Starkes Lebenszeichen: Eintracht trotzt Abstiegskampf dank starker Moral

Frankfurt am Main - Nach dem späten 2:1-Siegtreffer gegen den VfL Wolfsburg (TAG24 berichtete) durch den Japaner Daichi Kamada brachen beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt alle Dämme. Der erste Dreier nach der Corona-Zwangspause war ein starkes Lebenszeichen der Hessen.

Der Frankfurter 2:1-Siegtorschütze Daichi Kamada.
Der Frankfurter 2:1-Siegtorschütze Daichi Kamada.  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

So sahen dies auch die Verantwortlichen bei den "Adlerträgern". Trainer Adi Hütter (50) lobte vor allem die kämpferische und stabile Defensivarbeit seiner Schützlinge, die gegen einen der aktuell wohl am besten performenden Gegner weitestgehend standhielt. 

"Heute ist uns ein absoluter Befreiungsschlag gelungen. Das Wichtigste ist: Wenn man in den letzten drei Spielen elf Gegentore kassiert, muss man natürlich die Defensive stabilisieren. Das ist uns heute gelungen, auch wenn Wolfsburg viele Chancen hatte", so der Österreicher.

Bedanken konnte er sich vor allem auch bei seinem Schlussmann Kevin Trapp. Der 29-jährige Nationaltorhüter hielt seinen Kasten ein ums andere Mal sauber und verhinderte damit unter anderem auch einen möglichen frühen Rückstand. Trapp selbst übte sich nach dem Abpfiff in Bescheidenheit und darin den Fokus auf die Mannschaftsleistung zu legen.

"Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Wir hatten schwierige Wochen, haben viele Gegentore bekommen. Schön, dass man sieht, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind, wenn wir an uns glauben", sagte der Torwart der Eintracht nach dem Spiel. 

Ebenfalls entscheidenden Anteil am Erfolg der Hütter-Truppe hatte Sturmtank Bas Dost (30), der mit seiner Ablage per Kopf den späten Kamada-Treffer erst möglich gemacht hatte. Nicht nur für sein Team, sondern auch für den Niederländer persönlich eine ganz wichtige Aktion.

"Ich bin hereingebracht worden, weil wir es nach vorne forcieren mussten. Ich habe es ordentlich gemacht und mit meinem Assist dazu beigetragen, dass wir gewonnen haben", kommentierte Dost seinen Beitrag zum Eintracht-Sieg und fügte scherzend hinzu: "Ich habe keinen einzigen Ball auf meinem Fuß gehabt, ich hatte nur Kopfbälle. Ich kann auch ein bisschen mehr". Darauf kann sein Trainer in den kommenden Wochen natürlich nur hoffen.

Dosts Schlusskommentar kann einzig und allein als Leitspruch für die kommenden Wochen gelten: "Wir müssen weitermachen in Bremen und müssen da unten raus". Ob das gelingt, zeigt sich bereits am Mittwoch (3. Juni/20.30 Uhr), wenn die Eintracht bei Werder Bremen bestehen muss.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

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