Eintracht Frankfurt und die Champions League: Droht das große Pyro-Chaos?

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt ist im Begriff, mit dem Erreichen der kommenden Champions-League-Saison etwas Historisches zu erreichen. Doch wie werden die Fans der "Adlerträger" mit diesem besonderen Erlebnis umgehen - besonders in Zeiten von Corona, Versammlungs- und Stadionverbot?

Die Anhänger von Eintracht Frankfurt fielen in der Vergangenheit schon des Öfteren wegen gezündeter Pyrotechnik in Stadien auf. Eskaliert die Situation im Falle einer Qualifikation für die Champions League? (Archivfoto)
Die Anhänger von Eintracht Frankfurt fielen in der Vergangenheit schon des Öfteren wegen gezündeter Pyrotechnik in Stadien auf. Eskaliert die Situation im Falle einer Qualifikation für die Champions League? (Archivfoto)  © Montage: DPA/Arne Dedert DPA/Thomas Frey

Diese Frage ist durchaus nicht unberechtigt. Denn wer die Anhänger der SGE nur ein wenig kennt weiß, dass Emotionalität und Vereinstreue eine entscheidende Rolle in der gesamten Fankultur spielen. Dies entlud sich bereits in den beiden vergangenen Heimspielen gegen den VfL Wolfsburg (4:3) und jüngst gegen den FC Augsburg (2:0).

In beiden Fällen hatten sich zwischen 150 und 200 Eintracht-Supporter vor dem "Deutsche Bank Park" versammelt, lauthals gesungen, gejubelt und so versucht, der Mannschaft (erfolgreich) die Extra-Portion Motivation mit auf den Weg zu geben.

Unschön jedoch: Im Verlauf der per se schönen Aktion, die dem Fußballromantiker Tränen der Rührung in die Augen zaubert, hielten sich die meisten nicht an die geltenden Corona-Maßnahmen, hielten also keinen Mindestabstand ein und trugen keinen Mund-Nase-Schutz.

Zu allem Überfluss donnerte im Verlauf des Augsburg-Spiels die ein oder andere Pyrotechnik los und Bengalos wurden gezündet. Die Eintracht muss also selbst im Falle des absoluten Freudentaumels in Form der Qualifikation für die Königsklasse ein Pyro-Chaos seitens der eigenen Anhängerschaft befürchten.

Für die Verantwortlichen des Vereins durchaus eine Zwickmühle. Denn zum einen gehen derartige Fan-Aktionen in der aktuellen Situation zu weit. Zum anderen ist man in Frankfurt stolz auf die treuen Wegbegleiter und will Verständnis für die entstandenen und sich aufstauenden Emotionen zeigen.

Eintracht Frankfurt-Fans versammelten sich bereits gegen VfL Wolfsburg und FC Augsburg vor Stadion

Das ein oder andere verständnisvolle, aber auch mahnende Wort des scheidenden Trainers Adi Hütter (51) oder - eventuell noch wirkungsvoller - von Leistungsträgern und Identifikationsfiguren des Teams, könnten hilfreich sein, um eine Eskalation zu vermeiden.

Ob dies zustande kommen wird und wie die verbleibenden Heimspiele gegen den 1. FSV Mainz 05 (9. Mai, 15.30 Uhr) und vor allem am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den SC Freiburg (22. Mai, 15.30 Uhr) dann tatsächlich vor der Arena ablaufen werden, kann jedoch lediglich abgewartet werden.

Titelfoto: Montage: DPA/Arne Dedert DPA/Thomas Frey

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