Emotionale Rückkehr: Eintracht Frankfurt empfängt Bobic und Boateng

Frankfurt am Main - Gemeinsam gewannen Fredi Bobic (49) und Kevin-Prince Boateng (34) 2018 mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Nun kehren der frühere Sportvorstand und der weit gereiste Profi zum Spiel am Samstag (15.30 Uhr) mit Hertha BSC an den Main zurück.

Der damalige Sportvorstand Fredi Bobic (r.) präsentiert im August 2017 Kevin-Prince Boateng als neuen Spieler bei Eintracht Frankfurt. Gemeinsam gewann man ein Jahr später den DfB-Pokal.
Der damalige Sportvorstand Fredi Bobic (r.) präsentiert im August 2017 Kevin-Prince Boateng als neuen Spieler bei Eintracht Frankfurt. Gemeinsam gewann man ein Jahr später den DfB-Pokal.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Herthas heutiger Sport-Geschäftsführer verließ Frankfurt im Sommer mit einigen Störgeräuschen und wechselte an die Spree. Dafür wurde sein eigentlich noch bis 2023 laufender Vertrag bei der Eintracht aufgelöst.

"Nach fünf tollen Jahren ist das emotional etwas Schönes. Ich bin sicher nicht voller Nervosität", sagte Bobic vor der erstmaligen Rückkehr.

"Er ist hier immer herzlich willkommen und gerne gesehen", sagte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann (50) dem hr-sport über Bobic, der am 30. Oktober 50 wird.

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"Wir hatten fünf gute und sehr erfolgreiche Jahre mit Fredi, auch wenn es zum Ende ein paar Verstimmungen gab."

Eintracht-Ex-Star Jan Age Fjörtoft (54) appelliert in seiner "Bild"-Kolumne an die Eintracht-Anhänger: "Meine Bitte an die Fans: Empfangt ihn gut. Nein, sehr gut! Okay, wir alle wissen nicht, was hinter den Türen zwischen den Verantwortlichen bei der Trennung alles passiert ist", so der Norweger.

"Aber die Fans sollten nicht vergessen, was Fredi hier in den vergangenen fünf Jahren geleistet hat. Dass er hier aber trotzdem 0:3 verlieren soll, versteht sich von selbst."

Eintracht Frankfurt nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust gegen Hertha BSC

Emotion pur: Eintracht-Coach Oliver Glasner (47) nach dem Abpfiff beim Auswärtssieg in München
Emotion pur: Eintracht-Coach Oliver Glasner (47) nach dem Abpfiff beim Auswärtssieg in München  © dpa/Matthias Balk

Im Blickpunkt steht auch Boateng. Nur zu gerne würde der Routinier gegen Frankfurt auf dem Rasen stehen. "Ich freue mich darauf, ich hoffe, ich werde gut empfangen", sagte Boateng: "Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen, das wir gewinnen wollen. Da wird es keine Freunde geben."

Der Druck auf den Hauptstadtclub ist schon enorm. Sechs Punkte aus sieben Spielen, nur zwei Siege, Tabellenplatz 14 - das ist zu wenig für die hohen Ansprüche des "Big City Club".

Die Hessen stehen in der Tabelle zwar nur unwesentlich besser da als die Hertha, haben sich aber mit den Siegen in der Europa League in Antwerpen (1:0) und beim FC Bayern München (2:1) mächtig Selbstvertrauen geholt.

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Jetzt hofft Eintracht-Coach Oliver Glasner auf den ersten Heimsieg unter seiner Regie.

Auf das Bayern-Spiel wollte der 47-Jährige am Donnerstag aber nicht mehr groß eingehen: "Wir halten uns immer nur kurz mit dem Geschehenen auf. Nach Siegen wie nach Niederlagen. Der Fokus geht immer nach vorne."

Rode, Lenz und Barkok fehlen, Borré ist fraglich

Verzichten muss Glasner auf den Langzeitverletzten Sebastian Rode (31), Christopher Lenz (27) und Aymen Barkok (23). Offen ist, ob Rafael Borré (26) eine Option für die Eintracht ist: Der Stürmer spielt am Donnerstagabend noch für Kolumbien in der WM-Qualifikation gegen Ecuador.

Gegen die kriselnde Hertha können die Frankfurter ihre imponierende Heimserie ausbauen. Saisonübergreifend sind sie seit 22 Liga-Heimspielen ungeschlagen (zwölf Siege, zehn Unentschieden).

In dieser Saison gab es allerdings dreimal nur ein Remis. Zuletzt verloren die Hessen im eigenen Stadion am 6. Juni 2020 beim 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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