Droht Eintracht Frankfurt wegen diesem Frankreich-Kicker jetzt mächtig Ärger?

Frankfurt am Main/Nantes - Eintracht Frankfurt bastelt weiter am Kader für die neue Bundesliga-Saison. Im Fokus steht nach dem Abgang von Super-Knipser André Silva (25) zu Ligakonkurrent RB Leipzig vor allem ein wuchtiger Stoßstürmer. Doch das Werben um einen Kandidaten aus Frankreich könnte der SGE nun eine FIFA-Klage einbringen.

Randal Kolo Muani (22) hat beim FC Nantes noch ein bis Sommer 2022 gültiges Arbeitspapier. Nach einer Vertragsverlängerung sieht es derzeit nicht aus.
Randal Kolo Muani (22) hat beim FC Nantes noch ein bis Sommer 2022 gültiges Arbeitspapier. Nach einer Vertragsverlängerung sieht es derzeit nicht aus.  © imago/PanoramiC

Seit einiger Zeit sollen die Hessen an einer Verpflichtung von Randal Kolo Muani (22) interessiert sein. Derzeit ist der 1,87 Meter große Sturmtank beim Ligue-1-Klub FC Nantes unter Vertrag und nimmt für Frankreichs Nationalteam an den Olympischen Spielen in Tokyo teil.

Ein erstes Gebot in Höhe von rund fünf Millionen Euro für die Dienste des 1998 geborenen Franzosen habe die Eintracht auch bereits in Richtung der östlichen Bretagne entsendet. Doch dieses hatte der Tabellenelfte der abgelaufenen Spielzeit dankend aber bestimmend abgelehnt.

Eine Vertragsverlängerung mit Kolo Muani, der ein noch bis Sommer 2022 gültiges Arbeitspapier beim FCN besitzt, scheint jedoch ausgeschlossen, weshalb ein Transfererlös lediglich in den kommenden beiden Transferfenstern erzielt werden könnte, ehe der 22-Jährige gänzlich ablösefrei wechseln dürfte.

Rasantes Remis gegen 1. FC Köln: Eintracht Frankfurt setzt Sieglos-Serie fort
Eintracht Frankfurt Rasantes Remis gegen 1. FC Köln: Eintracht Frankfurt setzt Sieglos-Serie fort

Jetzt droht der Mannschaft vom Stadtwald aber eine Klage des Weltverbandes FIFA, die vom FC Nantes angestoßen wurde. Grund hierfür seien angebliche direkte Verhandlungsgespräche, die die Hessen mit Kolo Muani geführt haben sollen.

Dies sei laut den Regularien aber frühestens im Winter-Transferfenster, beziehungsweise ab dem 1. Januar 2022 oder mit voriger Erlaubnis des arbeitgebenden Klubs offiziell erlaubt.

Die SGE beteuert ihre Unschuld, bereitet sich aber auf Anklage vor

All dies sei in diesem Fall aber laut eines Berichts der französischen "L’Équipe" nicht der Fall gewesen, weshalb sich der FC Nantes angeblich nun zu diesem radikalen Schritt genötigt gefühlt haben soll. An Kolo Muanis Entscheidung, seinen derzeitigen Verein zu verlassen, scheint sich trotz alledem nichts zu ändern.

Die Eintracht beteuerte hingegen, dass man sowohl den Verein im Vorfeld kontaktiert habe und keine direkten Gespräche mit dem Stürmer geführt habe. Dennoch bereite man sich in der Mainmetropole auf das Äußerste vor.

Kompliziert mache die Angelegenheit jedoch die Tatsache, dass sich die Vorfälle in der Zeit vor Amtsantritt von Neu-Sportvorstand Markus Krösche (40) abgespielt haben sollen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Ob man nach dieser Posse überhaupt noch weiter Interesse an Kolo Muani haben wird oder wann und wie ein möglicher Wechsel doch noch stattfinden wird, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: imago/PanoramiC

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt: