Was für ein Eintracht-Spiel! Tränen, Trauer, Trikot-Tausch und eine traumhafte Rückkehr

Frankfurt am Main - Ausgerechnet Rückkehrer Luka Jovic schoss Eintracht Frankfurt zum verdienten Heimsieg gegen den FC Schalke 04. Ein Abschied und zwei Randnotizen bewegten außerdem.

Genau zehn Minuten benötige Luka Jovic (l.), um seinen ersten Treffer für Eintracht Frankfurt nach seiner Rückkehr zu erzielen
Genau zehn Minuten benötige Luka Jovic (l.), um seinen ersten Treffer für Eintracht Frankfurt nach seiner Rückkehr zu erzielen  © DPA/Arne Dedert

Frankfurts Trainer Adi Hütter rannte wie entfesselt auf den Platz, um erst den scheidenden David Abraham und danach Rückkehrer Luka Jovic zu herzen und zu küssen.

Der gerade erst verpflichtete Serbe traf beim 3:1 (1:1) von Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Schalke 04 gleich zweimal - erst in der 72. Minute, dann in der Nachspielzeit.

Zuvor brachte André Silva (28.) die Hausherren in Führung, die Matthew Hoppe (29.) umgehend ausglich.

Jovic war erst zehn Minuten vor seinem ersten Treffer eingewechselt worden.

Hütter meinte: "Dass Luka solche zwei Traumtore schießt, zeigt seine Klasse." Sogar von Schalke-Trainer Christian Gross gab es ein Extra-Lob: "Ein überragender Mann!"

"Das war ein Drehbuch wie in einem Hollywoodfilm", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic bei "Sky".

Nach dem Spiel feierte die Spieler von Eintracht Frankfurt ihren Kapitän

Die Mannschaft lässt ihren scheidenden Kapitän hochleben.
Die Mannschaft lässt ihren scheidenden Kapitän hochleben.  © DPA/Arne Dedert

Bobic freute sich besonders für seinen scheidenden Kapitän: "Das war ein schöner Abschied für David, mit einem Sieg seine Karriere zu beenden."

Nach dem Abpfiff sorgte Abraham mit einer ungewöhnlichen Geste für Verblüffung: Er tauschte das Trikot mit Schiedsrichter Manuel Gräfe.

"Ich weiß, dass ich in meiner Karriere für die eine oder andere Diskussion gesorgt habe", sagte Abraham. "Aber außerhalb des Platzes bin ich ein lieber Mensch."

Lange stand der Argentinier, der seine Karriere beendet, im Kreis seiner Mannschaftskollegen und wurde gefeiert. Da kullerte auch die ein oder andere Träne beim 34-Jährigen.

"Wenn die Fans wieder zurück ins Stadion kommen, komme ich auch noch einmal zurück", versprach er. "Jetzt ist Familienzeit angesagt, jetzt werde ich Zeit mit meinem Sohn verbringen."

Mit einem Banner und Kränzen wurde im Stadion eines treuen Fans gedacht, der in der vergangenen Woche gestorben ist.
Mit einem Banner und Kränzen wurde im Stadion eines treuen Fans gedacht, der in der vergangenen Woche gestorben ist.  © DPA/Arne Dedert

Trauer um treuen Fan: Auch die Spieler legen Kranz ab

Ergreifendes ereignete sich auch vor dem Spiel. Mit einem Banner und Kränzen wurde im Stadion eines treuen Fans mit dem Spitznamen "Rundschau" gedacht, der in der vergangenen Woche gestorben ist.

Auch die Spieler von Eintracht Frankfurt legten einen Kranz ab. "Es ist ein treuer Fan gestorben, der uns allen bekannt war" sagte Eintracht Sportvorstand Fredi Bobic bei "Sky". Der dreifache Familienvater sei nur 37 Jahre alt geworden.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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