Trotz Pokal-Aus: Eintracht mit Zuversicht und Kostic nach Berlin

Frankfurt am Main - Die Enttäuschung nach dem Pokal-Aus bei Bayern München war groß. Entmutigt ist man bei Eintracht Frankfurt aber nicht.

Gegen Hertha BSC kann Eintracht Frankfurt wieder auf den im DFB-Pokal-Halbfinale gesperrten Filip Kostic setzen (Archivbild).
Gegen Hertha BSC kann Eintracht Frankfurt wieder auf den im DFB-Pokal-Halbfinale gesperrten Filip Kostic setzen (Archivbild).  © dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

Im 500. Spiel von Adi Hütter in seiner Trainerlaufbahn können die Hessen mit einem Erfolg bei Hertha BSC die theoretische Hoffnung auf einen Europacup-Platz wahren und die Abstiegssorgen stark minimieren.

"Die Lage in der Liga ist noch nicht safe", meinte der 50-jährige Österreicher vor der Fußball-Bundesligapartie an diesem Samstag (15.30 Uhr). "Deshalb müssen wir natürlich noch punkten. Wir wollen in den verbleibenden Spielen dementsprechend noch mal alles geben - das steht außer Frage."

Die Hessen sind als Tabellen-Elfter sieben Punkte vom Relegationsplatz entfernt und acht vom Europa-League-Qualifikationsrang sieben.

"Das wird ein hartes Stück Arbeit. Hertha wird uns körperlich zusetzen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen", warnte Hütter. Nach der 1:2-Niederlage im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayern München am Mittwoch blieb nur wenig Zeit zur Erholung.

Dennoch geht er zuversichtlich in das 64. Liga-Duell mit den Berlinern. "Wir waren nach dem Spiel in München natürlich enttäuscht, weil wir ausgeschieden sind", meinte er. "Aber wir haben noch vier sehr wichtige Ligaspiele vor uns. Die Jungs sind weiterhin gewillt, alles zu geben."

Eintracht-Coach Adi Hütter kann personell aus dem Vollen schöpfen

Was die personelle Situation von Eintracht Frankfurt angeht, darüber muss sich Trainer Adi Hütter gerade keine Sorgen (Archivbild).
Was die personelle Situation von Eintracht Frankfurt angeht, darüber muss sich Trainer Adi Hütter gerade keine Sorgen (Archivbild).  © dpa/Getty Images Europe/Stuart Franklin

Die Erfolgsbilanz der Hessen gegen Hertha, die unter dem neuen Coach Bruno Labbadia in fünf Spielen zehn Punkte holte, ist in den vergangenen Jahren alles andere als glänzend.

Nur eine der vergangenen elf Ligapartien (sechs Remis, vier Niederlagen) gewann die Eintracht - im Dezember 2017 auswärts mit 2:1. Außerdem gelang den Frankfurtern in vier der fünf jüngsten Partien kein Treffer.

Optimistisch stimmt, dass Flügelflitzer Filip Kostic nach seiner Rot-Sperre wieder in die Startelf zurückkehren wird und abgesehen vom Langzeitverletzten Gelson Fernandes niemand verletzt ist. Auch Stürmer Gonçalo Paciência ist wieder ins Training zurückgekehrt.

"Wir können personell aus dem Vollen schöpfen", berichtete Hütter. Offen ließ er, ob Danny da Costa, der nach langer verordneter Spielpause in München das 1:1 erzielte, nun seine Chance in der Startelf bekommt. "Er hat es in der Vergangenheit nicht nur wegen des Tores gut gemacht", sagte Hütter nur.

Die Frankfurter liegen mit 35 Punkten nur zwei Plätze hinter dem Tabellen-Neunten Hertha BSC (38) und könnten mit einem Sieg punktemäßig mit den Berlinern gleichziehen.

Im Endspurt der Saison stehen danach noch die Spiele gegen Schalke 04, den 1. FC Köln und SC Paderborn 07 an. "Wir nehmen diese vier Spiele sowas von ernst, weil noch zwölf Zähler zu vergeben sind", sagte Hütter. "Wir müssen weitere Siege einfahren und möchten die Saison bestmöglich abschließen."

Titelfoto: dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

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