Eine starke Halbzeit reicht Eintracht Frankfurt nicht für Sieg über Werder Bremen

Frankfurt - Wieder kein SiegIm Deutsche Bank Park kommt Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den SV Werder Bremen hinaus. 

In der ersten Halbzeit eine Partie zum Wegschauen: Der Frankfurter Martin Hinteregger (l.) und Werders Josh Sargent im Kopfball-Zweikampf.
In der ersten Halbzeit eine Partie zum Wegschauen: Der Frankfurter Martin Hinteregger (l.) und Werders Josh Sargent im Kopfball-Zweikampf.  © dpa/Uwe Anspach

Bremens Josh Sargent (51.) hatte die Gäste in Führung gebracht, André Silva (65.) erzielte für Frankfurt den Ausgleich.

Beide Trainer veränderten ihre Startelf im Vergleich zum letzten Spieltag nur auf einer Position. Bei der Eintracht konnte Trainer Adi Hütter auf seinen wieder genesenen Kapitän David Abraham setzen, der für Tuta in die Dreierkette rückte.

Werder-Coach Florian Kohfeldt musste auf Torjäger Niclas Füllkrug (Wadenverletzung) verzichten. Für ihn rückte Tahith Chong in die Startelf.

Die Gäste versuchten von Beginn an, die leicht favorisierten Hessen mit schnellem Umschaltspiel vor Probleme zu stellen. 

Bereits in der zweiten Minute lief Leonardo Bittencourt links durch. Seine Hereingabe konnte Makoto Hasebe knapp vor Sargent zur Ecke klären.

Auch in der Folgezeit brachten sich die zunächst hektisch agierenden Frankfurter mit leichtfertigen Ballverlusten wiederholt in Gefahr. 

Da die Hanseaten - in der Defensive mit einem 5-4-1-System - auch hinten gut standen, tat sich die Eintracht trotz viel Ballbesitz äußerst schwer damit, gefährlich vor das Gästetor zu kommen.

Eintracht Frankfurt gegen SV Werder Bremen wieder mit David Abraham

Mit dieser Elf startete der SV Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt

Daichi Kamadas Tor für Eintracht Frankfurt zählt nicht, dann trifft der SV Werder Bremen

Leonardo Bittencourt (r.) eilt auf Josh Sargent, den Torschützen zum 0:1, zu.
Leonardo Bittencourt (r.) eilt auf Josh Sargent, den Torschützen zum 0:1, zu.  © dpa/Uwe Anspach

So dauerte es bis zur 34. Minute, ehe die Adlerträger zu ihrem ersten Torschuss kamen.

Steven Zuber setzte sich vor dem Gäste-Strafraum gegen mehrere Bremer durch und bediente den in den Sechszehner gelaufenen André Silva. Dessen Schuss konnte Werder-Keeper Jiri Pavlenka noch parieren, Daichi Kamadas Abstauber war drin.

Allerdings hatte Silva bei Zubers Ballabgabe hauchdünn im Abseits gestanden. Nach Video-Überprüfung entschied Dr. Felix Brych: Das Tor zählt nicht. Folglich ging die sehr schwache Partie torlos in die Pause. 

Dort hatte Eintracht-Coach Hütter wohl die richtigen Worte gefunden, denn die Hausherren kamen sehr viel druckvoller aus der Kabine.

Nach Pass von Bas Dost ging Almamy Touré rechts bis zur Grundlinie durch, seine Flanke köpfte Silva in die linke Ecke, doch Pavlenka konnte klären (49.).

Allerdings war es der SV Werder, der kurz darauf in Führung ging. Wieder einer der leichtfertigen Ballverluste bei der SGE in der Vorwärtsbewegung, Christian Groß schickte Sargent, der alleine auf Kevin Trapp zurannte und eiskalt verwandelte (51.).

Für Eintracht Frankfurt reichte es nur noch zum Ausgleich durch André Silva

Torschütze André Silva (2.v.r.) schnappt sich nach seinem Tor zum 1:1 den Ball. Geht da noch mehr?
Torschütze André Silva (2.v.r.) schnappt sich nach seinem Tor zum 1:1 den Ball. Geht da noch mehr?  © dpa/Uwe Anspach

Der nächste Ballverlust, die nächste Chance für Werder: Hasebe ließ sich von Chong den Ball abluchsen und der startete Richtung Trapp durch. Aber der Frankfurter Abwehrchef machte seinen Fehler wieder gut und hinderte den jungen Niederländer erfolgreich am Torschuss (56.).

Die Hessen erhöhten nun den Druck. Touré auf den rechts durchgelaufenen Abraham, dessen Flanke setzte der hereingrätschende Silva knapp am rechten Pfosten vorbei (61.).

Kurz darauf verlor Jean Manuel Mbom am eigenen Strafraum das Leder gegen den eingewechselten Aymen Barkok, der weiter auf Kamada, dessen Hereingabe Silva aus kurzer Distanz zum 1:1 einnetzte (65.).

Jetzt wollte die Eintracht den Sieg und die bis dahin sichere Bremer Abwehr geriet gehörig ins Schwimmen. In der 69. Minute hatte Dost das 2:1 auf dem Fuß, traf aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten.

Auf der anderen Seite musste Trapp bei einem der nun selten gewordenen schnellen Gegenstöße der Gäste einen Sargent-Schuss aus 18 Metern parieren (72.).

Da es Bremen nun wieder besser gelang, sich vom Druck der Eintracht zu befreien, konnten die Hanseaten letztlich den einen Punkt über die Zeit retten. In der Nachspielzeit hatte Werder allerdings Glück, als Niklas Moisander im Duell mit Dost den eigenen Schlussmann aus kurzer Distanz prüfte (90.+3).  

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) muss die Eintracht bei Aufsteiger VfB Stuttgart antreten, Werder empfängt bereits am Freitag (20.30 Uhr) den 1. FC Köln.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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