Rasantes Remis gegen 1. FC Köln: Eintracht Frankfurt setzt Sieglos-Serie fort

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt weiter sieglos: Am 6. Spieltag der 1. Bundesliga reichte es für die Hessen in einem rasanten Duell gegen den 1. FC Köln nur zu einem 1:1 (1:1).

Torschütze Ellyes Skhiri (r.) und seine Kölner Mitspieler bejubeln das 1:0 für die Gäste in der 14. Minute.
Torschütze Ellyes Skhiri (r.) und seine Kölner Mitspieler bejubeln das 1:0 für die Gäste in der 14. Minute.  © DPA/Arne Dedert

Der starke Ellyes Skhiri hatte die Geißböcke früh in Führung gebracht (14.), Rafael Borré glich vor der Pause zum 1:1 aus (45.+6).

Nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg veränderte Eintracht-Trainer Oliver Glasner seine Startelf auf zwei Positionen. Für den zuletzt unglücklich agierenden Daichi Kamada begann Neuzugang Jens Petter Hauge, dazu ersetzte Timothy Chandler Danny da Costa.

Bei Köln starteten im Vergleich zum 1:1 gegen RB Leipzig Florian Kainz und Sebastian Andersson für Jan Thielmann und Mark Uth.

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Die Partie begann ausgeglichen, wenn auch etwas zerfahren. Bereits in der 11. Minute musste Erik Durm mit Kopfverletzung nach einem Zusammenprall mit Kainz durch da Costa ersetzt werden.

Kurz darauf gingen die Gäste in Führung. Einen weiten Ball auf den links durchgestarteten Jonas Hector nutzte der Kapitän für eine mustergültige Volley-Hereingabe auf den mitgelaufenen Skhiri, der aus kurzer Distanz zum 1:0 aus Kölner Sicht einschob (14.).

Der Effzeh zog sich im Anschluss etwas zurück, lauerte auf Konter und ließ wenig zu, auch weil bei den Hausherren einmal mehr kleine Unzulänglichkeiten beim finalen Abspiel oder bei der Ballannahme Großchancen verhinderten.

Eintracht Frankfurt mit zwei Veränderungen in der Startelf

Auch Steffen Baumgarts 1. FC Köln begann mit zwei neuen Leuten

Rafael Borré trifft kurz vor der Pause zum Ausgleich für Eintracht Frankfurt

Torschütze Rafael Borré (2.v.r.) und Assistgeber Filip Kostic (r.) feiern den Ausgleich der Eintracht. Sam Lammers jubelt mit.
Torschütze Rafael Borré (2.v.r.) und Assistgeber Filip Kostic (r.) feiern den Ausgleich der Eintracht. Sam Lammers jubelt mit.  © DPA/Arne Dedert

In der 35. Minute musste der Kölner Luca Kilian mit Kopfverletzung ebenfalls auswechselt und durch Jorge Meré ersetzt werden.

Der 22-Jährige war mit Keeper Timo Horn zusammengeprallt. Auch in der Folgezeit wurden immer wieder Spieler nach Zusammenstößen in einem sonst fairen Duell länger behandelt.

Echter Fluss wollte so bis in die Nachspielzeit erst einmal nicht zustandekommen. Doch dann schlugen die Frankfurter etwas überraschend mit ihrem ersten sauber gespielten Angriff zu.

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Hauge öffnete mit einem weiten Außenrist-Pass links auf Filip Kostic, dessen Hereingabe auf den am langen Pfosten lauernden Borré versenkte der Stürmer rechts unten zum 1:1 (45.+6).

Wesentlich bissiger als im ersten Durchgang kam die SGE aus der Kabine und gegen die munter mitspielenden Rheinländer entwickelte sich ein rasantes Hin und Her, das die Gäste in der 55. Minute für sich nutzten - zumindest fast.

Kevin Trapp ließ einen Schuss von Ondrej Duda fallen, Anthony Modeste spitzelte die Kugel auf Kainz, der sie ins leere Tor schob (54.). Aber: Nach Eingriff des VAR wurde der Treffer zurückgenommen. Modeste hatte bei Dudas Schuss hauchdünn im Abseits gestanden.

Eintracht Frankfurt verschärft das Tempo, belohnt sich aber nicht

Kölns Benno Schmitz (2.v.r.) im hart geführten Zweikampf mit Jens Petter Hauge: Die beiden Teams schenkten sich in der an sich aber fairen Partie nichts.
Kölns Benno Schmitz (2.v.r.) im hart geführten Zweikampf mit Jens Petter Hauge: Die beiden Teams schenkten sich in der an sich aber fairen Partie nichts.  © DPA/Arne Dedert

Im Anschluss verschärften die Frankfurter das Tempo und schnürten nach etwa einer Stunde zunehmend unsichere Gäste vorübergehend in der eigenen Hälfte ein.

Die größte Chance hatte dabei Martin Hinteregger, der nach einer Ecke wuchtig aus zwölf Metern abzog, aber an Horn scheiterte (69.).

Danach gelang es den Domstädtern wieder besser, sich aus der Umklammerung zu befreien und selbst Angriffe zu fahren. Die Partie wurde hitziger mit einigen Fouls und Nickeligkeiten.

Allerdings kam nichts Zählbares mehr dabei heraus und so trennten sich die beiden Teams letztlich dem Verlauf angemessen mit 1:1.

Nach dem Spiel in der der Europa League bei Royal Antwerpen am Donnerstag (18.30 Uhr) muss die Eintracht am Sonntag (3. Oktober, 17.30 Uhr) beim Deutschen Meister FC Bayern München antreten.

Köln empfängt bereits am Freitag (1. Oktober, 20.30 Uhr) Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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