Eintracht-Trainer Glasner kritisiert Corona-Regeln: "93.000 Zuschauer in Dallas" möglich

Frankfurt am Main - Genervt von Politik und Unverhältnismäßigkeit! Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner (47) hat Unverständnis geäußert über die aktuell gültigen Corona-Regeln im Fußball.

Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner (47) brachte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sein Unverständnis gegenüber den aktuell gültigen Corona-Regeln im Fußball zum Ausdruck.
Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner (47) brachte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sein Unverständnis gegenüber den aktuell gültigen Corona-Regeln im Fußball zum Ausdruck.  © Daniel Karmann/dpa

Dass er wegen der Pandemie noch kein Heimspiel mit der Eintracht in einem ausverkauften Stadion erleben durfte, stimme ihn "traurig und enttäuscht", sagte Glasner in einem Interview der "Bild am Sonntag" und führte aus:

"Ich schaue immer wieder Premier League, habe mir auch die Wild-Card-Games im Football angesehen: 93.000 Zuschauer in Dallas, wo das Stadion geschlossen ist, keine Masken. Da frage ich mich, warum es dort geht und hier nicht."

Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) im Dezember gibt es in den Stadien strenge Zugangsregeln, die von den Ländern jedoch völlig unterschiedlich interpretiert werden.

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So dürfen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen gar keine Zuschauer in die Arenen. Der 1. FC Magdeburg kann aufgrund der 50-Prozent-Verordnung in Sachsen-Anhalt jedoch vor bis zu 15.000 Zuschauern spielen.

"Als Frankfurter könnte man also theoretisch dort ins Stadion gehen, hier aber nicht. Das soll mir mal bitte jemand erklären", sagte Glasner, der vor dieser Saison vom VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt gewechselt war.

Vor dem nächsten Treffen von Bund und Ländern am Montag haben sich inzwischen die vier wichtigsten deutschen Profiligen zusammengeschlossen und fordern in einem Schreiben an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten ein Ende von Pauschalverboten.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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