Kein Sieg gegen Fürth: Eintracht patzt bei Barcelona-Generalprobe

Frankfurt am Main - Ideenloses Remis gegen das Schlusslicht: Am 28. Spieltag der 1. Bundesliga kam Eintracht Frankfurt nicht über ein 0:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth hinaus.

Frankfurts Filip Kostic (r.) zieht im Zweikampf mit Marco Meyerhöfer den Kürzeren. Die Fünferkette der Fürther machte den Hessen schwer zu schaffen.
Frankfurts Filip Kostic (r.) zieht im Zweikampf mit Marco Meyerhöfer den Kürzeren. Die Fünferkette der Fürther machte den Hessen schwer zu schaffen.  © dpa/Sebastian Gollnow

SGE-Trainer Oliver Glasner änderte seine Startformation nach dem 0:0 bei RB Leipzig auf zwei Positionen. Makoto Hasebe ersetzte den gelbgesperrten Martin Hinteregger, für Sebastian Rode (Bank) begann Djibril Sow.

Bei Fürth standen im Vergleich zum 0:0 gegen den SC Freiburg Luca Itter, Jetro Willems und Havard Nielsen für Sebastian Griesbeck (krank), Simon Asta und Jamie Leweling (beide Bank) von Beginn an auf dem Platz.

Die Partie startete erwartungsgemäß mit viel Ballbesitz für die Hessen. Torschüsse konnten die sehr tiefstehenden Gäste aber zunächst verhindern, auch weil die gefährlichen Außen der Adlerträger gegen die Fürther Fünferkette nicht zum Zug kamen.

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Überraschenderweise hatte das Kleeblatt die erste Großchance. Der Ex-Frankfurter Willems hatte auf den anderen ehemaligen Eintracht-Kicker Branimir Hrgota durchgesteckt, aber der Schwede scheiterte aus Nahdistanz am herausgeeilten Kevin Trapp (17.).

Auch in der Folge gelang den uninspirierten Hausherren in der Offensive wenig, wozu die vielen Ballverluste ebenfalls beitrugen. Zumindest war es in dieser Hinsicht beruhigend, dass das schnelle Umschaltspiel nicht gerade eine Paradedisziplin der Franken ist.

Eintracht Frankfurt mit zwei Änderungen in der Startelf

Mit dieser Aufstellung starteten die Gäste der SpVgg Greuther Fürth

Zwei Großchancen für Eintracht Frankfurt durch Jesper Lindström, Andreas Linde pariert glänzend

In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatte Jesper Lindström (l.) zweimal den Führungstreffer für die Eintracht auf dem Fuß, scheiterte aber an Gäste-Keeper Andreas Linde (nicht im Bild).
In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatte Jesper Lindström (l.) zweimal den Führungstreffer für die Eintracht auf dem Fuß, scheiterte aber an Gäste-Keeper Andreas Linde (nicht im Bild).  © dpa/Sebastian Gollnow

Es dauerte bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit, ehe Andreas Linde im Fürther Kasten etwas zu tun bekam. Zunächst klärte er einen 18-Meter-Kracher aus halbrechter Position von Ansgar Knauff (41.), anschließend zweimal gegen den frei auf ihn zulaufenden Jesper Lindström (42./44.). So ging es torlos in die Kabine.

Vor rund 50.000 Zuschauern im Deutsche Bank Park kam Frankfurt aggressiver als zu weiten Teilen der ersten Halbzeit aus der Pause. Aber wieder hatte das Kleeblatt die erste Chance. Der eingewechselte Leweling setzte sich links im Strafraum gegen Tuta durch, schob die Kugel aber aus spitzem Winkel knapp neben den kurzen Pfosten ins Aus (57.).

Oliver Glasner reagierte auf die fehlende Durchschlagskraft und brachte Gonçalo Paciência für den nahezu unsichtbaren Rafael Borré (59.) und Jens Petter Hauge für Daichi Kamada (69.). Die Eintracht erhöhte noch einmal den Druck, aber entweder kam das entscheidende Zuspiel nicht an, oder ein Fürther Abwehrbein verhinderte den Abschluss.

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Und wenn doch mal ein Ball auf den Kasten der Gäste kam, war da auch noch Linde - so in der 80. Minute, als der schwedische Keeper einen Schuss von Paciência aus zehn Metern klasse parieren konnte.

Fürths Torhüter Andreas Linde (l.) war einer der stärksten Spieler auf dem Platz und hielt den Punkt für die Gäste fest.
Fürths Torhüter Andreas Linde (l.) war einer der stärksten Spieler auf dem Platz und hielt den Punkt für die Gäste fest.  © dpa/Sebastian Gollnow

SpVgg Greuther Fürth punktet gegen Eintracht Frankfurt

So schaukelte der Tabellenletzte aus Mittelfranken dank einer sehr engagierten Defensivleistung das Match über die Runden. Bei der Eintracht haperte es einmal mehr an der fehlenden Torgefährlichkeit und die Adlerträger konnten den Rückstand auf die europäischen Plätze nicht nennenswert verkürzen.

Greuther Fürth empfängt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) Borussia Mönchengladbach, während bei den Hessen bereits am Donnerstag (21 Uhr) in der Europa League ein Spektakel ansteht: Dann kommt der FC Barcelona nach Frankfurt.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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