Adi Hütter lobt Matchwinner Bas Dost: "Er hat sich seinen Applaus verdient"

Frankfurt am Main - Mit Mut und Offensivdrang schiebt sich Eintracht Frankfurt am bisherigen Tabellenführer TSG Hoffenheim vorbei. Das Offensivtrio Kamada, Silva und Dost belohnt sich für großen Aufwand.

Ein Tor gemacht, eines vorbereitet: Bas Dost war der Matchwinner in einem starken Spiel von Eintracht Frankfurt gegen die TSG Hoffenheim.
Ein Tor gemacht, eines vorbereitet: Bas Dost war der Matchwinner in einem starken Spiel von Eintracht Frankfurt gegen die TSG Hoffenheim.  © dpa/Uwe Anspach

Matchwinner Bas Dost stemmte die Hände in die Hüfte und pustete kräftig durch. Mit einem Tor und einer Vorlage hatte der 1,96 Meter große Sturmturm beim 2:1 (0:1) von Eintracht Frankfurt maßgeblich dazu beigetragen, Tabellenführer TSG 1899 Hoffenheim von der Spitze zu stürzen.

"Er hat sich seinen Applaus verdient. Er ist jetzt für mich in einer ganz anderen Verfassung als vergangene Saison", lobte Trainer Adi Hütter.

Mit sieben Zählern aus drei Spielen durften sich die Frankfurter selbst vorübergehend über den Spitzenplatz in der Fußball-Bundesliga freuen. "Das hat Spaß gemacht", sagte Hütter.

Im Pressekonferenz-Raum genoss er die "Momentaufnahme" der Tabelle, die dort traditionell an der Wand hängt. Nach zahlreichen Nachfragen zur starken Leistung seines Teams fragte der Österreicher verwundert: "Gibt es Hoffenheimer Journalisten auch?"

Den diesmal bieder auftretenden Kraichgauern reichte das sechste Saisontor von Andrej Kramaric (18. Minute) nicht, weil Daichi Kamada (55.) und Dost (71.) die umkämpfte Partie vor 8000 Zuschauern verdientermaßen drehten.

"Wir waren zu passiv", kritisierte TSG-Coach Sebastian Hoeneß

Dieses Mal war TSG-Trainer Sebastian Hoeneß nicht so zufrieden mit der Leistung seiner Elf.
Dieses Mal war TSG-Trainer Sebastian Hoeneß nicht so zufrieden mit der Leistung seiner Elf.  © dpa/Uwe Anspach

Beim Team von Trainer Sebastian Hoeneß erinnerte am Samstag wenig an das glorreiche 4:1 gegen Rekordmeister FC Bayern sechs Tage zuvor. "Wir waren zu passiv, wir waren mit Ball zu fehlerhaft", monierte Hoeneß.

Dost hingegen ist derzeit der Garant der Hessen. Der Niederländer war an sieben der vergangenen neun Tore beteiligt und verzeichnete in allen vier Pflichtspielen dieser Saison mindestens einen Scorer-Punkt.

Er könne nächstes Mal "noch ein Tor mehr machen, dann müssen wir nicht so zittern", witzelte Steven Zuber. Der ehemalige Hoffenheimer schob schnell hinterher: "Er hat wirklich sehr gut gearbeitet. Es ist nicht so einfach für einen Stürmer, wenn man so viel arbeiten muss."

Schon vor dem Anpfiff hatte die Eintracht ihren coronabedingt weit auseinander sitzenden Fans im Stadion die erste positive Botschaft übermittelt: Der frühere Nationalspieler Amin Younes kommt leihweise bis 2022 und wird das Repertoire der Eintracht-Offensive nach der Länderspielpause erweitern (TAG24 berichtete).

Am Samstag ersetzte noch Zuber den verletzten Filip Kostic. Sieht man die Eintracht-Möglichkeiten mit Dost, Kamada, Kostic, Zuber und André Silva, dürfte es der vielseitig einsetzbare Younes durchaus schwer haben, sich zeitnah in die erste Eintracht-Elf zu spielen.

Eintracht Frankfurts Kapitän David Abraham mit Oberschenkel-Problemen

Schwer haben könnte es auch Eintracht-Kapitän David Abraham. Der Argentinier kämpft vor der anstehenden Länderspiel-Pause mit Oberschenkel-Problemen und musste deshalb nach 63 Minuten ausgewechselt werden.

"David hatte schon vor dem Spiel ein bisschen Probleme im Oberschenkel", sagt Hütter, der von einer Verletzung an der Oberschenkel-Sehne berichtete.

Dies habe Abraham auch beim Schlagen langer Bälle beeinträchtigt. Ob und wie lange der 34 Jahre alte Abwehr-Routinier ausfallen könnte, ließ der Coach offen. Am Samstag war Tuta für Abraham ins Spiel gekommen.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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