Im Sommer-Modus: Eintracht Frankfurt verspielt beinahe 3:0-Führung gegen Paderborn

Frankfurt am Main - Im letzten Spiel der Bundesliga-Saison 2019/20 besiegte Eintracht Frankfurt in der Commerzbank-Arena den SC Paderborn mit 3:2 (2:0). Die Tore für die Hausherren erzielten Sebastian Rode (9.), André Silva (33.) und Bas Dost (52.), für die Gäste trafen Mohamed Dräger (55.) und Sven Michel (75.).

Paderborns Abdelhamid Sabiri liegt nach seinem Zusammenstoß mit einem Mitspieler auf dem Boden, während Sebastian Rode das 1:0 für Eintracht Frankfurt schießt.
Paderborns Abdelhamid Sabiri liegt nach seinem Zusammenstoß mit einem Mitspieler auf dem Boden, während Sebastian Rode das 1:0 für Eintracht Frankfurt schießt.  © DPA/Arne Dedert

Große Rotation bei der Eintracht: Adi Hütter veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 in Köln auf gleich fünf Positionen. Für Frederik Rönnow, Stefan Ilsanker, Timothy Chandler, Djibril Sow und Lucas Torró begannen Kevin Trapp, David Abraham, Dominik Kohr, Daichi Kamada und Danny da Costa.

Die Hessen zeigten schon anhand ihrer zurzeit wohl stärksten Aufstellung, dass sie hier nichts anbrennen lassen wollten. Und so bot sich bereits in der 4. Minute für André Silva die erste gute Chance, als er eine scharfe Hereingabe von Kohr knapp verpasste.

Kurz darauf kam da Costa auf der rechten Seite durch die Paderborner Abwehr-Reihe, fand aber den mitgelaufenen Silva nicht (7.).

Dann schlug es doch ein bei den Ostwestfalen und die Eintracht belohnte sich für ihre Spielfreude mit einem frühen Tor.

Beim Klären einer Flanke im eigenen Strafraum knallten Abdelhamid Sabiri und Laurent Jans mit den Köpfen zusammen, der Ball fiel vor die Füße von Sebastian Rode, der Maß nahm und platziert im langen Eck einnetzte: 1:0 (9.).

Und die Gastgeber wollten mehr, setzen den Gegner früh unter Druck und dominierten das Spiel klar.

Die Aufstellung von Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn 07

Tolle Kombination führt zum 2:0 durch André Silva

Bas Dost freut sich über seinen Treffer zum 3:0.
Bas Dost freut sich über seinen Treffer zum 3:0.  © DPA/Arne Dedert

Dann ein erstes Lebenszeichen des SC Paderborn, als die SGE-Abwehr nach einer Ecke den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum bringen konnte und Sabiri aus zehn Metern knapp verzog (18.).

Die Eintracht ließ es nun langsamer angehen, und Paderborn wurde mutiger. Vor dem Kasten von Trapp präsentierten sich die Gäste aber zunächst gewohnt harmlos.

Die größte Chance hatte Mohamed Dräger, der frei im Eintracht-Strafraum einen Ball von Sven Michel annehmen konnte, dann aber ebenfalls nicht das Tor traf (29.).

Auf der Gegenseite machten es die Frankfurter besser. Da Costa spielte rechts auf Kamada, lief in den Strafraum, bekam vom Japaner das Leder zurück und leitete auf Silva weiter, der frei aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob (33.). Ein sehenswerter Treffer!

Kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit hätte es fast zum dritten Mal im Kasten von Leopold Zingerle eingeschlagen. Die Kopfball-Ablage einer Kostic-Flanke von Bas Dost fiel dem überraschten Kamada vor die Füße, der den Ball aber nicht verwerten konnte (47.).

Es dauerte jedoch nicht lange bis zum 3:0. Kohr wurde auf der rechten Seite nicht richtig angegriffen und lief fast von der Mittellinie einfach mal in den Gäste-Strafraum durch, wo er auf Dost ablegte, der dann aus zehn Metern trocken zum 3:0 verwandelte (52.).

Der SC Paderborn 07 schlägt zurück

Paderborns Marlon Ritter (l) schlägt den Ball vor Frankfurts Sebastian Rode weg. Der Absteiger verabschiedete sich ehrenhaft aus der Bundesliga.
Paderborns Marlon Ritter (l) schlägt den Ball vor Frankfurts Sebastian Rode weg. Der Absteiger verabschiedete sich ehrenhaft aus der Bundesliga.  © DPA/Arne Dedert

Aber Paderborn gab nicht auf und schlug zurück.

Die Gäste kombinierten sich schön in den Strafraum der Hessen. Michels Schuss konnte Trapp noch mit dem Fuß abwehren. Den Abpraller gab Marlon Ritter nach rechts auf Dräger weiter, der unbedrängt einschieben konnte. Nur noch 3:1 (55.).

Die Partie passte sich in der Folge mehr und mehr den sommerlichen Temperaturen an, während Adi Hütter Sow für Silva brachte und somit mehr auf Ergebnis-Sicherung setzte (66.).

Aber das funktionierte nicht, weil die Paderborner einen perfekten Konter gegen die komplett aufgerückte Eintracht führten, Michel alleine vor Trapp auftauchte und souverän zum 3:2 an Trapp vorbeilegte (75.).

Auf einmal entdeckte der Absteiger das Fußball-Spielen und wollte den Ausgleich, während es sich Frankfurt offenbar schon im Sommerpause-Modus bequem gemacht hatte.

In der Nachspiel-Zeit hatte der eingewechselte Goncalo Paciencia doch das 4:2 auf dem Fuß, vergab aber aus kürzester Distanz (90.). Kurz darauf erzielte Paderborn sogar den Ausgleich, das Tor wurde aber nach Überprüfung durch den VAR wegen Abseits-Position zurecht nicht anerkannt.

So schleppten sich die urlaubsreifen Adlerträger dann doch noch ohne weiteres Gegentor über die Distanz und fuhren weitere drei Punkte ein, was letztlich zu Rang neun in der Abschluss-Tabelle genügte.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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