Start misslungen! Eintracht Frankfurt kann Arminia Bielefeld nicht besiegen

Frankfurt am Main - Missglückter Einstand: Vor 6500 Zuschauern im Deutsche Bank Park kam Eintracht Frankfurt gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Zunächst traf Cebio Soukou zum 1:0 für die Gäste (51.), dann glich André Silva zum 1:1 aus (62.)

Eintracht Frankfurts Dominik Kohr (r.) im Zweikampf mit Nathan de Medina (M.) von Arminia Bielefeld.
Eintracht Frankfurts Dominik Kohr (r.) im Zweikampf mit Nathan de Medina (M.) von Arminia Bielefeld.  © DPA/Arne Dedert

Nach dem 2:1-Auswärtssieg im DFB-Pokal beim TSV 1860 München veränderte SGE-Trainer Adi Hütter seine Startelf auf zwei Positionen. Der im Pokal gesperrte Filip Kostic rückte für Steven Zuber ins Team, Makoto Hasebe ersetzte den verletzten Evan N'Dicka.

Die Partie begann zerfahren mit Vorteilen für die Frankfurter, die nach einem rüden Foul von Nathan de Medina an Sebastian Rode die erste Chance hatten. Doch der von Dominik Kohr getretene Freistoß aus 20 Metern ging klar über das Tor (9.).

Die Eintracht bekam die Partie in der Folge besser in den Griff und erspielte sich Ecke um Ecke und auch einige Chancen.

Die größte hatte Danny da Costa in der 22. Minute: Daichi Kamada links auf Kostic, der Serbe mit Übersicht auf den rechts heranstürmenden Danny da Costa, dessen Volley-Schuss das Arminen-Tor aber knapp verfehlte.

Auf der Gegenseite dann beinahe der Treffer für die Gäste. Eine Ecke von Marcel Hartel wurde von da Costa unglücklich in Richtung eigenes Tor abgefälscht: Pfosten! Da hätte Frankfurts Keeper Kevin Trapp keine Chance gehabt (24.). 

Die Aufstellung von Eintracht Frankfurt

Die Aufstellung von Arminia Bielefeld

Nach Abwehrpatzer scheitert Eintracht Frankfurts Andé Silva mit Hackentrick

André Silva (r.) scheitert mit seinem Hackentrick am Bielefelder Keeper Stefan Ortega (l.).
André Silva (r.) scheitert mit seinem Hackentrick am Bielefelder Keeper Stefan Ortega (l.).  © DPA/Arne Dedert

Die Bielefelder wurden nun frecher, was den Hausherren aber auch mehr Räume bescherte. In so einen stieß Kostic in der 31. Minute, doch seine scharfe Hereingabe auf Kamada wurde gerade so von einem Bielefelder Abwehrbein geklärt.

Kurz darauf fing Kamada einen missglückten Pass des Bielefelder Schlussmanns Stefan Ortega ab, gab den Ball weiter zu Bas Dost, der auf den im Strafraum freistehenden Silva spielte. Aber dessen Hackentrick konnte Ortega klären (32.).

In der Folgezeit schaffte es der Aufsteiger besser, die Frankfurter vom eigenen Strafraum fernzuhalten. So ging es torlos in die Kabine.

Für die zweiten 45 Minuten brachte Adi Hütter Zuber und Rückkehrer Aymen Barkok für da Costa und Kohr. 

Das hätte sich fast sofort ausgezahlt, als Barkok nach kurzer Ecke mit seiner Flanke den Kopf von Martin Hinteregger fand. 

Der drückte den Ball auf die Linie, von wo aus die Kugel an die Unterseite der Latte und aus dem Tor sprang (48.). Das war Pech!

Erst trifft Cebio Soukou für Arminia Bielefeld, dann gleicht André Silva für Eintracht Frankfurt aus

Frankfurts Filip Kostic (r) schaut den Bielefeldern Ritsu Doan (l-r), Marcel Hartel und Cebio Soukou beim Jubel nach dem Tor zum 1:0 zu.
Frankfurts Filip Kostic (r) schaut den Bielefeldern Ritsu Doan (l-r), Marcel Hartel und Cebio Soukou beim Jubel nach dem Tor zum 1:0 zu.  © DPA/Arne Dedert

Anschließend der Schock für die Hausherren: Nach einem langen Ball von Sergio Cordova über die Abwehr der Eintracht hängte Cebio Soukou im Sprint Kostic ab und lupfte den Ball über den herausgeeilten Kevin Trapp zum 1:0 ins Tor (51.).

Zunächst zeigte der Treffer deutlich Wirkung bei den Gastgebern. Erst ab der 60. Minute wurde der Druck der Hessen wieder größer. Folgerichtig fiel dann der Ausgleich.

Der immer stärker agierende Kostic mit einer Flanke von rechts in den Strafraum, Kopfball-Verlängerung Dost auf Silva, der sein Kopfball-Duell mit Anderson Lucoqui gewann und aus kurzer Distanz zum 1:1 einnetzte (62.).

Die Gäste versuchten nun in erster Linie, den Spielfluss der SGE zu unterbrechen. Nicklichkeiten, Unterbrechungen und Zeitspiel waren die Folge.

Dennoch suchte auch die Arminia über Konter noch ihre Chance. So musste in der 76. Minute David Abraham in letzter Sekunde vor Cordova klären. Auf der anderen Seite vergaben Kostic und Silva nacheinander im Fünfmeterraum - es wäre aber vermutlich Abseits gewesen (78.).

Die Hessen spielten nun Powerplay gegen die tapfer verteidigenden Arminen. Hingteregger hatte in der 90. Minute noch den Treffer nach Freistoß-Flanke von Barkok auf dem Kopf, der Ball ging aber denkbar knapp neben das Tor. So erkämpfte sich der Aufsteiger einen Punkt. Die Eintracht muss sich vorwerfen lassen, aus viel Druck und Ballbesitz einfach zu wenig gemacht zu haben.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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