Irres 7-Tore-Spektakel! Eintracht Frankfurt besiegt VfL Wolfsburg

Frankfurt am Main - So muss ein Spitzenspiel sein! In einem hochspannenden Tor-Spektakel besiegte Eintracht Frankfurt den VfL Wolfsburg mit 4:3 (2:1).

Schneller Ausgleich: Die Spieler von Eintracht Frankfurt freuen sich mit Torschütze Daichi Kamada (r., verdeckt) über dessen 1:1-Ausgleichstreffer.
Schneller Ausgleich: Die Spieler von Eintracht Frankfurt freuen sich mit Torschütze Daichi Kamada (r., verdeckt) über dessen 1:1-Ausgleichstreffer.  © dpa/Thomas Frey

Ridle Baku brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (6.). Daichi Kamada in der 8. Minute mit dem 1:1 und Luka Jovic (27.) drehten die ungemein intensive Partie zum vorübergehenden 2:1. Wout Weghorst sorgte kurz nach der Pause für das 2:2 (45.), ehe André Silva (54.) und Erik Durm (61.) die Hausherren erneut in Führung brachten (54.). Tuta sorgte schließlich mit einem Eigentor für den 4:3-Endstand (85.).

Eintracht-Coach Adi Hütter begann gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund mit einer Änderung in der Startelf. Für den in der Woche etwas angeschlagenen Amin Younes (Bank) stand Kamada von Beginn an auf dem Platz. Bei den Wölfen gab es nach dem 1:0 gegen den 1. FC Köln keine Wechsel.

Die Partie begann spektakulär! Bereits in der sechsten Minute gingen die Gäste in Führung. Die Eintracht-Abwehr griff vor dem eigenen Strafraum nicht konsequent genug an. So konnte Weghorst den Ball unbedrängt auf Baku legen. Der setzte Sebastian Rode mit einer Körpertäuschung außer Gefecht und traf aus 17 Metern unhaltbar ins linke Eck zum 0:1.

Nur Sekunden benötigten die Hessen für die Antwort: Nach Flankenwechsel von Filip Kostic auf Erik Durm ließ Rode dessen Hereingabe vorbei auf den besser positionierten Kamada, der das Spielgerät mit einem strammen Flachschuss in den Maschen versenkte: 1:1 (8.)!

Daichi Kamada ersetzte bei Eintracht Frankfurt Amin Younes

Die Startelf des VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt

Der Freude von Eintracht Frankfurt folgte nach Sow-Aussetzer die Ernüchterung

Josip Brekalo (l.) bejubelt den Ausgleichstreffer von Wout Weghorst (nicht im Bild) kurz nach der Pause.
Josip Brekalo (l.) bejubelt den Ausgleichstreffer von Wout Weghorst (nicht im Bild) kurz nach der Pause.  © dpa/Thomas Frey

Die beiden frühen Treffer gaben dem Spiel so richtig Würze und beide Teams wollten nachlegen. Dabei machten die Wölfe zunächst den technisch versierteren Eindruck und brachten die Eintracht-Defensive wiederholt ins Schwimmen.

Aber auch die Hausherren fuhren weiter gefährliche Angriffe und gingen schließlich in Führung. Nach einem schnellen Ball gegen aufgerückte Gäste auf Silva, spurtete der Portugiese rechts unaufhaltsam bis zur Grundlinie durch und bediente Luka Jovic, der aus sechs Metern wuchtig ins kurze Eck zum 2:1 einnetzte (27.).

Nun legten die Niedersachsen einen weiteren Gang zu, während die Hausherren etwas tiefer standen und auf Konter lauerten. In der absolut hochklassigen Begegnung ging es weiter hin und her mit vielen Strafraumszenen, auch wenn bis zur Pause keine weiteren Treffer fallen sollten.

Der passierte allerdings direkt nach dem Seitenwechsel.

Djibril Sow passte vor dem eigenen Sechzehner ungenau auf den schlecht stehenden Stefan Ilsanker, Baku spritzte dazwischen und legte für Weghorst auf. Dessen noch leicht abgefälschter 15-Meter-Schuss schlug dann im linken Eck zum 2:2 ein (46.).

Eintracht Frankfurt mit Doppelschlag, aber der VfL Wolfsburg kommt zurück

Große Freude bei den Spielern von Eintracht Frankfurt nach dem 4:2 von Erik Durm (auf dem Boden liegend).
Große Freude bei den Spielern von Eintracht Frankfurt nach dem 4:2 von Erik Durm (auf dem Boden liegend).  © dpa/Thomas Frey

Nun drückten die Wölfe vehement auf die Führung, aber Frankfurt machte erneut den Treffer. Der starke Kamada stahl in einem grenzwertigen Zweikampf Josip Brekalo das Leder, sprintete in Richtung Gästetor und bediente mustergültig den rechts im Strafraum freistehenden Silva, der sich diese Chance nicht entgehen ließ: 3:2 (54.).

Und weiter ging die wilde Fahrt mit ungebremster Geschwindigkeit. Nach einem schnellen Gegenstoß legte Kostic für Silva auf, der aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Durm schnappte sich den Abpraller und versenkte das Leder am etwas unglücklich aussehenden Koen Casteels vorbei zum 4:2 im Kasten (61.).

War es das? Auf keinen Fall. Die Gäste gaben sich nicht auf und erzielten den Anschlusstreffer. Einen weiten Pass wollte Tuta vor dem durchgestarteten Maximilian Philipp klären und verlängerte den Ball unglücklich ins eigene Tor zum 4:3 (85.).

Jetzt verteidigten die Hessen mit allem, was sie hatten und retteten den knappen Vorsprung in einer turbulenten Schlussphase über die Ziellinie.

Damit ist Frankfurt nun bis auf einen Punkt an den VfL herangerückt und hat den Vorsprung von sieben Punkten auf die Konkurrenz aus Dortmund und Leverkusen zumindest gewahrt.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wartet auf Eintracht Frankfurt mit Borussia Mönchengladbach bereits der nächste dicke Brocken. Das trifft auch auf die Niedersachsen zu. Die Wölfe begrüßen zum selben Zeitpunkt den Rekordmeister FC Bayern München.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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