Europa League ade: Das Wunder von Basel bleibt für Eintracht Frankfurt aus

Frankfurt am Main/Basel - Ausgeträumt! Im Achtelfinale der Europa League ist Eintracht Frankfurt beim FC Basel 1893 mit einer 0:1-Niederlage (Hinspiel: 0:3) ausgeschieden. Das Siegtor für die Schweizer erzielte Fabian Frei in der 88. Minute.

Frankfurts Sebastian Rode und der Baseler Eray Cömert käpfen um den Ball.
Frankfurts Sebastian Rode und der Baseler Eray Cömert käpfen um den Ball.  © dpa/Uwe Anspach

Eintracht-Coach Adi Hütter begann mit einer Dreierkette aus Evan N'Dicka, Martin Hinteregger und David Abraham. Vorne sollte die Doppelspitze aus Bas Dost und André Silva sowie der dahinter agierende Daichi Kamada für die Tore sorgen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

Die Eintracht übernahm von Beginn an die Initiative, allerdings fiel den Hessen gegen tief stehende Baseler zunächst nicht viel ein. Die erste Chance hatten die Hausherren, als Omar Alderete einen Eckball von rechts knapp am Kasten von SGE-Schlussmann Kevin Trapp vorbeiköpfte (7.).

Dann fälschte N'Dicka einen Schuss von Silvan Widmer im Sechzehner unglücklich ab, sodass der Ball über Trapp hinwegflog, sich aber nicht ins, sondern auf das Tor der Gäste senkte (16.).

Schließlich die erste Großchance für die SGE, als Hinteregger seinen wuchtigen Kopfball nach einem Kostic-Freistoß knapp am Winkel vorbei setzte (19.).

Die Baseler wurden frecher und der Eintracht merkte man nach der Sommerpause die fehlende Spielpraxis an.

Die Startelf von Eintracht Frankfurt gegen den FC Basel

Eintracht Frankfurt hat mehr vom Spiel, der FC Basel die besseren Chancen

Daichi Kamda von Eintracht Frankfurt wird von Basels Taulant Xhaka attackiert.
Daichi Kamda von Eintracht Frankfurt wird von Basels Taulant Xhaka attackiert.  © dpa/Uwe Anspach

Und genau aus diesem Grund hatte der FC Basel auch die nächste gute Gelegenheit: Eine Hereingabe von links im Frankfurter Strafraum ließ Arthur Cabral für Widmer durch, doch der scheiterte an Trapp, der gerade noch mit dem Fuß parieren konnte (27.). Auf der Gegenseite setzte Kostic einen Schuss aus 15 Metern am Tor vorbei (32.).

Kurz vor der Pause dann doch fast noch das 1:0 für die Hessen, aber Dosts Kopfball nach Ecke von rechts ging knapp über das Tor der Schweizer (45.).

Dementsprechend endete die erste Halbzeit torlos, in der die Eintracht zwar wesentlich mehr Ballbesitz, Basel aber die gefälligeren Spielzüge und die besseren Chancen hatte. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte ersetzte Goncalo Paciencia den schwachen Silva, für N'Dicka kam Makoto Hasebe, der mehr für den Spielaufbau tun sollte. Zunächst bot sich aber das gleiche Bild wie in den ersten 45 Minuten. 

Die Frankfurter setzten sich in der Hälfte der Schweizer fest, die ihrerseits ihr Glück im Kontern versuchten. 

So auch in der 49. Minute, als Widmer erneut am starken Trapp scheiterte. 

Eintracht Frankfurt: Kurze Drang-Phase der SGE bringt nichts ein

Der starke Dominik Kohr (r.) im Zweikampf mit Samuele Compo.
Der starke Dominik Kohr (r.) im Zweikampf mit Samuele Compo.  © dpa/Uwe Anspach

Kurz darauf konnte sich Kostic endlich einmal auf der linken Seite durchsetzen. Seine scharfe Hereingabe verfehlte zwar Kamada, dafür stand der ebenfalls mitgelaufene Paciencia nun frei, trat aber überrascht am Ball vorbei (52.). 

Dann traf da Costa volley nur das Außennetz (54.), ehe Hinteregger nach feinem Doppelpass mit Kamada knapp verzog (60.).

Ging nun doch noch etwas für die Eintracht? 

Dafür musste allerdings endlich das erste Tor her - und den Gästen lief die Zeit davon.

Aber die Hausherren, die in der Schweizer Liga die beste Abwehr der gerade abgelaufenen Saison stellten, verteidigten clever und unaufgeregt und machten nach der kurzen Drang-Phase der SGE wieder hinten dicht.

Den Frankfurtern merkte man in der Schlussphase die schwindende Hoffnung an und so war es dann auch wenig überraschend, dass Basel schließlich sogar noch den Siegtreffer erzielte.

Frei lief nach schöner Kombination durch die orientierungslose Innenverteidigung der Frankfurter und schob an Trapp - heute bester Spieler der SGE - vorbei zum letztlich nicht unverdienten 1:0 (88.) ein.

Basel trifft nun am 11. August in Gelsenkirchen (21 Uhr) im Viertelfinale auf Wolfsburg-Bezwinger Schachtar Donezk, für die Eintracht ist die Europa-Tour vorbei.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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