Erneuter Eintracht-Wahnsinn! SGE bezwingt Union dank Sow-Traumtor und Lucky Punch

Frankfurt/Berlin - Da ist endlich der lang ersehnte, erste Heimsieg dieser Bundesliga-Saison! Eintracht Frankfurt setzte sich nach einer phasenweise starken Leistung mit 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin durch.

Ein wuchtiger Kopfball von Evan Ndicka (3.v.r.) bescherte Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin einen späten Heimerfolg.
Ein wuchtiger Kopfball von Evan Ndicka (3.v.r.) bescherte Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin einen späten Heimerfolg.  © Arne Dedert/dpa

Im Deutsche Bank Park brachte Djibril Sow die Gastgeber vor 24.000 Zuschauern schon im ersten Durchgang mit 1:0 in Führung (22.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Max Kruse vom Punkt für den zwischenzeitlichen Ausgleich (62.), ehe Evan Ndicka spät den 2:1-Endstand markierte (90.+5).

Eintracht-Coach Oliver Glasner vertraute nach dem 2:0-Erfolg beim SC Freiburg und dem 2:2-Unentschieden in der Europa League auch im dritten Teil der Englischen Woche auf dieselbe Anfangself.

Auf der anderen Seite stellte Gäste-Coach Urs Fischer sein Team im Vergleich zum Conference League-Triumph auf vier Positionen um. Torwart Andreas Luthe, Kapitän Christopher Trimmel, Bastian Oczipka und Grischa Prömel durften starten.

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Dafür nahmen Keeper Frederik Rönnow, Julian Ryerson und Kevin Möhwald auf der Bank Platz. Tymoteusz Puchacz, der beim 1:0 gegen Maccabi Haifa noch anfing, war diesmal nicht mal im Kader.

Das Duell der beiden Europapokal-Teilnehmer begann sehr energisch - von müden Beinen zunächst keine Spur. Schon in der 7. Minute jubelten die Heimfans. Ein Borré-Treffer wurde aber zu Recht wegen Abseits aberkannt.

Startelf von Eintracht Frankfurt im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin

Anfangsformation des 1. FC Union Berlin in der Bundesliga-Auswärtspartie bei Eintracht Frankfurt

Djibril Sow schießt Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin traumhaft in Führung

Djibril Sow netzte in der 22. Minute wunderschön zum 1:0 für Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin ein.
Djibril Sow netzte in der 22. Minute wunderschön zum 1:0 für Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin ein.  © Arne Dedert/dpa

Frankfurt übernahm immer mehr die Kontrolle und belohnte sich dann nach kurz ausgeführter Ecke. Einen halbhohen Ball in die Mitte konnte FCU-Captain Trimmel nur an die Sechzehner-Kante klären, wo Sow die Kugel direkt nahm und sie scharf in den rechten oberen Winkel schoss - ein traumhaftes 1:0 (22.)!

Im Anschluss lehnten sich die Adler keinesfalls zurück. Stattdessen überzeugten sie mit vielen schnellen Balleroberungen und starken Angriffen über Außen. Kamada konnte beinahe eine zweite Bude nachlegen, als er eine Kostic-Flanke an die Latte köpfte (25.).

Wenig später brachte der Serbe einen Eckstoß gefährlich an den Fünfmeterraum, von wo aus Jakic vollkommen freistehend per Kopf links am Kasten vorbei abschloss (29.).

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Auch im weiteren Verlauf rollte das Leder nur in Richtung Union-Tor. Die Eisernen wirkten mittlerweile doch müde und hatten Glück, dass der Gegner seine Möglichkeiten nicht nutzte.

Kurz vor der Pause versemmelte Eintracht-Angreifer Borré die nächste Chance. Aus kürzester Distanz ballerte er eine Direktabnahme über das Gehäuse - die Hereingabe kam einmal mehr vom überragenden Filip Kostic (41.). So blieb es nach 45 Minuten beim 1:0.

Evan Ndicka wuchtet Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin zum ersten Heimsieg der Saison

Max Kruse (r.) erzielte gegen Eintracht Frankfurt vom Elfmeterpunkt aus den zwischenzeitlichen Ausgleich für den 1. FC Union Berlin.
Max Kruse (r.) erzielte gegen Eintracht Frankfurt vom Elfmeterpunkt aus den zwischenzeitlichen Ausgleich für den 1. FC Union Berlin.  © Arne Dedert/dpa

Im Vergleich zum unterhaltsamen ersten Abschnitt plätscherte die Begegnung vor allem zum Start der zweiten Halbzeit ohne nennenswerte Abschlüsse vor sich her.

Der erste richtige Aufreger sollte dann prompt zum zweiten Tor des Tages führen. SGE-Verteidiger Evan Ndicka foulte Taiwo Awoniyi im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kruse souverän zum Ausgleich für die Gäste (62.).

Nach dem 1:1 nahm die Glasner-Truppe wieder mehr Fahrt auf, allerdings ohne dabei zu echten Gelegenheiten zu kommen. Die Partie entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit, die auch für eine deutlich ruhigere Atmosphäre auf den Rängen sorgte.

Beide Trainer reagierten mit frischen Kräften auf die trägen Leistungen ihrer Kicker. Den Spielausgang konnte aber keiner der Eingewechselten mehr verändern.

Stattdessen war es Abwehrmann Ndicka, der das Stadion extrem spät nochmal zum Leben erweckte, als er eine erneute Flanke von Kostic per Kopf zum 2:1 an Luthe vorbeiwuchtete (90.+5). Dieser Lucky Punch brachte der Eintracht doch noch verdiente drei Punkte gegen harmlose Köpenicker und damit den ersten Heimsieg der aktuellen Liga-Saison.

Nach der harten Englischen Woche kann sich die Eintracht bis Samstag zum Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) ausruhen. Die Berliner müssen schon am Freitag wieder ran - zu Hause gegen RB Leipzig (20.30 Uhr/DAZN).

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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