Schwacher Eintracht-Auftritt! SGE beißt sich an Angstgegner Mainz die Zähne aus

Frankfurt - Im Rhein-Main-Duell verlor Eintracht Frankfurt nach schwacher Leistung gegen den abstiegsbedrohten 1. FSV Mainz 05 verdient mit 0:2. Die Tore für die Gäste erzielten Moussa Niakhaté (43.) und Pierre Kunde (77.).

Daichi Kamada im Zweikampf gegen Leandro Barreiro Martins: Auch der Japaner konnte die Offensive der Frankfurter nicht wirklich beleben.
Daichi Kamada im Zweikampf gegen Leandro Barreiro Martins: Auch der Japaner konnte die Offensive der Frankfurter nicht wirklich beleben.  © dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

Im Vergleich zum 3:0 im Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen veränderte Eintracht-Trainer Adi Hütter sein Team auf zwei Positionen. 

Für David Abraham und Mijat Gacinovic (beide Bank) rückten Stefan Ilsanker und mit Bas Dost ein zweiter Stürmer in die Startelf.

Die Gäste standen zunächst recht hoch und versuchten das Aufbauspiel der Frankfurter früh zu stören. 

Das eröffnete der Eintracht aber die Räume bei schnellem Spiel. So in der 9. Minute, als Filip Kostic auf seiner linken Seite durchstartete und von der Grundlinie auf Almamy Touré flankte, der den Ball mit dem Kopf aber nicht platzieren konnte.

In der Folge verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in die Hälfte der SGE. 

Die Defensive um die Dreierkette mit Makoto Hasebe, Martin Hinteregger und Ilsanker stand aber wie zuletzt weitgehend sicher und ließ zunächst keine größeren Chancen der Rheinhessen zu.

Da den Hausherren nach vorne nur wenig einfiel, plätscherte das Spiel ohne Highlights dahin. Dann doch eine gute Chance für Mainz: Gegen ausnahmsweise aufgerückte Frankfurter kam Robin Quaison an einen langen Pass, setzte sich gegen Hinteregger im Laufduell durch und drosch den Ball aus wenigen Metern neben das Tor (29.).

Die Aufstellung von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FSV Mainz 05

Eintracht Frankfurt vorne ideenlos und hinten mit Patzern gegen den 1. FSV Mainz 05

Pierre Kunde bejubelt sein Tor zum 2:0 für den 1. FSV Mainz 05.
Pierre Kunde bejubelt sein Tor zum 2:0 für den 1. FSV Mainz 05.  © dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

Im Gegenzug ging eine scharfe Hereingabe von Kostic von links knapp am rechten Pfosten der Mainzer vorbei (30.). 

Kurz darauf setzte sich Levin Öztunali auf der rechten Abwehrseite der Frankfurter durch. Seine Flanke fand Taiwo Awoniyi, dessen Direktabnahme das Tor von Kevin Trapp ebenfalls nur knapp verfehlte (31.).

Weil Mainz auch im Anschluss mehr für das Spiel tat, war das 0:1 nicht unverdient. 

Nach einer Ecke durch Daniel Brosinski von links verschätzte sich Ilsanker, sodass Moussa Niakhaté aus etwa sechs Metern frei zum Kopfball kam und unhaltbar verwandelte (43.). 

Adi Hütter reagierte nach der vor allem in der Offensive enttäuschenden ersten Halbzeit und brachte Gacinovic für Bas Dost, an dem das Spiel völlig vorbei gelaufen war, sowie Timothy Chandler für den ebenfalls unauffälligen Touré. 

Sofort erhöhten die Adlerträger den Druck und erspielten sich in kurzer Zeit mehrere Ecken, die allerdings nichts einbrachten. Durch die Frankfurter Angriffsbemühungen taten sich nun natürlich Räume für Mainz auf.

1. FSV Mainz 05 entscheidet bei Eintracht Frankfurt durch Pierre Kunde das Spiel

Filip Kostic ärgert sich über eine über weite Strecken schwache Leistung der Frankfurter.
Filip Kostic ärgert sich über eine über weite Strecken schwache Leistung der Frankfurter.  © dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

Glück für die Eintracht, dass Jean-Philippe Mateta bei einem sauber herausgespielten Kontertor knapp im Abseits stand (53.). Wenige Minuten später traf Öztunali aus spitzem Winkel nur das Außennetz (56.).

Zwar konnten sich die Hessen nun in der Mainzer Hälfte festsetzen. Gegen gut gestaffelte Gäste gelang es aber weiterhin nicht, gefährlich vor das Gehäuse von Keeper Florian Müller zu kommen.

Dagegen blieb Mainz mit seinen Kontern immer gefährlich. Ein Treffer von Quaison wurde nach Prüfung durch den VAR aber ebenfalls zurecht nicht gewertet (67.).

In der nun zunehmend nickeligen Partie fiel den Eintracht-Spielern einfach zu wenig ein, um Mainz vor Probleme zu stellen. Da Silva hing in der Luft und auch über die Außen kam wenig.

Dann patzte auch noch die Abwehr: Hasebe verlor nach einem Abschlag von Müller den Zweikampf gegen Karim Onisiwo, Pierre Kunde spitzelte den Ball am sehr früh herein grätschenden Ilsanker vorbei und hatte freie Bahn zum Tor. 0:2 (77.).

Damit war das Spiel entschieden. Die Eintracht kann die nach den zuletzt gezeigten starken Auftritten aufkeimenden Träume von den Europa League schnell wieder vergessen. Für Mainz ist dieser Sieg ein ganz wichtiger Schritt zum Klassenerhalt.

Titelfoto: dpa/Pool/Getty/Alexander Hassenstein

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