Nach Blitzstart und Chancen-Spektakel: Eintracht Frankfurt schlägt Marseille!

Frankfurt am Main - Das Achtelfinale ist in Sicht: Am vorletzten Spieltag der Gruppenphase in der Champions League schlug Eintracht Frankfurt Olympique Marseille in einem teilweise spektakulären Duell mit 2:1 (2:1).

Daichi Kamada (l.) setzt sich gegen Samuel Gigot durch und erzielt bereits in der 3. Minute das 1:0 für Eintracht Frankfurt.
Daichi Kamada (l.) setzt sich gegen Samuel Gigot durch und erzielt bereits in der 3. Minute das 1:0 für Eintracht Frankfurt.  © dpa/Sebastian Gollnow

Daichi Kamada erzielte das frühe 1:0 für die Hessen (3. Minute). Mattéo Guendouzi sorgte für den 1:1-Ausgleich (22.), ehe Randal Kolo Muani die Hausherren wieder mit 2:1 in Führung brachte (27.).

Nach dem starken Auftritt und einem 3:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach sah Eintrachts Trainer Oliver Glasner keinen Grund, seine Startelf zu verändern. Nur der gelb-rot-gesperrte Tuta musste ersetzt werden. Für ihn lief Hrvoje Smolcic auf.

Auch bei den Gästen gab es im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen RC Lens eine Änderung: Für den Ex-Schalker Sead Kolasinac kam Samuel Gigot zum Einsatz.

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Eintracht Frankfurt Auch ohne Götze, Kamada und Co: Eintrachts zweiter Anzug überzeugt gegen Sandhausen

Die Heimelf legte einen Blitzstart hin und ging direkt mit der ersten Chance in Führung. Evan N'dicka lief nach einem Doppelpass mit Christopher Lenz links bis zum Strafraum durch. Seine Hereingabe ließ Jesper Lindström schlau für Kamada durch. Der japanische Nationalangreifer wurde nicht richtig attackiert, lief noch ein paar Schritte und netzte trocken ins rechte untere Eck zum 1:0 ein (3.).

Im Anschluss zogen sich die Adlerträger etwas zurück und die Südfranzosen wurden offensiver. In der 11. Minute kam Jonathan Clauss vom rechten Strafraumrand freistehend zum Schuss, verzog aber. Auf der anderen Seite setzte Mario Götze mit einer Flanke Lindström in Szene, der seinen Kopfball aus fünf Metern knapp aber neben den rechten Pfosten platzierte (13.).

Bei Eintracht Frankfurt lief Hrvoje Smolcic für den gesperrten Tuta auf

Olympique Marseille mit einer Startelf-Änderung

Ausgleich für Olympique Marseille, dann schlägt Randal Kolo Muani für Eintracht Frankfurt zu

Olympiques Mattéo Guendouzi (M.) feiert mit den Kollegen seinen Treffer zum 1:1.
Olympiques Mattéo Guendouzi (M.) feiert mit den Kollegen seinen Treffer zum 1:1.  © dpa/Sebastian Gollnow

Dann prallte ein verunglückter Rückpass von Leonardo Balerdi gegen die Fersen des attackierenden Lindströms. Der Ball fiel Lenz vor die Füße, doch der scheiterte aus kurzer Distanz am herausgeeilten Pau Lopez (19.).

Die Gäste machten es besser: Chancel Mbemba wurde auf der rechten Seite nicht angegriffen und flankte in den Strafraum, wo Guendouzi das Leder aus fünf Metern zum 1:1 unter die Latte drosch (22.).

Die Antwort der Hessen ließ nicht lange auf sich warten. Ein Pass von Götze auf Kolo Muani wurde im Sechzehner von Marseille geblockt, gelangte aber dennoch zum Frankfurter Stürmer. Der spielte einen Doppelpass mit Götze und versenkte die Kugel rechts unten in den Maschen: 2:1 (27.)!

Eintracht Frankfurt und Oliver Glasner: Geht die Erfolgsgeschichte weiter?
Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt und Oliver Glasner: Geht die Erfolgsgeschichte weiter?

Kurz darauf konnte Smolcic gerade noch mit langem Bein vor dem einschussbereiten Alexis Sanchez klären (29.). Dieses Spiel war ein Spektakel, denn auch in der Folge ging es beständig hin und her - mit guten Chancen auf beiden Seiten.

Die größte Gelegenheit hatte der französische Spitzenklub, aber Amine Harit scheiterte aus 15 Metern am glänzend parierenden Kevin Trapp (45.). So blieb es bis zum Pausenpfiff beim 2:1.

Randal Kolo Muani (l.) brachte die Eintracht nach feinem Doppelpass mit Mario Götze (r.) wieder in Führung.
Randal Kolo Muani (l.) brachte die Eintracht nach feinem Doppelpass mit Mario Götze (r.) wieder in Führung.  © dpa/Sebastian Gollnow

Eintracht Frankfurt rettet den knappen Vorsprung über die Zeit

Frankfurts Hrvoje Smolcic (r.) verteidigt gegen Marseilles Alexis Sanchez: In der zweiten Halbzeit war die Defensive der Eintracht gefordert.
Frankfurts Hrvoje Smolcic (r.) verteidigt gegen Marseilles Alexis Sanchez: In der zweiten Halbzeit war die Defensive der Eintracht gefordert.  © dpa/Sebastian Gollnow

Für die zweiten 45 Minuten hatten sich die Gäste offenbar einiges vorgenommen, standen sehr hoch und setzten Frankfurt früh unter Druck. Dadurch öffneten sich für die Hessen und ihr schnelles Umschaltspiel immer wieder Räume.

Die besseren Möglichkeiten hatten aber die Franzosen. Zunächst lupfte Alexis Sanchez das Leder aus 16 Metern über Trapp, aber auch das Tor (57.). Nur zwei Minuten bewahrte der deutsche Nationalkeeper die knappe SGE-Führung mit einer Glanztat, als erneut Alexis Sanchez die Kugel bei einem Freistoß vom linken Rand des Sechzehners ins lange Eck schlenzen wollte (59.).

In dieser Phase fiel es den Adlerträgern zunehmend schwer, für Entlastung zu sorgen. Erst nach 70 Minuten bekamen die Gastgeber die Partie wieder etwas besser in den Griff und hielten den Gegner weitgehend vom eigenen Strafraum fern.

So blieb es beim nicht unverdienten Sieg der Frankfurter, die als Tabellendritter der Gruppe D das Erreichen des Königsklassen-Achtelfinales in der eigenen Hand haben.

Die SGE empfängt am kommenden Samstag zum Bundesliga-Topspiel Borussia Dortmund (18.30 Uhr), Olympique muss ebenfalls am Samstagabend ran und reist zu Racing Straßburg (21 Uhr).

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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