Vor Bayern-Spiel: Eintracht-Trainer Hütter hofft auf sein starkes Offensiv-Trio

Frankfurt am Main/Münchn - Unter Trainer Adi Hütter hat Eintracht Frankfurt beim FC Bayern München gleich zweimal fünf Gegentore kassiert. Das soll sich diesmal ändern. Ohne Kostic muss offensiv ein zuletzt starkes Trio erneut glänzen.

Zuletzt konnte sich Eintracht-Coach Ade Hütter vor allem über die Offensivleistung seines Teams freuen.
Zuletzt konnte sich Eintracht-Coach Ade Hütter vor allem über die Offensivleistung seines Teams freuen.  © dpa/Uwe Anspach

Unter der Woche hat Adi Hütter über den FC Bayern gestaunt. Wie der deutsche Meister und Champions-League-Sieger in der Königsklasse Atlético Madrid beim 4:0 vorführte, beeindruckte den Frankfurter Trainer.

"Ich sehe es auch so, dass es für mich die beste Mannschaft der Welt ist. Wenn man alle anderen Top-Teams sieht, hat Bayern die geringsten Probleme. Wenn du gegen Atlético 4:0 nach 70 Minuten führst, zeigt das, was sie für eine Klasse haben", lobte der Österreicher am Freitag.

Die Eintracht ist zwar nach vier Bundesliga-Spieltagen ungeschlagen, geht aber am Samstag (15.30 Uhr) als deutlicher Außenseiter in das Gastspiel bei den Münchnern.

Die Elf von Trainer Hansi Flick wirkt auch ohne den coronabedingt fehlenden Serge Gnabry wieder in Bestform, weshalb Hütter eindringlich warnte: "Wir werden morgen leiden müssen. Wir werden laufen müssen, das wird die Basis sein. Wenn wir passiv sind, wird es nicht angenehm werden für uns."

Personell gibt es bei der Eintracht nicht viel Neues. Hütter muss weiter auf den verletzten Flügelflitzer Filip Kostic verzichten. Der Serbe ist nach einem Innenbandanriss noch keine Kader-Option

"Wenn er nach der Länderspielpause wieder bei 100 Prozent ist, wäre es super. Ich kann mir natürlich auch vorstellen, dass es früher klappt", erklärte Hütter.

Adi Hütters Extralob an Stürmer Bas Dost

Bas Dost präsentierte sich in der aktuellen Saison bislang in außerordentlich guter Form.
Bas Dost präsentierte sich in der aktuellen Saison bislang in außerordentlich guter Form.  © dpa/Uwe Anspach

Neuzugang Amin Younes soll derweil auch in München als Joker agieren und nicht zur Startelf gehören. Offen ist, ob David Abraham rechtzeitig fit wird. Dem Routinier macht eine Verletzung in der Kniekehle zu schaffen.

Seit Hütter im Sommer 2018 den Posten bei der Eintracht antrat, fielen im Duell mit Bayern meistens viele Tore. Abgesehen vom furiosen 5:1-Sieg vor knapp einem Jahr fielen die Treffer aber meistens für den Favoriten aus Bayern.

0:5 im Supercup, 1:5 im Mai 2019, 2:5 im Mai 2020. "Ich finde, Bayern hat sich wieder gut erholt", sagte Hütter über den aktuellen Trend. Die Qualität werde beim Meister "nicht schlechter", wenn Flick rotiere, verdeutlichte der Eintracht-Coach.

Abgesehen von einem übermächtigen Gegner konnte sich die Eintracht zuletzt auf die eigene Stärke verlassen. In Bas Dost und André Silva hat sich ein treffsicheres Sturmduo gebildet, Spielmacher Daichi Kamada agiert dahinter seit Wochen auf hohem Niveau.

"Wichtig ist für mich, dass Bas Dost in einem ganz anderen Zustand ist. Er hat immer mit sich gehadert. Er ist jetzt sehr, sehr gut drauf. Wichtig ist, dass alle fit sind. Dann sind sie ein gutes Trio, das vielen Mannschaften weh tun kann", analysierte Hütter.

Auch der Ex-Münchner Sebastian Rode forderte ein mutiges Auftreten beim Branchenprimus. "Gerade wir haben nach der Corona-Pause gezeigt, dass wir auch gegen die Bayern mithalten können", sagte Rode dem "Kicker" mit Verweis auf das DFB-Pokal-Halbfinale, das nur mit 1:2 verloren ging.

"Wir brauchen uns nicht zu verstecken, nach dem guten Start haben wir eine breite Brust", sagte der gebürtige Südhesse.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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