Eintracht Frankfurt: Neuer Sportvorstand Markus Krösche setzt auf eigene Identität

Frankfurt am Main/Berlin - Der neue Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, Markus Krösche (40), setzt als Nachfolger von Fredi Bobic (49) auf die eigene Identität des Fußball-Bundesligisten.

Markus Krösche (40) hat als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis 2025 unterschrieben.
Markus Krösche (40) hat als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis 2025 unterschrieben.  © Uwe Anspach/dpa

"Man kann sich in Deutschland sicher an Bayern München orientieren. Aber die Rahmenbedingungen an jedem Standort sind anders. Wir sollten deshalb unsere eigene Identität erkennen und unseren eigenen Weg gehen", sagte Krösche im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Wie sich die Eintracht in den vergangenen Jahren entwickelt habe, könne man nur bewundern. "Wie sie den schwierigen Spagat bewältigt hat, einerseits Tradition und Authentizität zu bewahren und andererseits, sich den Anforderungen der Moderne anzunehmen, ist großartig", sagte Krösche, der am Main einen Vertrag bis 2025 unterschrieben hatte.

Nach dem personellen Umbruch bei der Eintracht mit neuem Sportvorstand, Sportdirektor und Trainer soll künftig Ben Manga (47), der Direktor Profifußball, eine ähnliche Position wie der bisherige Sportdirektor Bruno Hübner (60) einnehmen.

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"Mir ist die Positionsbezeichnung und die Stellenbeschreibung nicht so wichtig. Wichtig ist, wie es gelebt wird und wie gut die Zusammenarbeit ist.

Ben bleibt Leiter der Scouting-Abteilung, aber mit größeren Kompetenzen und größerem Gewicht", sagte Markus Krösche, der plant, das Team nur punktuell zu verstärken.

Krösche: Auf eventuellen Abgang von Andre Silva vorbereitet sein

"Dass Leistungsträger Begehrlichkeiten wecken, ist normal. Und wenn der Spieler den Wunsch nach Veränderung hat und unsere finanziellen Vorstellungen erfüllt werden, dann kann auch ein Wechsel vollzogen werden. Aber grundsätzlich wollen wir keinen Spieler verkaufen, und wir müssen es auch nicht", erklärte Krösche.

Auf einen eventuellen Abgang von Torjäger Andre Silva (25) müsse man vorbereitet sein, um einen nahtlosen Übergang zu haben. "Entweder, in dem man einen Spieler aus dem eigenen Kader mehr Verantwortung gibt, oder einen extern hinzufügt", so Krösche.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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