Jarstein (l.) verteidigen kollektiv gegen Eintracht-Torjäger André Silva (2.v.l.).  © dpa/Thomas Frey

Im Anschluss wurde die Überlegenheit der Hausherren deutlicher und Hertha verteidigte nun tiefer. In der 28. Minute stand erneut Jarstein im Mittelpunkt, als er mit einem Reflex das 1:0 durch Daichi Kamada verhinderte, der aus elf Metern abgezogen hatte.

Berlin hatte sich nun komplett in die eigene Hälfte zurückgezogen, stand aber gegen die technisch versierte Eintracht-Offensive zumeist sicher.

Bis in die 43. Minute: Gegen ausnahmsweise aufgerückte Herthaner fand ein Steilpass von Younes Andé Silva. Der Portugiese dribbelte Torunarigha aus und zielte flach ins lange Eck. Erneut parierte Jarstein - bester Berliner in Halbzeit eins - glänzend!

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Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild, auch wenn die Gäste nun ein wenig offensiver spielten. Hinten stand die Alte Dame weiter gut, weshalb die Angriffsbemühungen der Adlerträger zumeist am gegnerischen Strafraum endeten.

Erst in der 60. Minute wurde es gefährlich, als Younes Filip Kostic den Ball in den Lauf spielte, der Serbe aber knapp verzog.

Martin Hinteregger und André Silva schießen Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC zum Sieg

Martin Hinteregger (r.) drehte das Spiel für Eintracht Frankfurt.
Martin Hinteregger (r.) drehte das Spiel für Eintracht Frankfurt.  © dpa/Thomas Frey

Folglich griff Eintracht-Trainer zu einem probaten Mittel und brachte Jovic für Barkok (61.).

Das erste Tor erzielten aber die Berliner. Cunha spielte gegen unsortierte Hessen Piatek an der Strafraumgrenze an, der platziert links unten unten einnetzte (66.).

Praktisch im Gegenzug fiel der Ausgleich, als Silva eine perfekte Kostic-Flanke mit dem Kopf im Tor versenkte (67.).

Das Spiel verlief nun ausgeglichner, weil sich die Gäste offenbar vorstellen konnten, mehr als nur diesen einen Punkt aus Frankfurt mitzunehmen.

Beinahe wäre dann tatsächlich der Führungstreffer für die Hertha gefallen, als eine Flanke des einwechselten Mittelstädt sich bedrohlich auf das Eintracht-Tor senkte und Kevin Trapp seine ganze Klasse aufbieten musste (79.).

In dieser starken Phase der Gäste schlugen dann die Frankfurter eiskalt zu, als Abwehrchef Hinteregger eine Flanke von N'Dicka wichtig mit dem Kopf verwandelte: 2:1 - Spiel gedreht (85.)!

In der Nachspielzeit sorgte Silva per Elfmeter dann für den 3:1-Endstand (90.+5). Cunha hatte ihn nach einem Konter über Kostic im Strafraum bei seiner Grätsche zu Fall gebracht: eine eindeutige Entscheidung, die Silva zu seinem 16. Saisontreffer nutzte.

Hertha BSC muss bereits am kommenden Freitag (20.30 Uhr) zu Hause gegen den FC Bayern München ran. Eintracht Frankfurt erwartet am Sonntag das Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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