Eintracht-Trainer will gegen Leverkusen "zurück auf die Siegerstraße"

Frankfurt am Main - Trotz der durch den Ausfall von Abwehrchef Makoto Hasebe dramatisch verschärften Personallage hofft Eintracht Frankfurt im Bundesligaduell gegen Bayer 04 Leverkusen an diesem Samstag (15.30 Uhr) auf einen Sieg.

Oliver Glasner (48), der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, möchte seine Mannschaft im morgigen Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen trotzt Personalnot in der Defensive siegen sehen.
Oliver Glasner (48), der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, möchte seine Mannschaft im morgigen Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen trotzt Personalnot in der Defensive siegen sehen.  © Arne Dedert/dpa

"Wir wollen nach den zwei Niederlagen zurück auf die Siegerstraße", sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner (48) am Freitag.

Die Verletzung von Hasebe, der sich im Champions-League-Spiel bei Tottenham Hotspur das Innenband im Knie angerissen hat und für mehrere Wochen ausfällt, verstärkt die Sorgen der Hessen vor allem in der Defensive.

Denn auch Aurélio Buta (25, Knie-OP), Luca Pellegrini (23, Schulter) und Ansgar Knauff (20, Faszien-Verletzung) stehen nicht zur Verfügung. Zudem sind Almamy Touré (26) und Jérôme Onguéné (24) zwar zurück im Training, gegen Leverkusen aber noch keine Option.

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"Wir sind in der Defensive seit Wochen am Improvisieren. Es ist unsere Aufgabe, Lösungen zu finden", sagte Glasner und forderte: "Es ist wichtig, dass wir nicht abhängig sind von einem 38-jährigen Makoto Hasebe. Hier gilt es, sich der Verantwortung zu stellen und diese zu übernehmen. Das erwarte ich von meinen Spielern."

Seine Schützlinge müssten die gegenwärtige Situation akzeptieren und auch auf ungewohnten Positionen gute Leistungen bringen – schließlich könne er "aus einem Rechtsfuß keinen Linksfuß machen." Für alle gelte es, das eigene Ego ein Stück weit nach hinten zu stellen und zusammenzurücken.

Oliver Glasner über die Eintracht-Spieler: "Ihr Tank ist voll – körperlich und mental"

Frankfurts Faride Alidou (21, oben links) setzte sich im Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur in der 87. Spielminute per Kopfball durch und traf zum 2:3-Endstand.
Frankfurts Faride Alidou (21, oben links) setzte sich im Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur in der 87. Spielminute per Kopfball durch und traf zum 2:3-Endstand.  © Arne Dedert/dpa

Von den zur Verfügung stehenden Spielern hat der Trainer einen guten Eindruck.

"Ich hätte die Jungs 36 Stunden nach London heute etwas müder erwartet. Aber ihr Tank ist voll – körperlich und mental. Wir haben ein gutes Gefühl", berichtete Glasner. Der 48-Jährige ist daher zuversichtlich, dass nach dem 2:3 in der Königsklasse bei Tottenham und dem 0:3 bei Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum der kleine Negativtrend gestoppt werden kann.

Mit 14 Punkten steht die Eintracht aktuell auf Tabellenplatz acht in der Fußball-Bundesliga – und damit deutlich vor Leverkusen. Die Werkself, die am vergangenen Mittwoch in der Königsklasse gegen den FC Porto eine 0:3-Heimpleite kassierte, ist mit nur acht Zählern derzeit Tabellen-15.

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Glasner will Bayer trotzdem nicht unterschätzen. "Das ist ein top Kader, der diese Saison bisher unterperformt hat", warnte er.

Vor der Saison habe er Leverkusen mit Leipzig als den größten Bayern-Konkurrenten genannt, weil sie ihren Kader nicht nur zusammenhalten, sondern auch verstärken konnten. "Sie haben mit das höchste Tempo in der Liga", sagte Glasner über den Rivalen.

"Wir brauchen eine gute Struktur im Spiel, sonst werden sie uns mit ihrem Tempo vor sehr große Probleme stellen."

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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