"Dürfen überhaupt keine Fehler machen": Eintracht mit viel Respekt zum FC Bayern

Frankfurt am Main - Anfang November feierte Eintracht Frankfurt beim 5:1-Sieg gegen Bayern München ein rauschendes Fußball-Fest. Vor dem Rückspiel stehen die Vorzeichen anders: Die Bayern führen die Liga an, die Eintracht hat viermal nacheinander verloren.

Muss Eintracht-Coach am kommenden Samstag die fünfte Niederlage in Folge verarbeiten?
Muss Eintracht-Coach am kommenden Samstag die fünfte Niederlage in Folge verarbeiten?  © dpa/Friso Gentsch

An das Ende der Negativserie ausgerechnet beim Branchenprimus Bayern München glauben bei Eintracht Frankfurt wohl nur die kühnsten Optimisten.

Und so klingen die offiziellen Statements beim hessischen Fußball-Bundesligisten vor dem Bundesliga-Topspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) auch eher wie das berühmte Pfeifen im Wald.

"Das ist eines der schwersten Auswärtsspiele. Uns erwartet eine absolute Topmannschaft, gegen die wir überhaupt keine Fehler machen dürfen", sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter am Freitag.

Auch Sportdirektor Bruno Hübner rechnet sich kaum Erfolgschancen aus. "Es wird schwer, zu punkten", sagte er und richtete den Blick schon auf den Saison-Endspurt.

"Wenn der Samstag rum ist, haben wir gegen die Top Fünf der Liga gespielt und in der Rückrunde mindestens zehn Zähler geholt. Wir müssen hinten raus die Punkte holen. Das werden wir", betonte Hübner.

Einig sind sich Trainer und Sportdirektor darin, dass man den Bayern die Punkte aber nicht kampflos überlassen darf. Denn nicht nur Hütter weiß: "Wenn die Leistung nicht stimmt, kann es in München sehr unangenehm werden."

So wie vor einem Jahr, als die Hessen am letzten Spieltag mit 1:5 untergingen. Hütter fordert daher: "Wir müssen über 90 Minuten sehr, sehr konzentriert und taktisch diszipliniert sein. Wir müssen vor allem die Anfangsphase gut überstehen."

Adi Hütter kündigt bessere Leistung als gegen Mönchengladbach an

Rami Bensebaini von Mönchengladbach jubelt nach seinem Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:0 neben Frankfurts Martin Hinteregger.
Rami Bensebaini von Mönchengladbach jubelt nach seinem Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:0 neben Frankfurts Martin Hinteregger.  © dpa/AP-Pool/Michael Probst

Das war zum Neustart nach der Corona-Pause in der Vorwoche beim 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach nicht gelungen, als die Eintracht nach nur sieben Minuten schon mit 0:2 zurücklag.

"Wir wollen es besser machen", kündigte der 50 Jahre alte Österreicher an. Wenn dies gelinge, könne man vielleicht sogar eine Überraschung schaffen.

So richtig glauben mag daran aber kaum jemand. "Die Bayern sind das Maß aller Dinge, das Non-Plus-Ultra im deutschen Fußball", betonte Hütter. "Hansi Flick hat die Mannschaft in eine Verfassung gebracht, dass sie klarer Favorit auf den Meistertitel ist. Sie spielen sehr homogen, flexibel und variabel und gehen mit viel Selbstvertrauen an die Sache."

Verzichten muss der hessische Bundesligist am Samstag weiterhin auf den verletzten Stürmer Goncalo Paciencia. Noch ungewiss ist der Einsatz von Kapitän David Abraham, der gegen Mönchengladbach humpelnd vom Platz musste.

Unabhängig vom Personal fordert Hütter von seinen Schützlingen einen engagierten Auftritt, der Mut für die weiteren Aufgaben geben soll.

"Wir müssen uns an kleinen Dingen nach oben ziehen und versuchen, in München, wo uns keiner etwas zutraut, eine Leistung zu bringen, die uns für die kommenden Spiele aufbaut. Denn wir brauchen Punkte, um wieder in sicheres Gefilde zu kommen."

Mit 28 Zählern belegt die Eintracht in der Tabelle derzeit Rang 13. Das Polster zum Abstiegs-Relegationsplatz beträgt lediglich fünf Punkte.

Titelfoto: dpa/Friso Gentsch

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