Eintracht Frankfurt besiegt TSG Hoffenheim nach Torfestival

Frankfurt am Main - Die Adlerträger in Höchstform: Am 14. Spieltag der 1. Bundesliga besiegte Eintracht Frankfurt in einem klasse Spiel die TSG 1899 Hoffenheim mit 4:2 (3:1).

Nach nur sechs Minuten musste TSG-Torhüter Oliver Baumann zum ersten Mal hinter sich greifen. Djibril Sow hatte zum 1:0 getroffen.
Nach nur sechs Minuten musste TSG-Torhüter Oliver Baumann zum ersten Mal hinter sich greifen. Djibril Sow hatte zum 1:0 getroffen.  © Arne Dedert/dpa

Die Hessen hatten im Deutsche Bank Park einen Blitzstart erwischt und lagen schnell nach Toren von Djibril Sow (6. Minute) und Randal Kolo Muani (8.) mit 2:0 in Führung. Junior Dina Ebimbe erhöhte auf 3:0 (29.), ehe Christoph Baumgartner das 3:1 gelang (37.). Ozan Kabak sorgte kurz nach Wiederanpfiff für den 3:2-Anschlusstreffer (46.), dann traf Jesper Lindström zum 4:2-Endstand für Frankfurt (56.).

Oliver Glasner nahm bei der SGE nach dem 2:1-Sieg beim FC Augsburg zwei Wechsel in der Startelf vor. Siegtorschütze Ansgar Knauff ersetzte auf der rechten Außenbahn Luca Pellegrini und der wieder genesene Daichi Kamada rückte für Sebastian Rode ins Team, der angeschlagen nicht im Kader stand.

Im Vergleich zum 1:3 gegen RB Leipzig ließ TSG-Coach André Breitenreiter ordentlich rotieren: Für Grischa Prömel (Knöchelbruch), Kevin Akpoguma, Stanley Nsoki, Robert Skov sowie Jacob Bruun Larsen (alle Bank) begannen Kabak, Mohammed Damar, Eduardo Quaresma, Pavel Kaderabek und Andrej Kramaric.

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Gleich bei der ersten Chance der Hausherren klingelte es im Kasten von Oliver Baumann. Lindström luchste Quaresma an dessen eigenem Strafraum die Kugel ab und gab sie per Hacke weiter an Kamada. Der Japaner kam ins Stolpern, also nahm sich Sow das Leder und verwandelt vom Strafraumrand zum 1:0 (6.).

Bei Eintracht Frankfurt dürfte Augsburg-Joker Ansgar Knauff von Anfang an ran

Fünf Änderungen in der Startelf der TSG 1899 Hoffenheim beim Gastspiel bei Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt geht mit 3:0 in Führung, aber die TSG 1899 Hoffenheim kommt zurück

Randal Kolo Muani (r.) konnte schnell nachlegen und brachte Eintracht Frankfurt mit 2:0 in Führung (8.).
Randal Kolo Muani (r.) konnte schnell nachlegen und brachte Eintracht Frankfurt mit 2:0 in Führung (8.).  © Arne Dedert/dpa

Keine zwei Minuten später konnte Baumann einen 17-Meter-Schuss von Lindström nur nach vorne wegklatschen. Dort stand Kolo Muani und hatte keine Probleme, flach zum 2:0 einzunetzen (8.).

Jetzt hatten die Hessen Blut geleckt und spielten die Abwehr der Kraichgauer zeitweise schwindelig.

Nach etwa 20 Minuten nahmen die Adlerträger aber den Fuß vom Gas und zogen sich zurück. Allerdings wussten die Gäste mit ihrem Ballbesitz nur wenig anzufangen. Dafür hatte die SGE mehr Platz - und nutzte diesen prompt für ein mustergültiges Kontertor.

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Nach einem Pass von der eigenen Grundlinie und zwei Weitergaben mit der Hacke gelangte das Spielgerät zu Kamada und weiter nach links zu Kolo Muani. Der Franzose sah den mitgelaufenen Ebimbe, ein genauer Pass auf den Landsmann und der schloss frei aus sechs Metern ins kurze Eck zum 3:0 ab (29.). War das schon die Entscheidung?

Keineswegs, denn die TSG kam zurück!

Angelino schlug einen weiten Diagonalball von der Mittellinie in den Eintracht-Strafraum, wo Kabak auf Baumgartner querlegte. Der Österreicher verkürzte aus kurzer Distanz mit dem Kopf zum 1:3 (37.). So ging die rasante Partie auch in die Pause.

Stolz, den Adler zu tragen: Junior Dina Ebimbe freut sich über seinen Treffer zum 3:0.
Stolz, den Adler zu tragen: Junior Dina Ebimbe freut sich über seinen Treffer zum 3:0.  © DPA/Arne Dedert

Anschlusstreffer für TSG 1899 Hoffenheim, dann trifft Jesper Lindström zum 4:2 für Eintracht Frankfurt

Kurz nach dem Anschlusstreffer der TSG gelang Jesper Lindström das entscheidende 4:2 für Eintracht Frankfurt.
Kurz nach dem Anschlusstreffer der TSG gelang Jesper Lindström das entscheidende 4:2 für Eintracht Frankfurt.  © Arne Dedert/dpa

Direkt nach Wiederanpfiff gelang den Gästen auch noch der überraschende Anschlusstreffer. Kabak schnappte sich am Strafraum der Hessen einen geblockten Ball, wurde nicht angegriffen und setzte die Kugel flach und platziert direkt neben den langen Pfosten zum 2:3 in die Maschen (46.).

Doch die Eintracht schlug schnell zurück. Am eigenen Strafraum eroberte Sow den Ball, der über Götze zu Kolo Muani gelangte.

Unwiderstehlich setzte sich der Top-Scorer der Bundesliga gleich gegen drei Hoffenheimer durch und legte das Leder im Sechzehner auf Lindström zurück, der Akpoguma narrte und vom Elferpunkt zum 4:2 traf (56.).

Jetzt hatten die Adlerträger wieder klar Oberwasser und Kamada (58.), Ebimbe (67.) sowie wieder Lindström (71.) das 5:2 auf dem Fuß. Aber auch Hoffenheim gab sich nicht auf und erspielte sich Chancen - etwa in der 84. Minute, als Kevin Trapp einen Kopfball von Kramaric klären musste.

So blieb es beim verdienten Sieg für die SGE, die sich damit auf einen Champions-League-Platz schieben konnte.

Am letzten Spieltag vor der WM-Pause fährt die Frankfurter Eintracht am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) zum Rhein-Main-Duell beim 1. FSV Mainz 05, Hoffenheim empfängt bereits am Samstag (15.30 Uhr) den VfL Wolfsburg.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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