Eintracht empfängt Mainz 05: So heiß war das Rhein-Main-Duell noch nie!

Frankfurt am Main - Inmitten eines packenden Endspurts um die Champions-League-Plätze und gegen den Abstieg fiebern Fans und Spieler von Eintracht Frankfurt und des 1. FSV Mainz 05 dem Rhein-Main-Duell entgegen.

Wer hat am Sonntag das glücklichere Händchen: Eintracht-Coach Adi Hütter (51, l.) oder der Mainzer Trainer Bo Svensson (41)?
Wer hat am Sonntag das glücklichere Händchen: Eintracht-Coach Adi Hütter (51, l.) oder der Mainzer Trainer Bo Svensson (41)?  © Bild-Montage: dpa/Marius Becker, dpa/dpa-Pool/Tom Weller

Am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga können die Gäste sogar auf den vorzeitigen Klassenverbleib hoffen.

Das Team von Adi Hütter (51) steht aber genauso unter Strom - der Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund ist auf einen Punkt geschrumpft. Der Trainer erwartet am Sonntag (15.30 Uhr) eine Partie mit Klasse.

"Wir sind Vierter, wir wollen unbedingt in die Champions League. Wir wollen versuchen, den Lauf von Mainz 05 zu brechen", sagte Hütter in der Online-Pressekonferenz am Freitag.

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Er sei sehr zuversichtlich, dass die Eintracht "das ganz große Ziel" erreiche, so der Österreicher: "Es geht darum, dass wir versuchen, diese drei Spiele zu gewinnen. Dann können wir auch nicht eingeholt werden."

Der 51-Jährige steht zum 100. Mal in einem Liga-Spiel der Eintracht an der Seitenlinie - und zum drittletzten Mal, bevor er den Klub Richtung Borussia Mönchengladbach verlässt.

Seit Hütters angekündigten Abschied hat die Eintracht zwei von drei Spiele verloren, dabei hatte sie mal sieben Punkte Vorsprung auf Dortmund. "Ich möchte das bis zum Schluss wunderbar über die Bühne bringen", betonte der unter Druck geratene Chefcoach.

Ex-Eintracht-Coach Felix Magath: "BVB wird Frankfurt noch überholen"

Der ehemalige Eintracht-Trainer Felix Magath (67) glaubt nicht, dass Frankfurt es in die Champions League schafft.
Der ehemalige Eintracht-Trainer Felix Magath (67) glaubt nicht, dass Frankfurt es in die Champions League schafft.  © dpa/Kay Nietfeld

Ein früherer Eintracht-Trainer sieht die Chancen der Frankfurter auf eine erstmalige Teilnahme an der Königsklasse sehr skeptisch.

"Ich glaube, dass der BVB die Eintracht überholen wird", schreibt Felix Magath (67) in einer 'Kicker'-Kolumne, "der anstehende Abschied des Trainers Adi Hütter sowie des Sportvorstands Fredi Bobic verursacht dort zu viel Unruhe." Die Frankfurter Mannschaft sei für diese Stresssituation "nicht stabil genug".

Hütter vertraut jedoch seiner erfahrenen Mannschaft - und vor allem seinen Stürmern Luka Jovic ("Wir wünschen alle, dass Luka die letzten drei Spiele noch einmal explodiert") und André Silva.

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Der Portugiese (25 Treffer) steht vor der Einstellung des Vereinsrekordes: 1976/77 traf Bernd Hölzenbein 26 Mal. Zudem hat Frankfurt als einziges Team neben dem FC Bayern eine makellose Heimbilanz in dieser Spielzeit. Die letzte Niederlage setzte es im Juni 2020 - gegen Mainz (0:2).

Die Nullfünfer hatten schon einmal den Sprung der Hessen in die Champions League mit verhindert: 2018/19 war Frankfurt auch bis kurz vor Saisonende gut im Rennen, verlor dann aber die letzten drei Spiele, unter anderem zu Hause gegen Mainz.

Bo Svensson: "Wir gehen mit diesem Spiel um, wie mit jedem anderen davor"

Seitdem Bo Svensson (41) in Mainz das Zepter schwingt, läuft es bei den Rheinhessen wieder.
Seitdem Bo Svensson (41) in Mainz das Zepter schwingt, läuft es bei den Rheinhessen wieder.  © dpa/Carmen Jaspersen

Die Gäste wollen vor dem Derby keinen Gedanken an den möglichen vorzeitigen Klassenerhalt verschwenden. "Wir gehen mit diesem Spiel um, wie mit jedem anderen davor", sagte Trainer Bo Svensson (41), dessen Team seit acht Spielen ungeschlagen.

In der Hinrunde hatte der FSV nur sieben Punkte geholt, mit dieser Ausbeute hat sich noch nie eine Mannschaft am Ende gerettet.

"Wir brauchen eine komplette Leistung, um in Frankfurt zu bestehen. Selbst wenn wir ein Topspiel machen, steht auf der anderen Seite eine Mannschaft, für die es um viel geht und die sehr viel Qualität hat", sagte Svensson weiter.

Die Mainzer spielen auch das Zünglein an der Waage beim Kampf um die Champions League-Plätze, denn es geht noch gegen Dortmund und nach Wolfsburg.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Marius Becker, dpa/dpa-Pool/Tom Weller

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