Eintracht Frankfurt geht nach Hütter-Schock in Gladbach unter!

Mönchengladbach/Frankfurt am Main - Herber Rückschlag für Eintracht Frankfurt: Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga verloren die Hessen bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 (0:1).

Mönchengladbachs Kapitän Matthias Ginter bejubelt seinen Treffer zum 1:0
Mönchengladbachs Kapitän Matthias Ginter bejubelt seinen Treffer zum 1:0  © dpa/Marius Becker

Matthias Ginter brachte Gladbach 1:0 (10.) in Führung, Jonas Hofmann (60.), Ramy Bensebaini (67.) und Hannes Wolf (90.+5) sorgten in der zweiten Halbzeit für den klaren Sieg.

Im Vergleich zum 2:2 bei Hertha BSC veränderte Borussen-Trainer Marco Rose seine Startelf auf vier Positionen. Für Torhüter Yann Sommer (Rotsperre), Christoph Kramer (Gelbsperre), den verletzten Lars Stindl und Oscar Wendt (Bank) liefen Ersatzkeeper Tobias Sippel, Nico Elvedi, Valentino Lazaro sowie Jonas Hofmann auf.

Eintracht-Coach Adi Hütter setzte auf dieselbe Formation, die auch beim 4:3 gegen den VfL Wolfsburg begann. Für Abwehrchef Martin Hinteregger kam ein Einsatz nach seiner Oberschenkelverletzung noch zu früh.

Die Hausherren hatten den besseren Start, pressten hoch und spielten sich Ecke um Ecke heraus. Der dritte - getreten von Hofmann - führte bereits zum Erfolg. Filip Kostic sprang nicht hoch genug, sodass Ginter im Fünfer am kurzen Pfosten frei zum Kopfball kam und wuchtig zum 1:0 vollstreckte (10.).

Nun waren die Gäste gefordert und hätten um ein Haar postwendend geantwortet. Eine genau getimte Kostic-Flanke setzte Luka Jovic unbedrängt aus zehn Metern knapp neben das Tor (15.). Da wäre mehr drin gewesen! Im Gegenzug verzog Alassane Plea knapp aus 16 Metern (19.).

Borussia Mönchengladbach mit vier Veränderungen in der Startelf

Eintracht Frankfurt setzte auf dieselbe Formation wie gegen Wolfsburg

Borussia Mönchengladbach erhöht in Person von Jonas Hofmann nach Fehler von Kevin Trapp auf 2:0

Der Borusse Alassane Plea (2.v.r.) versucht sich gegen Frankfurts Djibril Sow (r.) durchzusetzen.
Der Borusse Alassane Plea (2.v.r.) versucht sich gegen Frankfurts Djibril Sow (r.) durchzusetzen.  © dpa/Marius Becker

Gegen Mitte der ersten Halbzeit kam die Eintracht immer besser ins Spiel, während Gladbach nun etwas tiefer stand.

Pech für die Gäste, dass Gladbach-Torwart Sippel den klasse Kopfball von Stefan Ilsanker nach Ecke von Kamada gerade noch an die Latte lenken konnte (24.). So retteten die Fohlen den knappen Vorsprung in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drängten die Hessen auf den Ausgleich, was der Borussia Räume eröffnete.

So hatte Marcus Thuram in der 51. Minute das 2:0 auf dem Fuß, als er sich bei einem schnellen Gegenstoß im Rücken von Ilsanker davonstahl und von Plea mustergültig bedient wurde, den Ball zwar über Kevin Trapp, aber auch am langen Pfosten vorbei hob.

Zehn Minuten später machte es Hofmann besser. Nachdem die Adler eine Gladbacher Ecke eigentlich schon geklärt hatten, gelangte das Leder links zu Florian Neuhaus.

Dessen weiter Ball fand Hofmann am rechten Strafraumrand. Der zog einfach mal aus spitzem Winkel ab - und das Leder gelangte unter dem verdutzten Trapp hindurch ins Tor: 2:0 (60.)!

Mit einem Tor und zwei Assists war Gladbachs Jonas Hofmann "Man of the Match".
Mit einem Tor und zwei Assists war Gladbachs Jonas Hofmann "Man of the Match".  © dpa/Marius Becker

Borussia Mönchengladbach macht gegen Eintracht Frankfurt nach einer erneuten Ecke alles klar

Kevin Trapp (l.) und Tuta sind nach der klaren Niederlage in Mönchengladbach schwer enttäuscht.
Kevin Trapp (l.) und Tuta sind nach der klaren Niederlage in Mönchengladbach schwer enttäuscht.  © dpa/Marius Becker

Es dauerte nun nicht mehr lange bis zur Vorentscheidung. Erneut war es eine Ecke von Hofmann, die Nico Elvedi zunächst gegen die Latte köpfte, den Abpraller verwandelte dann aber Bensebaini ebenfalls per Kopf (67.).

Zwar gaben sich die Hessen auch nach diesem klaren Rückstand nicht auf, der letzte Zug zum Tor fehlte jetzt allerdings.

Auf der anderen Seite hatten die Fohlen nun Spaß am Spiel und blieben weiterhin gefährlich.

Der eingewechselte Aymen Barkok hätte kurz vor Schlusspfiff noch für eine Ergebnisverbesserung sorgen können, traf aber aus 18 Metern nur den Pfosten (90.).

Dafür machte in der Nachspielzeit Wolf nach einem perfekten Konter mit seinem Treffer zum 4:0 alles klar (90.+5).

So blieb es beim letztlich nicht unverdienten, wenn auch zu hoch ausgefallenen Sieg der Borussia aus Mönchengladbach.

Die Frankfurter empfangen am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) den FC Augsburg, Gladbach tritt am Mittwoch (20.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim an.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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