Eintracht-Trainer nach Geisterspiel-Pleite gegen FC Basel: "Das Ergebnis ist erschreckend"

Frankfurt am Main - Vor leeren Rängen empfing Bundesligist Eintracht Frankfurt am Donnerstag im Europa-League-Achtelfinale den FC Basel. Die Frankfurter Adler gingen unter und mussten eine 0:3-Niederlage einstecken (TAG24 berichtete). Entsprechend niedergeschlagen waren Trainer Adi Hütter (50) und seine Spieler nach der Partie.

Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter (rechts) geht nach der 0:3-Niederlage vom Platz.
Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter (rechts) geht nach der 0:3-Niederlage vom Platz.  © Arne Dedert/dpa

"Das Ergebnis ist erschreckend, damit hätte ich nie gerechnet", sagte der Frankfurter Trainer rückblickend über das Geisterspiel, das wegen der Coronavirus-Epidemie angeordnet worden war.

Das Fehlen der Fußballfans in der Frankfurter Commerzbank-Arena hatte Trainer und Spieler von Eintracht Frankfurt offensichtlich aufs Gemüt geschlagen.

"Wir dürfen keine Ausreden suchen. Wir haben auch in der Höhe verdient verloren. Beim Geisterspiel in Marseille haben wir es richtig gut gemacht, heute nicht. Zuhause zeigen wir normal ein anderes Gesicht. Die Fans sind immer unser zwölfter Mann und haben uns natürlich sehr gefehlt", lautete das Resümee des 50-jährigen Fußballlehrers.

Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode (29) ist ebenfalls unzufrieden: "Wir haben uns viel mehr vorgenommen. Jetzt sind wir total enttäuscht." Der 29-Jährige kam zudem ebenfalls auf das Geisterspiel zu sprechen. Die Eintracht-Fans seien sonst immer "ein großer Pluspunkt", bedauerte er das Fehlen der Zuschauer bei der Partie gegen den FC Basel.

Eintracht-Pleite: 0:3 für Frankfurt eine Hypothek für das Rückspiel

Das Foto zeigt den Frankfurter Torwart Kevin Trapp nach dem Ende des Spiels.
Das Foto zeigt den Frankfurter Torwart Kevin Trapp nach dem Ende des Spiels.  © Uwe Anspach/dpa

In Hinsicht auf die kommenden Spiele bemerkte er: "Wir hoffen, dass in die gesamte Situation jetzt endlich Gewissheit rein kommt, wie es weiter gehen soll. Denn wir brauchen Planungssicherheit, um uns auch wieder richtig auf ein Spiel vorbereiten zu können."

Für den Frankfurter Torwart Kevin Trapp (29) war die 0:3-Niederlage natürlich auch "total enttäuschend". 

Im Hinblick auf das nächste Spiel von Eintracht Frankfurt am kommende Sonntag (15.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach mahnte der Keeper: "Am Sonntag ist es sehr wichtig, dass wir alles dafür geben, gegen eine Topmannschaft zu gewinnen."

Auch der Frankfurter Djibril Sow (23) richtete den Blick in die Zukunft: "Uns hat heute einiges gefehlt, auch die Zuschauer. Das hat man gespürt. Das, was man über das Coronavirus liest, lässt sich nicht so leicht abschütteln. Aber das darf keine Ausrede sein. Für Sonntag müssen wir unseren Wettkampfmodus wiederfinden."

Für das Europa-League-Rückspiel gegen Basel, das am 19. März (21 Uhr) ebenfalls in Frankfurt stattfinden wird (TAG24 berichtete), haben die Eintracht-Spieler nun eine große Hypothek zu schultern. "Es wird unheimlich schwer im Rückspiel", sagte dazu Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner (59).

Der 59-Jährige hofft zudem, dass die Geistesspiel-Erfahrung vom Donnerstagabend den Frankfurter Spielern hilft, am Sonntag in der Bundesliga damit besser zurecht zu kommen.

"Für unser Spiel am Sonntag hat uns das heute geholfen, um die richtige Einstellung zu finden und mit dieser seltsamen Atmosphäre klar zu kommen", sagte Hübner am Donnerstagabend.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0