Eintracht nach Remis gegen den VfB: War dieser Punkt zu wenig für die Champions League?

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt trennt sich mit 1:1 (1:1) vom VfB Stuttgart (TAG24 berichtete), nachdem man kurzzeitig zurückgelegen hatte und am Ende sogar noch ganz nah am Last-Minute-Sieg dran war. Doch was überwiegt nach diesem Punktgewinn? Freude über die eigene Moral oder der Frust über den verpassten Schritt in Richtung Champions League?

Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (21, l.), Amin Younes (27, 2.v.l.) und Luka Jovic (23, r.) bejubeln den Treffer zum 1:1 gegen den VfB Stuttgart durch Filip Kostic.
Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (21, l.), Amin Younes (27, 2.v.l.) und Luka Jovic (23, r.) bejubeln den Treffer zum 1:1 gegen den VfB Stuttgart durch Filip Kostic.  © dpa/Thomas Frey

Fakt ist: Ein Königsklassen-Aspirant muss aus einer Situation wie dieser gegen einen solchen Gegner (bei allem Respekt für den mutig aufspielenden VfB) mehr holen. Dies war schon nach der herben 1:2-Pleite beim SV Werder Bremen der Status Quo.

Und so war auch Abwehr-Boss Martin Hinteregger (28) nach dem Abpfiff nicht gerade "happy" mit dem Ergebnis. Man habe seiner Meinung nach "viel zu viele leichte Fehler gemacht". Einer davon wurde schonungslos von Stuttgarts Shootingstar Sasa Kalajdzic (23) bestraft.

Sein Treffer zum 1:0 nach einem langen Ball von Marc-Oliver Kempf (26) setzte die in dieser Bundesliga-Saison überaus ambitionierten Hessen mächtig unter Druck. Erst im Anschluss merkte man der Mannschaft von Coach Adi Hütter (51) zumindest halbwegs den Spirit der vergangenen Wochen an, der aus den Frankfurtern einen Kandidaten für die vordersten vier Tabellenplätze gemacht hatte.

Mehr als der direkte Ausgleich durch Filip Kostic (28) war letztlich aber nicht mehr drin. Glaubt man dem österreichischen Fußballlehrer und seiner mitunter stoischen inneren Ruhe, war dieses Remis aber "kein Rückschlag".

"Wir sind schließlich immer noch unter den ersten Vier", merkte Hütter nach der Partie korrekterweise an. Dies lag mitunter auch daran, dass die Konkurrenz aus Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach patzte. Und selbst der Rückstand auf Platz drei schmolz ob der Wolfsburger Auswärtspleite auf zwei Zähler.

Martin Hinteregger und Eintracht Frankfurt sind "nicht happy" mit Remis gegen den VfB Stuttgart

Nun müssen die Adlerträger jedoch beweisen, ob sie in dieser Spielzeit wahrlich aus Champions-League-Holz geschnitzt sind. Denn sollten die wahren Knaller-Partien gegen RB Leipzig, den BVB, Gladbach und den VfL Wolfsburg nicht halbwegs zufriedenstellend enden, könnten liegengelassene Punkte in Bremen und gegen Stuttgart zu wenig für die Königsklasse gewesen sein.

Ein erneuter Höhenflug der Adler ist für die Chance auf Historisches so oder so unabdingbar.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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