Ernüchterung bei Eintracht Frankfurt: "sehr, sehr ärgerliche Niederlage"

Frankfurt am Main - Irgendwie kann Eintracht Frankfurt gegen den Nachbarn aus Mainz in der Bundesliga nicht mehr gewinnen. Auch am Samstag setzte es nach sehr durchwachsener Leistung gegen die Rheinhessen ein nicht unverdientes 0:2 (0:1).

Eintracht-Coach Adi Hütter wollte bei der Niederlage gegen Mainz gar nicht mehr hinsehen.
Eintracht-Coach Adi Hütter wollte bei der Niederlage gegen Mainz gar nicht mehr hinsehen.  © dpa/Getty/Pool/Alexander Hassenstein

"Das ist eine sehr, sehr ärgerliche Niederlage. Wir haben es nicht geschafft, dem Gegner weh zu tun. Wir sind enttäuscht, auch von der Leistung. Wir haben es nicht geschafft, taktisch diszipliniert zu spielen", kritisierte Eintracht-Coach Adi Hütter nach der Partie.

"Wir wollten gewinnen, um vielleicht noch einmal nach oben zu schauen. Deshalb tut die Niederlage weh", so der Österreicher. Denn mit einem Sieg wäre die SGE durchaus wieder in Schlagweite zu den Europa-League-Plätzen gewesen.

"Wir haben nicht so agiert, wie wir es schon oft gezeigt haben", so Hütter weiter. "Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, die Frische hat auch gefehlt."

Die fehlende Frische nach dem Nachholspiel der Eintracht am Mittwoch gegen Werder Bremen (3:0) machte auch Mittelfeld-Motor Sebastian Rode als einen Grund für die Niederlage aus.

"Man muss natürlich auch sagen, dass wir am Mittwoch auch wieder ein schweres Spiel hatten in Bremen, die Mainzer haben sich die Woche extra ausruhen können auf das Spiel heute", sagte der 29-Jährige.

"Zu wenig Durchschlagskraft", kritisiert Sebastian Rode

Dr. Felix Brych zeigt Sebastian Rode die gelbe Karte: Der Defensiv-Allrounder zeigte zumindest viel Einsatz.
Dr. Felix Brych zeigt Sebastian Rode die gelbe Karte: Der Defensiv-Allrounder zeigte zumindest viel Einsatz.  © dpa/Getty/Pool/Alexander Hassenstein

"Wir haben ordentlich angefangen, wollten es von hinten raus spielerisch lösen, aber dann haben es wir es vorne nicht geschafft in die entscheidenden Räume reinzukommen. Wir haben nach vorne hin sehr wenig Durchschlagskraft gehabt", analysierte Rode treffend.

Denn trotz 66 Prozent Ballbesitz gelangten die Frankfurter kaum gefährlich vor das Tor der Rheinhessen. 

Und dass, obwohl Adi Hütter mit Bas Dost neben André Silva einen zweiten Stürmer in der Startelf gebracht hatte.

Allerdings hingen beide Spitzen über weite Strecken des Spiels in der Luft, vor allem weil über die Außen so gut wie nichts Verwertbares kam.

Auch Mijat Gacinovic, der Dost nach dem 0:1 zur Pause durch einen Treffer des Mainzers Moussa Niakhaté (43. Minute) in der zweiten Halbzeit ersetzte, konnte dem Spiel aus dem kreativen Mittelfeld heraus keine neuen Impulse verleihen.

Und beim 0:2 patzte dann auch noch die zuletzt so sattelfeste Abwehr. Nach einem langen Abschlag der Mainzer ließ sich Makoto Hasebe allzu leicht von Karim Onisiwo am eigenen Strafraum wegdrücken.

Gegen den abgeprallten Ball ging dann Stefan Ilsanker, gegen Werder Bremen noch Doppel-Torschütze, zu schnell in die Grätsche, sodass der gedankenschnelle Joker Pierre Kunde den Ball mitnehmen, frei auf Kevin Trapp zulaufen und zum 0:2-Endstand verwandeln konnte (77.).

Jetzt wartet der FC Bayern München auf Eintracht Frankfurt

Dumm gelaufen, aber Hadern nutzt ja nichts. Denn am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) wartet im Halbfinale des DFB-Pokals mit dem FC Bayern München der zurzeit denkbar schwerste Gegner auf die Eintracht. Und darauf gilt es sich jetzt zu konzentrieren.

Das findet auch Sebastian Rode. "Den Kopf nicht hängen lassen, wir hatten eine gute Woche, jetzt geht es gegen München weiter", machte er sich, dem Team und den Fans Mut.

Titelfoto: dpa/Getty/Pool/Alexander Hassenstein

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