"Sind froh, dass es rum ist": Fredi Bobic zieht nach durchwachsener Saison Bilanz

Frankfurt am Main - Nach dem 3:2-Sieg gegen des SC Paderborn 07 am Samstag herrscht bei Eintracht Frankfurt vor allem ein Gefühl vor: Erleichterung darüber, dass eine lange, anstrengende Saison mit vielen Höhen und Tiefen endlich vorbei ist.

Nicht unzufrieden mit der Saison sei er, sagte Sport-Vorstand Fredi Bobi nach dem 3:2-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn. (Archivbild).
Nicht unzufrieden mit der Saison sei er, sagte Sport-Vorstand Fredi Bobi nach dem 3:2-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn. (Archivbild).  © dpa/Uwe Anspach

"Wir sind froh, dass es rum ist. Es ist zwölf Monate her, dass wir angefangen haben", sagte Sport-Vorstand Fredi Bobic nach dem Saison-Finale und zog insgesamt eine positive Bilanz.

"Vor der Saison habe ich gesagt einstelliger Platz, das war das Ziel. Das Ziel haben wir erreicht. In den Cup-Wettbewerben waren wir sehr stark. Wir haben zwei sehr schlechte Phasen gehabt, aber wir sind auch nicht unzufrieden", so Bobic.

Die Partie, bei der die Eintracht beinahe noch einen Drei-Tore-Vorsprung verspielt hätte, bezeichnete er als "gefühlten Sommerkick". "Es ging hin und her, wir haben fünf Tore gesehen. Zum Schluss ist es nochmal enger geworden, insgesamt war es am Ende ein verdienter Sieg", sagte Bobic.

Das sagte auch Eintracht-Trainer Adi Hütter, kritisierte aber: "Wir sind nicht souverän aufgetreten nach dem 3:0". Er müsse die Jungs aber dennoch in Schutz nehmen. "Es war das 54. Pflichtspiel und dann kam auch noch das Wetter dazu."

Leider kein Kurz-Einsatz für Eintracht-Urgestein Marco Russ

Marco Russ saß in seinem letzten Spiel für Eintracht Frankfurt auf der Bank, kam aber leider nicht mehr zum Einsatz.
Marco Russ saß in seinem letzten Spiel für Eintracht Frankfurt auf der Bank, kam aber leider nicht mehr zum Einsatz.  © DPA/Arne Dedert

Weil das Spiel zum Ende auf der Kippe stand, kam auch Eintracht-Urgestein Marco Russ, der seine Karriere beendet, nicht mehr zu einem erhofften Kurzeinsatz.

"Ich wollte Russ einwechseln, das ist der Wermuts-Tropfen. Aber es ging darum, das Spiel zu gewinnen", sagte Hütter.

Dafür zeigte Marco Russ dann auch Verständnis. "Das Wichtigste war jetzt, die drei Punkte nochmal zu holen, auch was die TV-Tabelle angeht", sagte der 35-Jahre, der außer einem eineinhalbjährigen Gastspiel beim VfL Wolfsburg seit 1996 durchgängig bei Eintracht Frankfurt spielte.

"Es war schön, das alles zu erleben. Es war ein guter Abschluss. Über ein, zwei Minuten hätte ich mich gefreut, aber das wäre alles nur gegangen, wenn das Spiel ein bisschen sicherer gewesen wäre", so Russ weiter.

"Er war auf der Bank, ich denke, das ist Respekt genug. Wir werden ihn intern gebührend verabschieden", kündigte Fredi Bobic an.

Zu weiteren personellen Veränderungen im Kader von Eintracht Frankfurt machte der Sport-Vorstand keine konkreten Angaben. Man wolle viel mehr die vorhandenen Spieler weiter entwickeln.

"Unsere Stürmer hatten jetzt eine sehr gute Quote", sagte Bobic. "Die drei Büffel haben im ersten Jahr glaube ich sogar weniger Tore gemacht. Die Frage ist, wie wir durch den Sommer kommen, wie verändert sich der Kader. Es sind viele Wenns drin."

Zu einer möglichen Vertrags-Verlängerung mit Trainer Hüter sagte Bobic: "Die Gespräche werden wir im Sommer intensivieren. Zwölf lange Monate sind hinter uns, das hat uns sehr viel Kraft gekostet. Kommt Zeit, kommt Rat."

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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