Eintracht Frankfurt verspielt erneut Führung: SGE nur Remis in Augsburg!

Frankfurt am Main/Augsburg - Die SGE tritt auf der Stelle: Am 19. Spieltag der 1. Bundesliga musste sich Eintracht Frankfurt beim FC Augsburg trotz Führung mit einem 1:1 (1:1) zufriedengeben.

Die Mitspieler feiern Eintracht Frankfurts Daichi Kamada nach dessen Treffer zum 1:0 für die Hessen.
Die Mitspieler feiern Eintracht Frankfurts Daichi Kamada nach dessen Treffer zum 1:0 für die Hessen.  © dpa/Matthias Balk

Daichi Kamada brachte die Hessen mit 1:0 in Führung (22. Minute), doch Michael Gregoritsch gelang noch in der ersten Halbzeit der Ausgleich (38.).

FCA-Trainer Markus Weinzierl veränderte seine Startelf nach dem 1:3 bei der TSG 1899 Hoffenheim auf zwei Positionen. Für Felix Uduokhai und André Hahn (beide Bank) standen Reece Oxford und Winter-Neuzugang Ricardo Pepi von Beginn an auf dem Platz.

SGE-Coach Oliver Glasner musste Corona-bedingt mit Stammkeeper Kevin Trapp und Filip Kostic auf zwei absolute Leistungsträger verzichten. Im Vergleich zum 2:3 gegen den BVB saßen außerdem Martin Hinteregger und Ajdin Hrustic zunächst auf der Bank. Dafür rückten Makoto Hasebe, Djibril Sow, Almamy Touré und Ersatztorhüter Diant Ramaj ins Team.

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Die Partie begann ausgeglichen, wobei beide Mannschaften immer wieder längere Ballbesitzphasen hatten, ohne sich große Chancen herauszuspielen. Die erste wirklich gefährlich Situation führte gleich zur Führung der Gäste.

Der Fuggerstädter Niklas Dorsch spielte in der Vorwärtsbewegung an der Mittellinie Jesper Lindström die Kugel in die Füße, der schickte Rafael Borré, der das Leder zum mitgelaufenen Kamada hinüberlegte. Der Japaner umspielte elegant den herausgeeilten Keeper Rafal Gikiewicz und netzte zum 1:0 für die Hessen ein (22.).

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Eintracht Frankfurt ohne Kevin Trapp und Filip Kostic

Michael Gregoritsch gelingt aus spitzem Winkel der Ausgleichstreffer für den FC Augsburg

Michael Gregoritsch (2.v.l.) ließ sich nach seinem Tor zum 1:1 von den Teamkollegen feiern.
Michael Gregoritsch (2.v.l.) ließ sich nach seinem Tor zum 1:1 von den Teamkollegen feiern.  © dpa/Matthias Balk

Nur wenig später hätte Frankfurt den Vorsprung ausbauen können. Sow fand mit einem Traumpass aus der eigenen Hälfte den durchgestarteten Lindström, der im Augsburger Sechzehner Oxford austanzte und die Kugel punktgenau an Gikiewicz vorbei an den kurzen Pfosten setzte (29.).

Die Fuggerstädter machten es dann besser. Iago bediente mit einem mustergültigen Pass den links in den SGE-Strafraum gespurteten Gregoritsch, der aus ganz spitzem Winkel zum 1:1 traf (38.). Ramaj sah beim Tor nicht gut aus: Er hatte auf eine Hereingabe zum lauernden Pepi spekuliert und deshalb die kurze Ecke aufgemacht.

Nun hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Diskussionen gab es, als Lindström bei einem Zweikampf im Strafraum der Ball auf den ausgestreckten Oberarm fiel. Aber Schiedsrichter Sven Jablonski gab den von den Augsburger geforderten Elfer nach Video-Überprüfung nicht (45.+3).

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Die zweite Halbzeit dominierten zunächst die Gäste. Pech für die Adlerträger, dass Touré im Getümmel nach einer Ecke das Leder aus sechs Metern über die Latte des Augsburger Kastens drosch (54.).

Großchancen für Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg in der Schlussphase

Frankfurts Jesper Lindström (l.) behauptet gegen Iago vom FCA den Ball. In der ersten Halbzeit traf der Däne nur den Pfosten, in der zweiten hatte er erneut den Führungstreffer auf dem Fuß.
Frankfurts Jesper Lindström (l.) behauptet gegen Iago vom FCA den Ball. In der ersten Halbzeit traf der Däne nur den Pfosten, in der zweiten hatte er erneut den Führungstreffer auf dem Fuß.  © dpa/Matthias Balk

In der Folge konnten sich die Hessen in der Hälfte der bayerischen Schwaben festsetzen. Augsburg stand nun recht tief und lauerte auf Konter.

Dabei offenbarte die Abwehr der Hausherren ein ums andere Mal bedenkliche Lücken, die die Eintracht aber nicht ausnutzen konnte.

In der Schlussphase der Partie verstärkten die Augsburger noch einmal ihre Offensivbemühungen und drängten die SGE zeitweise in die eigene Hälfte.

Kurz vor Schluss hatte dann aber erneut Lindström die Entscheidung auf dem Fuß, als er freistehend aus zehn Metern an Gikiewicz scheiterte (88.). Dann fand der eingewechselte Florian Niederlechner ebenfalls frei aus zehn Metern am glänzend parierenden Ramaj seinen Meister. Der Schlussmann machte seinen Fehler somit wieder gut und hielt das 1:1 für die Hessen fest (90.+2)

Damit bleiben die Frankfurter in der Bundesliga auf Platz acht. Augsburg konnte hingegen den Relegationsplatz verlassen und kletterte auf Rang 15.

Am kommenden Freitag (20.30 Uhr) empfängt die Eintracht dann Arminia Bielefeld. Der FCA tritt am Samstag (15.30 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen an.

Titelfoto: dpa/Matthias Balk

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