Hammer im Meisterschaftskampf: Leverkusen patzt bei Eintracht Frankfurt!

Frankfurt am Main - Ein Jahresauftakt nach Maß! Im ersten Bundesligaspiel 2021 hat sich Eintracht Frankfurt ein Stück weit überraschend mit 2:1 (1:1) gegen den Tabellenzweiten und Meisterschaftskandidaten Bayer 04 Leverkusen durchgesetzt.

Frankfurts Evan N'dicka (r.) jagt Leverkusens Leon Bailey hinterher.
Frankfurts Evan N'dicka (r.) jagt Leverkusens Leon Bailey hinterher.  © Michael Probst/AP-Pool/dpa

Im Deutsche Bank Park brachte Nadiem Amiri die Gäste früh mit 1:0 in Front (10.). Amin Younes glich kurz darauf zum 1:1 aus (22.). Edmond Tapsoba brachte die Hessen mit einem Eigentor im zweiten Durchgang mit 2:1 in Führung (54.) und sorgte somit für die Entscheidung.

Eintracht-Chef-Coach Adi Hütter musste auf den Gelb-gesperrten Sebastian Rode verzichten. Zudem nahmen Tuta und Aymen Barkok auf der Bank Platz, während David Abraham, Evan N'dicka und Daichi Kamada im Vergleich zum 2:0 beim FC Augsburg in die Startelf rückten.

Bayer-Trainer Peter Bosz plagten zwar weiterhin Verletzungssorgen, im Vergleich zur 1:2-Last-Second-Niederlage gegen FC Bayern München gab es aber nur eine Änderung: Mitchell Weiser übernahm den Platz des an Corona erkrankten Daley Sinkgraven.

Einem guten Auftakt folgte ein eiskalter Nackenschlag für die hessischen Hausherren. Nach tollem Zuspiel von Florian Wirtz netzte Amiri cool und abgeklärt per Hackentrick ein (10.). Es brauchte daraufhin ein wenig Zeit, bis die Eintracht reagierte - und wie!

Nach vielversprechenden Chancen für André Silva (15.) und Makoto Hasebe (21.), marschierte Younes nach herausragender Vorarbeit von Djibril Sow alleine auf Bayer-Schlussmann und Ex-Frankfurter Lukas Hradecky zu und behielt das bessere Ende für sich und schob ein - 1:0 (22.)!

Die Startaufstellung von Eintracht Frankfurt gegen Bayer 04 Leverkusen

So ging Bayer 04 Leverkusen in die Partie bei Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen nach wilder Anfangsphase mit jeweils einem Treffer

Nadiem Amiri erzielte die zwischenzeitliche 1:0-Führung für die Gäste aus Leverkusen.
Nadiem Amiri erzielte die zwischenzeitliche 1:0-Führung für die Gäste aus Leverkusen.  © Michael Probst/AP-Pool/dpa

Nach dem Führungstreffer lagen die Vorteile dann recht deutlich bei der SGE. Die Hütter-Elf schien der Führung nun deutlich näher zu sein als die Bosz-Schützlinge.

Es zeigte sich jedoch auch, das beide Mannschaften vorsichtiger agierten, um einen weiteren schnellen und zu leichten Gegentreffer fürs erste möglichst zu vermeiden. Dennoch hätte Younes gleich seinen zweiten Treffer mit dem Adler auf der Brust nachlegen können.

Doch nach schöner Vorarbeit von Kamada, der die rechte Seite entlang marschiert war, knallte der quirlige Neuzugang der Hessen die Pille in den Himmel über dem Stadtwald (39.).

Es war das letzte Highlight einer durchaus abwechslungsreichen ersten Halbzeit mit einer am Ende leicht überlegen agierenden Eintracht.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt war zunächst von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und wenig Torraumszenen geprägt.

Erst ein kleiner Kuss der Glücksfee brachte dann Veränderung - zu Ungunsten der Gäste - mit sich. Ein versuchtes Zuspiel von Kamada in Richtung Silva wurde von Tapsoba unglücklich in den eigenen Kasten bugsiert - somit hatte die Eintracht das Spiel gedreht (54.).

Edmond Tapsobas Eigentor ebnet Eintracht Frankfurt den Weg für Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen

Leverkusens Florian Wirtz (l.) attackiert Eintracht-Mittelfeldmann Djibril Sow.
Leverkusens Florian Wirtz (l.) attackiert Eintracht-Mittelfeldmann Djibril Sow.  © Michael Probst/AP-Pool/dpa

Und auch nach der in der Entstehung etwas glücklichen Führung blieben die Hessen gegen den Tabellenzweiten bissig. Die Folge: Die zweitbeste Offensive der Bundesliga (29 Tore) kam so gut wie nicht zu nennenswerten Chancen.

Und auch aus dem stetig steigenden Ballbesitz-Anteil vermochte Bayer nichts Zählbares zu machen. Immer wieder stellte sich in letzter Instanz ein Frankfurter in den Weg oder eine Gelegenheit verpuffte bereits in der Entstehung.

Doch dann die Riesenchance für die "Adlerträger": Über links tankte sich Filip Kostic unnachahmlich durch und fand mit seiner Hereingabe den völlig blankstehenden Kamada. Dessen Volleyabnahme misslang aber komplett (73.) - das hätte das 3:1 sein müssen!

Ein ähnlich großer Lapsus wie zuvor Tapsoba unterlief kurz darauf Martin Hinteregger. Sein Klärungsversuch landete jedoch am Querbalken (82.). Am durchaus überraschenden, aber nicht unverdienten Sieg der Frankfurter änderte sich trotz alldem nichts mehr.

Am Samstag (9. Januar/15.30 Uhr) schlägt die SGE beim 1. FSV Mainz 05 zum Rhein-Main-Derby auf, während die Werkself zeitgleich den SV Werder Bremen empfängt.

Titelfoto: Michael Probst/AP-Pool/dpa

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