"Historische Chance": Nach Bobic-Wirbel will Eintracht auf Kurs Champions League bleiben

Frankfurt/Main - Der Wirbel um den bevorstehenden Abschied von Sportvorstand Fredi Bobic (TAG24 berichtete) und die erste Niederlage des Jahres in Bremen sollen Eintracht Frankfurt nicht vom eingeschlagenen Weg in die Champions League abbringen.

Trotz des Wirbels um Sportvorstand Fredi Bobic bleibt Eintracht-Trainer Adi Hütter gelassen.
Trotz des Wirbels um Sportvorstand Fredi Bobic bleibt Eintracht-Trainer Adi Hütter gelassen.  © dpa/Uwe Anspach

Mit einem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) wollen die Hessen ihren derzeit vierten Tabellenplatz behaupten und Verfolger Borussia Dortmund auf Distanz halten.

"Wir haben eine historische Chance und sind alle Profis. Daher legen wir den Fokus darauf, dass wir etwas Außergewöhnliches erreichen können", versicherte Eintracht-Trainer Adi Hütter am Donnerstag.

"Wir wollen bis zum Saisonende um die Champions League fighten. Ob es gelingt, kann ich natürlich nicht versprechen", sagte der 51-Jährige. In der Partie gegen den starken Aufsteiger soll die Nachricht vom Bobic-Abgang am Saisonende ausgeblendet werden.

"Diskussionen gibt es immer mal. Das hat keinen Einfluss auf unsere Vorbereitung. Wir wollen eine Reaktion auf die Niederlage in Bremen zeigen und das Spiel gewinnen", so Hütter.

"Das Wichtigste ist, dass wir uns ausschließlich darauf konzentrieren. Alles andere hat keinen Platz."

Adi Hütter erwartet gegen den VfB Stuttgart eine schwere Aufgabe

Hitzig ging es im Hinspiel am 7. Spieltag zu: Eintracht Frankfurt hatte einen 0:2-Pausenrückstand aufgeholt und die umkämpfte Partie endete 2:2.
Hitzig ging es im Hinspiel am 7. Spieltag zu: Eintracht Frankfurt hatte einen 0:2-Pausenrückstand aufgeholt und die umkämpfte Partie endete 2:2.  © dpa/Sebastian Gollnow

Voraussichtlich kann Eintracht Frankfurt mit der stärksten Formation auflaufen. Zwar musste Rechtsverteidiger Tuta das Training am Donnerstag wegen Gesäßschmerzen abbrechen. Dies sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

"Ich gehe davon aus, dass er am Samstag spielen kann", betonte Hütter. Ob er seine seit Wochen fast konstante Startformation ändert, ließ er offen: "Ich habe Vertrauen in das, was wir tun. Wir können einen Gegner aber auch einmal überraschen."

Gegen den VfB erwartet Hütter eine schwere Aufgabe, denn die Schwaben präsentieren sich als starker Aufsteiger und haben als Tabellenzehnter immerhin schon 32 Punkte gesammelt.

"Stuttgart spielt einen attraktiven Fußball und eine tolle Saison. Ich finde die Mannschaft sehr interessant und erwarte einen offenen Schlagabtausch. Das ist ein harter Brocken", sagte Hütter über den Rivalen.

Dennoch geht die Eintracht, die erst drei Saisonspiele verloren hat, als Favorit in die Partie. "Wir haben auch in Bremen nicht alles schlecht gemacht", sagte Hütter im Rückblick.

Kein Schielen auf das Spitzenspiel: "Müssen unsere Hausaufgaben erledigen"

Das 1:2 vom vergangenen Freitag sei aufgearbeitet und abgehakt worden. "Nun geht es wieder darum, mit unseren Stärken in die Erfolgsspur zurückzukommen", sagte der Eintracht-Trainer.

Er schielt daher auch gar nicht so sehr auf den BVB, der am Samstag beim Tabellenführer Bayern München vor einer Herkulesaufgabe steht. "Wir müssen unsere eigenen Hausaufgaben erledigen", forderte Hütter. Momentan beträgt das Eintracht-Polster vor dem Vizemeister drei Zähler.

"Wenn wir sagen können, dass uns jemand wie Dortmund auf die Pelle rückt, zeigt das, wie gut wir unterwegs sind", betonte er. Dieser Weg soll gegen den VfB Stuttgart konsequent fortgesetzt werden.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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