Grandioser Testspiel-Sieg: In dieser Form bringt Eintracht Frankfurt die Fans Jubeln

Frankfurter am Main - Gelungene Generalprobe für Eintracht Frankfurt: Im letzten Testspiel besiegten die Hessen den französischen Erstligisten AS Saint Étienne mit 2:1 (2:0).

Auch die Dreierkette um Martin Hinteregger machte einen stabilen Eindruck.
Auch die Dreierkette um Martin Hinteregger machte einen stabilen Eindruck.  © DPA/Arne Dedert

Das 1:0 erzielte Christopher Lenz in der 12. Minute, Rafael Borré erhöhte per Foulelfmeter auf 2:0 (41.), ehe Timothée Kolodziejczak (2:1) für den Endstand sorgte.

Auch ansonsten zeigten die Neuzugänge Lenz und Borré eine gute Leistung - so wie auch das gesamte Team und das macht wirklich Lust auf Mehr.

Noch vor der Partie drehten die Spieler der SGE eine Runde durch das mit 10.000 Zuschauern gefüllte Stadion und genossen sichtlich die Stimmung, für die die Eintracht-Fans bekannt sind.

Eintracht Frankfurt will gegen den 1. FC Köln die Stehplätze öffnen
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Das übertrug sich offensichtlich auf den Rasen, denn die Hessen waren von Beginn an dominant und wirkten schon sehr eingespielt, obwohl etwa EM-Rückkehrer Djibril Sow erst zu Beginn der Woche wieder ins Training eingestiegen war.

Trainer Oliver Glasner (46) setzte wieder auf die bewährte taktische Aufstellung mit Dreierkette, zwei Schienenspielern sowie einer Doppelzehn hinter Stürmer Borré.

Mit dieser Elf lief Eintracht Frankfurt zu Beginn auf

Neuzugänge Christopher Lenz und Rafael Borré treffen für Eintracht Frankfurt

Souverän traf Rafael Borré zum 1:0 für die Hessen vom Punkt.
Souverän traf Rafael Borré zum 1:0 für die Hessen vom Punkt.  © DPA/Arne Dedert

Lorenz vertrat dabei auf der linken Seite Filip Kostic, der ja beim ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal am 8. August (15.30) Uhr gegen den SV Waldhof Mannheim wegen einer Rotsperre fehlen wird. Links spielte der nach seiner Leihe vom 1. FSV Mainz 05 zurückgekehrte Danny da Costa.

Da Costa war dann auch am ersten Tor beteiligt. Seine scharfe Flanke nahm Borré ab, Saint-Étiennes Keeper Etienne Green konnte noch mit einem Reflex klären, beim Nachschuss von Lenz hatte er aber keine Chance: 1:0 (12.).

Die Adlerträger spielten sich weitere Chancen heraus; die größte hatte Daichi Kamada, der nach tollem Zuspiel von Aymen Barkok das Leder aus kürzester Distanz am Tor vorbeispitzelte (37.).

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Dafür holte der Japaner kurz darauf den Elfer heraus, als er im Strafraum mustergültig von Sow eingesetzt und dann gelegt wurde (40.).

Den Strafstoß verwandelte Borré souverän, indem er Green verlud und dann halbhoch mittig zum 2:0 einnetzte (41.).

In dieser Verfassung ist Eintracht Frankfurt perfekt für die neue Saison gewappnet

Eintracht-Coach Oliver Glasner konnte mit der Leistung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit hochzufrieden sein.
Eintracht-Coach Oliver Glasner konnte mit der Leistung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit hochzufrieden sein.  © DPA/Arne Dedert

Kleines Detail am Rande: Barkok hatte sich das Leder schon auf den Punkt gelegt, wurde dann aber von Martin Hinteregger gebeten, den Ball doch Borré zu überlassen. So konnte der 25-jährige Kolumbianer, der vom argentinischen Topklub River Plate gekommen war, gleich bei seinem ersten Spiel für die SGE seine Bude machen.

Mit dem hochverdienten 2:0 ging es in die Pause und man muss sagen, in dieser Verfassung ist Eintracht Frankfurt für den Saisonstart perfekt gewappnet.

Im Verlauf der zweiten Halbzeit wechselten beide Teams wie geplant nahezu komplett durch, was den Spielfluss natürlich erheblich störte. Viel passiert ist dementsprechend dann auch nicht mehr.

Höhepunkt war der etwas überraschende Anschlusstreffer der Franzosen, als Innenverteidiger Kolodziejczak eine an den kurzen Pfosten geschlagene Ecke mit dem Hinterkopf über Kevin Trapp im Tor unterbringen konnte (74.).

Für die Eintracht steht nun also am übernächsten Sonntag die Partie gegen den Waldhof an, ehe in der Bundesliga am 14. August (18.30 Uhr) beim BVB in Dortmund gleich ein ganz dicker Brocken wartet.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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